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Optmisten begegnen Herausforderungen mit einem Lächeln.

Optmisten begegnen Herausforderungen mit einem Lächeln. / Foto: © picture-alliance / Design Pics / Foto Startseite: © picture-alliance/chromorange

Das Geheimnis guter Laune

So werden Sie Optimist

Es ist die beste Nachricht dieses Herbstes: Die Deutschen blicken so positiv in die Zukunft wie seit Jahren nicht mehr. Und das nach all den Negativschlagzeilen um die Wirtschaftskrise. Gleich mehrere Studien belegen, dass die Bundesbürger wieder an sich und ihr Land glauben. Wie gut das tut! Nichts beflügelt mehr als das Gefühl, eine vielversprechende Zeit vor sich zu haben. Selbst wenn es anders kommen sollte, verleiht Optimismus eine große Kraft. Auch das fanden Forscher heraus: Menschen, die positiv denken, entwickeln einen Lebensmut, der sie stärker und gesünder macht als jene, die zaudern und zweifeln.

"Die zuversichtlichsten Deutschen leben derzeit in München. Dann folgen Stuttgarter und Düsseldorfer", sagt Prof. Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim, der die aktuelle "Zuversichtsstudie" im Auftrag der Allianz Versicherung durchführte. In Bayerns Landeshauptstadt ist der Anteil der Optimisten im vergangenen Jahr um 14 Punkte gestiegen – auf 46 Prozent. Fast zeitgleich offenbarte die renommierte "Shell Jugendstudie", die von verschiedenen Instituten erstellt wird: Fast 60 Prozent aller jungen Deutschen (von 12 bis 25) sind guten Mutes.

Parallel ermittelte die Erhebung "Deutscher Alterssurvey" für das Deutsche Zentrum für Altersfragen: Auch die Deutschen ab 40 sind heute zufriedener und gesünder als frühere Generationen. Egal ob 18 oder 80 – Optimisten sind immer beeindruckende Menschen. Vor allem dann, wenn sie trotz harter Schicksalsschläge den Lebensmut bewahren, sich nach der Krise sogar die Lebensfreude zurückerobern.

Matthias Lanzinger ist so ein Mensch: Der Skiprofi hatte Olympia-Ambitionen, als er 2008 bei einem Unfall auf der Piste einen Unterschenkel verlor. Mit 29 Jahren. Trotzdem schaffte es Lanzinger, sein Schicksal anzunehmen und sich ein neues Leben aufzubauen: Heute studiert er Sport- und Event-Management, hat mit seiner Freundin ein Haus gebaut, kommentiert Skirennen im Fernsehen und arbeitet als Kolumnist für eine österreichische Zeitung. Seine Geschichte zeigt: Optimismus hat nichts mit Naivität zu tun. Und: Die Kraft der Zuversicht ist tief in uns. Jeder kann sie wecken.

Doch woran liegt es, dass bestimmte Menschen das Leben positiver sehen? Wissenschaftler gehen davon aus, dass unsere Lebenseinstellung nur zu 25 Prozent angeboren ist. "Den Rest erlernen wir", sagt Peter Breidenbach, Persönlichkeitstrainer, Mentalcoach der Curling-Nationalmannschaft und Autor ("In 30 Tagen Optimist", Schirner, 12,95 Euro). "Wie wir mit Problemen oder Niederlagen umgehen, hängt von Erlebnissen ab und von Erfahrungen, die wir mit Familie, Freunden und Lehrern gemacht haben."

Prägend seien unüberlegt dahingesagte Sätze, die man in der Kindheit hört: "Lass das, dafür bist du zu klein." Oder aber: "Trau dich, du schaffst das." Negative Gefühle wie Hoffnungslosigkeit oder Eifersucht sind also nur antrainiert. Mit anderen Worten: Wir haben unser Glück selbst in der Hand und können unsere Gedanken beeinflussen. Breidenbach ist überzeugt: "Positiv denken kann jeder trainieren. Das Gehirn ist ein permanent lernendes System. Man kann den Gedanken mit kleinen Tricks eine neue Richtung geben, etwa indem man seine Talente bewusst aufschreibt."

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Autor: Mirja Rumpf