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5 Geräte im Test

Welche elektrische Kaffeemühle mahlt für mich den perfekten Kaffee?

Für die Hobby-Baristas unter Ihnen oder die, die es noch werden wollen: Eine Kaffeemühle ist der erste Schritt, Ihr Kaffeeerlebnis auf eine neue Stufe zu heben. Egal ob Sie in einer kleinen oder großen Küche wohnen, Kaffeemühlen gibt es in verschiedenen Größen und unterschiedlichen Designs. Wir haben für Sie fünf Mühlen getestet und geben Ihnen eine faire Kaufberatung! Außerdem erklären wir Ihnen, worauf Sie am besten achten sollten.

FAQs

Worauf sollte ich beim Kauf einer neuen Kaffeemühle achten?

Wenn Sie viel Kaffee trinken und nicht ständig Bohnen nachfüllen möchten, sollten Sie auf ein Gerät mit einem großen Bohnenbehälter zurückgreifen. Sie können ebenso nach der Optik gehen und die Mühle an Ihren Einrichtungsstil anpassen. Sie müssen sich beim Kauf einer unserer fünf vorgestellten Geräte nicht zwischen einer Espresso-, Filterkaffee- oder French Press-Mahlung entscheiden. Alle Maschinen können feines bis grobes Pulver mahlen.

Wie reinigt man eine Kaffeemühle?

Das Gute zuerst: Die Reinigung bei allen getesteten Maschinen war einfach durchzuführen. Mit der richtigen Reinigung erhöhen Sie die Lebensdauer Ihrer Kaffeemühle. Deshalb wird empfohlen diese regelmäßig zu reinigen. Bohnenbehälter sollten mit einem feuchten Tuch, wenn nötig mit ein wenig Spülmittel, ausgewischt werden und danach unbedingt abgetrocknet werden. Das Mahlwerk kann ausgesaugt werden, darf allerdings nie in Verbindung mit Wasser kommen! Außerdem lagen den Maschinen kleine Bürsten bei, mit denen das Mahlwerk von grobem Schmutz befreit werden kann.

Wie haben wir die Kaffeemühlen bewertet?

Um alle Kaffeemühlen fair vergleichen zu können, hat unserer Redaktion dieselben Kaffeebohnen verwendet und mit einem mittleren Mahlgrad gemahlen. Dabei haben wir die gleiche Menge an Kaffeebohnen genommen. Der Mahlgrad wird für Filterkaffee empfohlen. Außerdem hat die Redaktion immer darauf geachtet, Bohnen für eine Tasse Kaffee zu mahlen – außer bei der Caso-Maschine, denn hier konnte nur ab zwei Tassen gemahlen werden.

Die Graef CM500 ist dank ihrer wertigen Verarbeitung in schickem Silber ein echter Hingucker. Das schimmernde Kunststoffgehäuse ist vereinzelt mit Edelstahl ummantelt. Im Vergleich ist das Prachtstück von Graef am teuersten.

Die Kaffeemühle wiegt 2,075 kg, misst 20,5 x 13,5 x 39,7 Zentimeter und die Leistung entspricht 130 Watt. Der Bohnenbehälter kann bis zu 300 Gramm Kaffeebohnen fassen. Die Kaffeemenge dieser Kaffeemühle ist individuell einstellbar, ein hochwertiges Kegelmahlwerk aus Edelstahl mit 140 aufsteigenden Stufen ermöglicht eine Einstellung des Mahlgrads ganz nach Ihren Wünschen.

In unserem Test ist uns einerseits der schmale Stecker mit großer Freude aufgefallen, allerdings ist das verwendete Kabel sehr kurz (im Vergleich das kürzeste Kabel). Hier sehen wir Optimierungspotenzial, da kurze Kabel in manchen Küchen zu Stellproblemen führen. Die Nutzung der Mühle ist einfach und sicher. Es gibt aber keinen Hinweis darüber, wie beispielsweise ein Licht, das informiert, ob das Gerät eingeschaltet ist. In unserem kompletten Testdurchlauf zeigte sich, dass alle getesteten Geräte so laut sind, dass sich zwei Personen nicht angenehm unterhalten können – so auch bei der Maschine von Graef.

Ein großes Plus sehen wir im Aufbewahrungsbehälter: Dieser hat zwei Deckel: ein Deckel hat ein Loch, der andere ist verschlossen, sodass gemahlener Kaffee bequem verschlossen werden kann. Der zweite Deckel ermöglicht ein einfaches Entnehmen des Pulvers, ohne die komplette Küche in Mitleidenschaft zu ziehen. Die Graef CM 500 hat als einzige Mühle diese komfortable Funktion und hat uns deshalb besonders überzeugt. Im Test war es uns leider nicht möglich die Mühle komplett „abzudichten“: Auch bei Schließung der Bohnenbehälterklappe landete Kaffee auf der Bodenplatte. Da diese abnehmbar ist, ist die Reinigung jedoch einfach.

Pro:
●140 verschiedene Mahlgrade

●Direktes Mahlen in Kaffeefilter

●Sehr gute Qualität

●Großes Fassungsvermögen Bohnenbehälter

Kontra:
●Relativ laut

●„Nachlaufen“ von Kaffeepulver

●Kurzes Kabel

Rommelsbacher hat mit dem Modell EKM 500 eine Kaffeemühle mit Waage und Kegelmahlwerk entworfen. Optisch kann die EKM 500 mit schwarzem Kunststoff und Edelstahlblende punkten. Sie wiegt 2,2 Kilogramm und misst 13,8 x 22,5 x 34,5 Zentimeter. Mit 160 Watt bringt sie ordentlich Power und Lautstärke mit sich. Der extragroße Bohnenbehälter überzeugt mit 400 Gramm Füllgewicht und Aromaschutzdeckel. Für Technikliebhaber wird es interessant: Eine integrierte Präzisions-Waage mit Tara-Funktion ermöglicht ein gewichtsgesteuertes Mahlen und sogar ein zeitgesteuertes Mahlen. Dank der Einstellung des Mahlgrades in 39 Stufen können Sie auch feines Espressopulver mahlen. Außerdem kann ein Siebträger direkt mit Pulver befüllt werden.

In unserem Test gefiel uns das auditive Erlebnis: Mit einem freundlichen Piepen signalisiert die Maschine, wenn sie mit ihrem Mahlvorgang fertig ist. Ein Digitaldisplay ermöglichte uns eine einfache Nutzung, allerdings sind für uns nicht alle Symbole selbsterklärend gewesen. Hier half die mitgelieferte Bedienungsanleitung. Im Lautstärkenvergleich empfanden wir die EKM 500 angenehmer und heller als die Graef CM5 500. Bei Schließung der Klappe „fließt“ das Kaffeepulver leider ebenfalls nach und landet auf der Bodenplatte. Bei unserer Nutzung haben sich Bohnen im Schließmechanismus verkantet, dieser konnte in unserem Fall nicht mehr richtig abschließen. Ein leichtes Manko ist die Sichtbarkeit von Fingerabdrücken auf der Edelstahloberfläche.

Pro:
●39 verschiedene Mahlgrade

●Mahlen direkt in Siebträger

●Hochwertige Blende in Edelstahl

●Extragroßer Bohnenvorratsbehälter

●LED-Display und zeitgesteuertes Mahlen

Kontra:
●Laut

●„Nachlaufen“ von Kaffeepulver

●Sichtbare Fingerabdrücke

Tchibo nennt ihre elektrische Kaffeemühle selbst „die Praktische“. Die kompakte Mühle misst schlanke 10 x 28,5 x 17 Zentimeter und ist aus schwarzem und edlem Kunststoff. Die 160 Watt leistungsstarke Mühle ist im Vergleich der Preissieger unter unseren getesteten Maschinen. Mit 150 Gramm hat sie einen kleinen Bohnenbehälter, gemahlener Kaffee findet mit bis zu 84 Gramm im Mahlbehälter seinen Platz.

Im Test freute sich unsere Redaktion über die ansprechenden Symbole auf der Mahlgradskala. Die 26 Mahlstufen sind selbsterklärend mit Symbolen für Siebträger, French Press sowie Filterkaffee gekennzeichnet. Auch die Lautstärke war weniger aufdringlich als bei den vorherigen Testmodellen. Sehr gut ist außerdem, dass die Tassenmenge individuell eingestellt werden kann – so können auch 1,5 Tassen gemahlen werden.

Wie bei allen Modellen fließt das Pulver der Mühle ein wenig nach und landet so auf der Bodenplatte, die leider nicht abnehmbar ist. Eine Siebträgerhaltung gibt es an diesem kleinen Gerät nicht, das Pulver muss also von Ihnen per Hand in den Siebtträger eingefüllt werden. Uns fiel außerdem auf, dass es am Bohnenbehälter keine Klappe gibt, die das Auffangen von Kaffeebohnen verhindert. So rieselten in unserem Test ohne Unterbrechung Bohnen in den Behälter. Bei unserer Testung empfanden wir dies als kleines Manko, die Kompaktheit der Maschine lässt dies allerdings in Vergessenheit geraten!

Die Kaffeemühle verzichtet auf ein separates Rad für die Einstellung des Mahlgrades. Der komplette Bohnenauffangbehälter muss dafür gedreht werden. Wir empfanden diese Funktion als weniger intuitiv. Dies ist aber sicherlich der Kompaktheit der Maschine geschuldet. Das Anschlusskabel für das Stromnetz kommt links aus dem Gehäuse. In unserer Redaktion fand dies wenig Zuspruch, da in einigen Küchen so beim Stellen der Maschine Komplikationen auftreten können. Einen Punkt Abzug bekommt Tchibo von uns noch für die jeweils einzelnen acht (!) Bedienungsanleitungen in verschiedenen Sprachen. Hier würden wir uns lediglich ein praktisches Handbuch wünschen!

Pro:
●Weniger laut

●26 verschiedene Mahlgrade,

●Kompaktes Design

●Preis-Leistungs-Verhältnis

Kontra:
●„Nachlaufen“ von Kaffeepulver

●Kabel links aus der Kaffeemühle

●Bodenplatte nicht abnehmbar

Hier kommt der große Bruder der „Praktischen“ von Tchibo, der sogenannte „Profi“. So zumindest nennt Tchibo seine elektrische Kaffeemühle. Mit einer Abmessung von 14 x 35 x 23 Zentimetern und einem extragroßen Bohnenbehälter von 400g, können bis zu 100g Kaffeepulver im Behälter aufgefangen werden. Gefertigt ist die Mühle aus schwarzem Kunststoff und einem Behälter aus Edelstahl. Die Mahlgradskala kann ebenfalls bis Stufe 16 eingestellt werden, die Symbole sind genau wie bei der kleineren Tchibo-Variante intuitiv. Eine eingebaute Waage ermöglicht mehrere Dosierungsmöglichkeiten über ein Display: So kann nach Gramm und nach gewünschter Anzahl von Kaffeeportionen ausgewählt werden. Das integrierte Displaymenü funktioniert genauso wie bei der Rommelsbacher EKM 500, zwar nicht in Zeitangaben, sondern in Unzen. Das Display war für unsere Redaktion intuitiver gestaltet als das Display der Rommelsbacher Kaffeemühle. Wie die kleinere Maschine von Tchibo haben wir uns auch hier über die acht verschiedenen Bedienungsanleitungen geärgert.

In unserem Mühlentest empfanden wir die Maschine weniger laut als andere in derselben Größenkategorie. Beim Schließen der Klappe war es uns leider nicht möglich, das „Nachfließen“ von Pulver zu verhindern. Einen Punkt Abzug hat unsere Redaktion für das Fehlen einer Vorrichtung für eine Siebträgerhaltung gegeben. Die Kabellänge ist unserer Meinung nach optimal gewählt. Die metallische Oberfläche lässt Fingerabdrücke in kurzer Zeit sichtbar werden. Der viereckige Bohnenbehälter dreht sich mit, dadurch wird die breite der Mühle nach oben hin verändert.

Diese Kaffeemühle ist unser Testsieger! Ihr Preis überzeugt und alles funktioniert so, wie wir es gerne hätten. Eine klare Kaufempfehlung!

Pro:
●Weniger laut

●26 verschiedene Mahlgrade

●Edles Design

●Preis-Leistungs-Verhältnis

●Kabellänge

●Einfache Bedienung

●Extragroßer Bohnenbehälter

Kontra:
●„Nachlaufen“ von Kaffeepulver

●Sichtbare Fingerabdrücke

Die Barista Flavour von Caso misst ‎23.5 x 15.5 x 35.5 Zentimeter und wiegt zwei Kilogramm. Espresso und Kaffee können über 15 verschiedene Mahlmodi ausgewählt werden. Der Bohnenbehälter ist abnehmbar und kann mit bis zu 300 Gramm Bohnen befüllt werden. Der 150 Watt Motor wird nicht zu laut. Geformt ist die schöne Kaffeemühle aus einem hochwertigen Edelstahlgehäuse.

Unsere Redaktion empfand das Einstellen des Mahlgrades als schwierig. Der Strich, der die Skala markieren soll, ist vom drehbaren Knopf zu weit weg. Dadurch war es nicht immer klar ersichtlich, auf welchen Grad die Maschine eingestellt war. Die Lautstärke empfand unser Team als laut, aber angenehm, vergleichbar mit den Geräuschen eines Kaffeevollautomaten. Das Metallgehäuse zeigte nach unserer Nutzung viele Fingerabdrücke. Negativ bewertet wurde, dass die Bodenplatte nicht abnehmbar ist und ein unangenehmer Plastikgeruch beim Auspacken zu riechen war. Für die Reinigung ist im Lieferumfang keine Bürste enthalten.

Das Kegelmahlwerk soll laut Beschreibung abnehmbar sein. Das obere Mahlwerk konnten wir im Test leider schlecht entnehmen und benötigten mehrere Anläufe. Zum Mahlen von lediglich einer Tasse ist die Kaffeemühle nicht geeignet. Auch bei dieser Kaffeemühle rieselte nach Entnahme des Bohnenbehälters Pulver aus dem Gerät, der Verschluss vom Bohnenbehälter verkantete sich und schloss nicht richtig. Ein Plus ist aber dennoch zu nennen: Der Drehverschluss am Auffangbehälter ist gut zu bedienen und schließt sehr gut. Durch den „Lock-Mechanismus“ kommt der Bohnenbehälter nicht einfach heraus.

Pro:
●Angenehme Lautstärke

●Preis-Leistungs-Verhältnis

●Kabellänge

●Einfache Bedienung

●Großer Bohnenbehälter

Kontra:
●„Nachlaufen“ von Kaffeepulver

●Sichtbare Fingerabdrücke

●Keine abnehmbare Bodenplatte

●Unangenehmer Plastikgeruch

●Mahlen erst ab zwei Tassen Kaffee möglich

Autor: Marcel Strobel