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Rudi Cerne, Moderator von Aktenzeichen XY ungelöst

Rudi Cerne von "Aktenzeichen XY". - Foto: Ralf Guenther-Pool/Getty Images

"Aktenzeichen XY ungelöst"

Rudi Cerne über Trickbetrüger

Vorsicht, Falle! Rudi Cerne, Moderator von "Aktenzeichen XY ungelöst", über die neuen Maschen der Trickbetrüger. So schützen Sie sich!

Fantasie kennt keine Grenzen. Das gilt leider auch für Kriminelle. Derzeit warnt die Polizei vor neuen Taktiken von Trickbetrügern. Exklusiv in HÖRZU erklärt Rudi Cerne (55), der am 16. Juli um 20.15 Uhr im ZDF eine aktuelle Ausgabe von "Aktenzeichen XY ungelöst" präsentieren wird (s. auch TV-Tipps rechts), warum Sie auf der Hut sein sollten und wie Sie Ihr Erspartes vor Ganoven schützen. Dabei berichtet der Moderator von vier besonders dreisten Fällen:

1. Falsche Polizisten vor der Tür

Elli Brenner ist schockiert, als plötzlich ein Polizist vor ihrer Haustür steht. Die Nachricht, die er überbringt, klingt für die 76-Jährige besorgniserregend: Kürzlich sei in der Nachbarschaft eingebrochen worden, deshalb wolle die Polizei nun die Türschlösser gefährdeter Wohnungen austauschen. Für seine "Hilfe" kassiert der vermeintliche Beamte nichts. Zwei Tage später aber kommt er zurück – und räumt die Wohnung der Berlinerin aus, als sie gerade einkaufen ist.

Rudi Cerne über den Trick: "Zwei Schlüssel bekam Frau Brenner, den dritten behielt der falsche Polizist."

2. Gefälschte Telekom-Rechnungen

Die E-Mail sieht echt aus, und sie scheint auch von der Telekom zu kommen. Kein Wunder, dass Jens Treiber (55) sie öffnet. Zwar erkennt er sehr schnell, dass es sich bei der Rechnung über 229 Euro um eine Verwechslung handeln muss, denn die angegebene Rufnummer ist nicht seine. Doch den Betrügern geht es auch gar nicht um eine Schuldbegleichung: Sie wollen nur, dass Jens Treiber die Mail öffnet. Dadurch installiert sich ein verborgenes Spionageprogramm auf seinem Computer – und dieses "fotografiert" fortan jeden Tastenklick.

Rudi Cerne über den Trick: "Durch Viren gelangten die Passwörter des Münchner Ingenieurs in die Hände von Gangstern, und die räumten sein Konto leer."

3. Staatsanwälte am Telefon

Tatort Hagenow: Ein vermeintlicher Staatsanwalt aus Frankfurt ruft beim Ehepaar Sperling an und verlangt mehrere Tausend Euro für die "Einstellung eines Ermittlungsverfahrens gegen Familienangehörige". Andreas und Gabriele Sperling gehen dem Anrufer zwar nicht auf den Leim – teilen ihm aber auf Nachfrage die Telefonnummer ihres Anwalts Dr. Klaus Meier mit. Wenige Tage später ruft Dr. Meier bei ihnen an und forderte ebenfalls eine Überweisung: 3600 Euro. Die Sperlings willigen ein, schließlich ist im Telefondisplay zweifelsfrei seine Nummer zu sehen.

Rudi Cerne über den Trick: "Dem ‚Staatsanwalt‘ ging es nur darum, die Kontaktdaten des richtigen Anwalts zu recherchieren. Durch elektronische Manipulation erschien im Display die Nummer der richtigen Kanzlei."

4. Gespräche am Geldautomaten

Melanie Dreier (34) aus Mansfeld im Südharz hebt am Geldautomaten im Supermarkt 500 Euro ab, als sie plötzlich von Fremden angesprochen wird. Da diese sich als Spendensammler ausgeben, lässt sich die junge Frau in ein Gespräch verwickeln. Freundlich bitten die Sammler um zwei Euro, also greift sie zu ihrem Portemonnaie. Kurz darauf ist es leer – natürlich sind auch die 500 Euro weg.

Rudi Cerne über den Trick: "Just in dem Moment, in dem das Portemonnaie vom Opfer gezückt wird, halten die gemeinen Trickbetrüger die gefälschte Spendenliste über die Geldbörse. Anschließend greifen sie blitzschnell und unbemerkt nach den frischen Scheinen der hilfsbereiten Opfer."

Autor: Mike Powelz