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Tempel des Shingon-Buddhismus.

Tempel des Shingon-Buddhismus. Ein Tempelkomplex auf dem Berg Koya diente als Vorlage. - Zeichnung © Daniel Kasai

Revolution des Geistes

Kukai – Revolutionär des japanischen Buddhismus

Kukai (774-835) war als Gründer des Shingon-Buddhismus einer der bedeutendsten Mönche Japans, der den Buddhismus grundlegend revolutionierte und erweiterte.

Buddhismus Kukai
Zeichnung © Daniel Kasai

Die Bezeichnung 'Revolutionär' mag allerdings ein wenig kühn klingen und lässt eher an Che Guevara oder Hồ Chí Minh denken. Im Gegensatz zu diesen eher politisch motivierten Akteuren war Kukai vornehmlich an einer Revolution des Geistes interessiert. Diese Art Revolution beginnt im Herzen des Suchenden und so war auch der im japanischen Mittelalter geborene Sohn von Saeki Tagimi und dessen Frau Tamayori langezeit ein Suchender, bevor er den ehrenvollen Titel "Kukai" - wörtl: Meer der Leere – erhielt.

Zunächst Studienabbrecher, Bergasket und Wandermönch, dann Gelehrter und Gesandter des Hofes, später dann Zeremonienmeister und Religionsgründer, dem eine endlose Reihe von Tempeln gewidmet wurde – in der Person Kukais verschmelzen scheinbar mehrere Leben in einem. Doch wird man nicht das Erkenntnis- und Lebensziel Kukais nur aus einer oberflächlichen Betrachtung seines Lebens erkennen können.

Buddhismus Kukai
Zeichnung © Daniel Kasai

Vielmehr ist diese Welt und das weltliche Leben leer angesichts der tiefen Weisheit, zu der jeder Mensch fähig ist, wenn er sich Buddha zuwendet. Unter "Buddha" verstand Kukai wesentlich mehr als nur die historische Figur eines indischen Prinzen, der zur Erleuchtung fand. "Buddha" ist eine Energie, die das ganze Universum ausfüllt und das Herz zur Erkenntnis leitet.

Buddhismus Kukai
Zeichnung © Daniel Kasai

Wer ein Stück dieser Revolution des Geistes nachvollziehen möchte, kommt wohl nicht umhin, sich auf die Praxis der buddhistischen Meditation einzulassen, denn zuviel der beschreibenden und erklärenden Worte sind aus Sicht Kukais sicherlich nur eines: leer.

Weitere Infos finden Sie unter philosophycomics.net

Autor: Daniel Kasai