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Neue Internet-Plattform Homejoy

Putzen leicht gemacht - das neue Portal Homejoy hilft.

Startup in Deutschland

"Homejoy", der Putzservice aus dem Internet

Homejoy wirbt vor allem mit einer simplen Online-Buchung der Reinigungskraft, günstigen Preisen und 100% Zufriedenheitsgarantie. Klingt fantastisch, wenn man die Wohnung auf Vordermann bringen und nicht unbedingt selbst zum Wischmopp greifen möchte. Dabei achtet das Unternehmen auch noch auf legale Arbeitsbedingungen.

Das 2012 von zwei Geschwistern, Adora und Aaron Cheung, gegründete Start-up "Homejoy" ist bereits in Kanada und den USA erfolgreich. Die deutsche Zentrale wurde jetzt in Berlin eröffnet. Weitere deutsche Städte sollen in Kürze folgen.

Wie funktioniert's?

Aber wie funktioniert das ganze System? Über die Website vereinbart man einen Termin, gibt an, wie viele Schlaf- und Badezimmer gereinigt werden sollen, ob Extrawünsche bestehen und für wie viele Stunden geputzt werden soll. Sofern gewünscht, können auch gegen einen Aufpreis von 3 Euro die Reinigungsmittel mitgebracht werden. Nachdem Homejoy die Anfrage erhalten hat, geben diese ihr Bestes eine passende Reinigungskraft zu finden.

Die Online-Plattform empfiehlt beim ersten Putzen dabei zu sein, wodurch man dann die Möglichkeit hat zu schauen, wer bei einem den Boden feudelt. Wenn nötig kann man auch noch Anmerkungen machen, worauf besonders geachtet werden sollte. Einige Kunden haben auf der Facebook-Seite von Homejoy Bewertungen der besten Art hinterlassen. Andere wiederum beschweren sich in "typisch, deutscher Manier" über den Service. Geduldig, treu dem Slogan "100% Zufriedenheitsgarantie" folgend, reagiert Homejoy auf jegliche Kritik, um die Wogen zu glätten. Das Personal zeichne sich durch absolute Vertrauenswürdigkeit aus, so Adora Cheung, Gründerin von Homejoy, und es gäbe bis jetzt keinen einzigen Fall von Unregelmäßigkeiten im Rahmen ihrer Putzkraft-Vermittlung. Jede andere Antwort würde man als Kunde auch kaum dulden, will man doch eine fremde Person unbeaufsichtigt in sein Zuhause lassen. Um Vertrauen und Zuverlässigkeit zu gewährleisten, schaut sich Homejoy die künftigen Reinigungskräfte persönlich an. Passt die Person zu uns und macht sie unsere Kunden glücklich? – beantwortet wird das mithilfe eines Probeputzens.

Vorteile für Kunden und Putzkraft

Aber kann sich so eine Online-Plattform gegen den hier existierenden Schwarzmarkt durchsetzen? Geputzt wird in Deutschland jetzt schon fleißig, doch beschäftigen die meisten Privatpersonen ihre Reinigungskräfte illegal. Auf legale Arbeitskräfte umzusteigen, hat allerdings seine Vorteile, denn es ist möglich dies bis zu 20% steuerlich abzusetzen. "Haushaltsnahe Dienstleistung" nennt sich dieser Bereich in der Steuererklärung. Außerdem sind die Reinigungskräfte versichert – die Haftpflichtversicherung greift bis zu einer Höhe von 3,5 Mio. Euro pro Schadensfall.

Andere Mitbewerber auf dem deutschen Markt existieren auch schon, wie beispielsweise "Book a Tiger", "Helping" oder "Clean Agents". Bei dieser Vielfalt an Angeboten scheint es sich zu lohnen, die Bestellung der Putzkraft per Mausklick einmal selbst auszuprobieren. Motiviert durch den Wunsch von einer guten Bewertung bei Homejoy, geben die Putzkräfte ihr Bestes, um das Zuhause wieder zum Glänzen zu bringen.

Bezahlbare Preise – aber auch genug für die Putzkraft?

Der Festpreis von Homejoy ist 15 Euro pro Stunde, allerdings muss auch für mindestens 2,5 Stunden gebucht werden. Laut Homejoy gehen davon zwischen 10 und 12 Euro an die arbeitenden Reinigungskräfte – je nach Erfahrung und Kundenbewertung. Bei dem einen oder anderen Haushalt wird es auch Trinkgeld geben. Sein komplettes Leben eigenständig mit Staubsauger und Lappen zu finanzieren ist schwierig, aber eine gute Möglichkeit seine Haushaltskasse aufzubessern.

Auch die Putzkräfte haben Vorteile durch die Online-Plattform. Abgesehen von der Versicherung und eine gute Vermittlung, können sie ihre Arbeitszeiten bestimmen, genauso wie die Region, in der sie arbeiten wollen – beachten sollten sie dabei nur, dass sonntags so gut wie keiner bei sich putzen lässt.

Seinen Start in Europa lässt sich Homejoy einiges kosten. Auch Google scheint an die Zukunft des jungen Unternehmens zu glauben, immerhin investieren sie für den Beginn in Europa nicht gerade wenig Geld – über 38 Mio. US-Dollar. Wenn man nur annähernd soviel von Oma nach dem Fensterputzen bekäme, würde man auch freiwillig Staubwedel und Co. schwingen.

Autor: Marleen Krumbiegel