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Wasserkraftwerk

Moderator Karsten Schwanke ("Abenteuer Wissen") hängt an einem Seil hundert Meter über dem Abgrund des riesigen Wasserkraftwerks von Kaprun; Bild: © ZDF / Roland Hagen; Accés Alpintechnik

Wunderwerk in den Alpen

Europas größtes Wasserkraftwerk

Die Männer schweben in schwindelnder Höhe. Auch Moderator Karsten Schwanke hängt an einem Seil hundert Meter über dem Abgrund. Vor sich eine Betonwand des riesigen Wasserkraftwerks von Kaprun. Die Anlage an den Hochgebirgsstauseen im Bundesland Salzburg ist eingebettet in die atemberaubende Kulisse des Großglocknermassivs. Für sein ZDF-Magazin "Abenteuer Wissen" (siehe TV-Tipp rechts) will Schwanke prüfen, wie genau es die Betreiber mit der Sicherheit nehmen. Sein Fazit: "Sehr genau. Jeder Quadratzentimeter der Staumauer wird kontrolliert."

Seit fast fünf Jahren arbeiten hier 300 Menschen auf Europas größter Kraftwerkbaustelle. Beim Projekt Limberg II werden zwei der Kapruner Seen durch einen fünf Kilometer langen unterirdischen Tunnel verbunden. Die neue Anlage wird nicht nur über Turbinen Strom generieren: Erzeugt das Kraftwerk mehr Energie als gerade benötigt, verwendet sie die überschüssige Kraft, um Wasser zurück in einen höher gelegenen See zu pumpen – wo es nochmals genutzt werden kann.

Im Frühjahr 2012 soll der etwa 400 Millionen Euro teure Tunnel in Betrieb gehen und die Leistungskapazität der ganzen Anlage von 353 auf 833 Megawatt steigern.

Lieber Wasser als Wind

Um sich von den endlichen fossilen Energien (Öl, Gas, Kohle) unabhängig zu machen, rüstet Österreich seine Wasserkraftwerke auf. Schon jetzt decken sie etwa 60 Prozent des nationalen Energiebedarfs, angestrebt werden 90. Zum Vergleich: In Deutschland sind es aktuell circa 1,6 Prozent.

Dabei ist Wasser eine höchst umweltfreundliche erneuerbare Energiequelle und im Gegensatz zu Windkraft genau zu kalkulieren. Gefahr droht möglicherweise durch die Erderwärmung: Schmelzen Gletscher ab, könnte Erdrutsche die Stauseen beeinträchtigen. Und damit die Staumauern. Klar, dass Sicherheitsexperten rund um die Uhr über sie wachen.

Autor: Thomas Kunze; Bilder: © ZDF / Roland Hagen; Accés Alpintechnik