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Wasser ist unser wertvollstes Element.

Wasser ist unser wertvollstes Element. - Foto © www.piqs.de /Cknebel, CC (Some rights are reserved.)

Alles über Wasser

Quell des Lebens

"Keine Zukunft ohne Wasser", Dienstag, 16.03.2010, ARTE, 20.15 Uhr - Themenabend anlässlich des Weltwassertages am 22. März

1. Wie groß sind die Wasserreserven der Welt?

Antwort: Theoretisch sind die Reserven unendlich: 71 Prozent der Erdoberfläche sind von salzigem Meerwasser bedeckt – insgesamt knapp 1,4 Milliarden Kubikkilometer. Sie spielen eine große Rolle im Wasserkreislauf, der vereinfacht so abläuft: Durch Sonnenwärme verdunstet Wasser, es entstehen Wolken, aus denen Regen fällt. Da Salz nicht verdunstet, besteht er aus Süßwasser. Ein Teil der Niederschläge versickert, geht ins Grundwasser ein oder fließt über Flüsse ins Meer. Trotzdem bestehen nur etwa drei Prozent der Wasservorkommen der Erde aus Süßwasser. Und nur ca. ein Drittel davon kann genutzt werden.

2. Woraus besteht Wasser genau?

Antwort: Aus zwei Gasen. Chemisch betrachtet setzt sich das Wassermolekül, also kleinste Teil des nassen Elements, aus zwei Atomen Wasserstoff und einem Atom Sauerstoff zusammen. Die chemische Formel lautet: H2O. Wasser ist die einzige chemische Verbindung, die drei verschiedene Aggregatzustände annehmen kann: flüssig, fest (als Eis) und gasförmig (als Wasserdampf). Sieht man mal vom Quecksilber ab, hat Wasser übrigens die größte Oberflächenspannung aller Flüssigkeiten.

Was, bitte, ist der Weltwassertag?

Antwort: Ins Leben gerufen wurde er 1993 von den Vereinten Nationen (Uno). Seitdem findet er jährlich am 22. März statt. Ziel ist es, das Bewusstsein der Menschen dafür zu schärfen, dass Wasser ein wertvolles, knappes Gut ist und die Versorgung mit Trinkwasser global verbessert werden muss. Das Motto 2010 lautet: "Sauberes Wasser für eine gesunde Welt". Auf einem Kongress in Nairobi soll darüber diskutiert werden, wie man die lebenswichtige Ressource auf der Erde gerechter verteilen kann. Dabei geht es auch um konkrete Projekte wie z. B. den Bau von Dachregenfängen im kenianischen Mwingis: Nur jeder zehnte Einwohner hat dort Zugang zu sauberem Trinkwasser. Hierzulande sind zum Weltwassertag u. a. Lichterketten rund um Seen geplant, etwa um den Bodensee. Beginn: 19 Uhr.

Wie reagiert der Körper auf Wassermangel?

Antwort: Ohne Wasser kein Leben. Erwachsene, deren Körper etwa zu 60 bis 70 Prozent aus Wasser besteht, sollten mindestens zwei bis drei Liter am Tag trinken. Das ist die Voraussetzung dafür, dass alle biologischen Vorgänge des Stoffwechsels funktionieren. Bei einem Wassermangel von bis zu fünf Prozent des Körpergewichts haben wir Durst, fühlen uns unwohl. Zudem erhöht sich der Herzschlag: Weil das Blut dickflüssiger geworden ist, muss unsere "Pumpe" mehr leisten. Liegt der Mangel bei bis zu zehn Prozent unseres Gewichts, wird uns schwindelig, wir haben Kopfschmerzen und Atemnot. Ab etwa zehn Prozent treten schwerwiegende Veränderungen auf, die bis zum Tod führen können. Tipp von Medizinern: trinken, bevor der Durst kommt, denn der ist bereits ein Alarmsignal.

Wie wird aus Meerwasser eigentlich Trinkwasser?

Antwort: An einigen Orten der Erde kann aus Grundwasser nicht genug Trinkwasser gewonnen werden, etwa am Persischen Golf, auf Malta oder Lanzarote. Dort müssen Meerwasserentsalzungsanlagen aushelfen. Sie funktionieren meist nach dem Verdampfungsprinzip: Wasser wird erhitzt, Dampf aufgefangen, das Salz bleibt zurück. Dieses Verfahren ist allerdings energieaufwendig und um ein Vielfaches teurer als normale Süßwasserförderung.

Droht uns ein Wasserkrieg?

Antwort: In einigen Regionen der Erde wird die Ressource Wasser knapp, so in Afrika, Zentralasien und im Mittleren Osten. Dort spitzen sich laut Uno Konflikte zu, die in regionale Kriege münden könnten. Wegen eines Streits um die Nutzung des Jordanbeckens gab es bereits 1951 militärische Auseinandersetzungen zwischen Israel und Syrien. Bis heute ist die gerechte Wasserverteilung in dieser Region ungeklärt. Darunter leiden vor allem die Palästinenser.

Autor: Uwe Clausen