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Die Kunst, aus den Handlinien zu lesen, bezeichnet man als Chirologie.

Handlinien geben Auskunft über den Charakter. Foto © www.piqs.de / Robert Gaadt, CC (Some rights are reserved.)

Handanalystin Alice Funk für HÖRZU

Das verraten Handlinien über unsere Persönlichkeit

Was sagen uns die Handlinien?

Kann man aus Verlauf und Verzweigung unserer Handlinien tatsächlich ablesen, wie man sich an einer "Weggabelung" des Lebens entscheiden sollte? Geben die Furchen und Ballen Auskunft über unser tiefstes Wesen? Viele Menschen sind davon überzeugt. Unsere Hände, so glauben sie, sind Landkarten des Lebens.

Schon vor 4000 Jahren war den Babyloniern die Handlesekunst bekannt. Auch die römischen Herrscher Augustus und Julius Caesar prüften die Hände ihrer Feldherren - um festzustellen, ob diese treu und verlässlich waren. Und der Philosoph Immanuel Kant prägte 1770 den Ausspruch: "Die Hand ist das äußere Gehirn des Menschen."

Die alte Kunst des Handlesens, die Chirologie, hat nichts mit Wahrsagerei zu tun. Wissenschaftlich erwiesen ist, dass an den Händen tatsächlich der Charakter eines Menschen sichtbar wird. Tausende von Nerven enden dort. Je nach Belastung können sich die Handlinien mit der Zeit verändern. "Die Zukunft kann man darin nicht lesen", so die Schweizer Handanalystin Alice Funk. "Aus den Linien, Zeichen und Formen ist aber zu erkennen, welche Grundmerkmale ein Mensch hat, wo Herausforderungen, Talente und Schwächen liegen." Sinn einer Handanalyse ist es, die verschiedenen Zeichen zu erkennen, zusammenzufügen und so seine Persönlichkeit weiterzuentwickeln. "Bei Entscheidungen gebe ich lediglich eine Hilfe, treffen muss sie dann jeder für sich selbst."

Nicht nur Experten wie Alice Funk, auch Laien haben die Möglichkeit, typische Merkmale zu erkennen. Wer es versuchen möchte, sollte immer beide Hände betrachten. Die rechte beleuchtet, wie man sich in der Öffentlichkeit präsentiert, die linke die intime, familiäre Seite. Das gilt auch für Linkshänder.

Handlinien zeigen Charakter, nicht die Zukunft

Im Mittelpunkt stehen die vier Hauptlinien. "Die Länge der Lebenslinie sagt aber nichts über die Länge des Lebens aus, wie oft angenommen wird", so Funk. Linien können auch fehlen. Ist es die Schicksalslinie, weist das darauf hin, dass man eher ziellos und unzufrieden ist. Sind Linien unterbrochen, deutet das möglicherweise auf Stress hin - bei der Kopflinie auch auf Probleme im Beruf. In gebrochenen Linien kann die Energie nicht frei fließen. Wenn um den Bruch herum eine sogenannte "Schachtel" liegt, ist das ein Versuch, die Stelle zu kitten. Die Energie fließt dann wieder, aber das Grundproblem besteht noch - vielleicht im Unterbewussten.

Neben den Hauptlinien sind die Finger und die dazugehörigen Zonen bei der Analyse entscheidend. Diese Zonen sind nach Göttern benannt, deren Eigenschaften sie zugeordnet werden: Die Jupiterzone steht für Selbstbewusstsein, Kraft und Ehrgeiz, Saturn für Verantwortungsbewusstsein und Pflichtgefühl, Apollo für Kreativität und Spiel. Die Merkurzone symbolisiert Kommunika tion und Geschäftssinn, die Venuszone Liebe und Sexualität. Der Mond wiederum steht für Intuition und Fantasie, Mars für Mut und Kampfgeist, Aktivität und Aggression.

"Wer sein Leben in seine Hände legt, wird die Veränderung spüren", so Alice Funk. Denn während Fingerabdrücke ein Leben lang gleich bleiben, können Handlinien wachsen und verschwinden. Oder sich ganz neue Wege suchen.

Autor: Bettina Plickert