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Digitales Fernsehen: Besseres Bild, besserer Ton, mehr Programme.

Fernbedienung für digitales Fernsehen - Digitalempfang sorgt auf Flachbild-Fernsehern für ein tolles Bild. Besonders wenn man auf HDTV umsteigt. - Foto © picture-alliance/ dpa/dpaweb

Wer braucht was?

Digitales Fernsehen

Es ist das Ende einer Ära. Aber dafür kommt damit eine neue richtig in Fahrt: Am 30. April wird das analoge TV-Signal über Satellit abgeschaltet, und das ist ein echter Grund zur Freude. Denn der Nachfolger namens Digitalfernsehen schlägt das "alte" TV in wirklich jeder Disziplin: Es liefert ein besseres Bild, besseren Ton und mehr Programme. Es ist nicht so anfällig für Empfangsstörungen und macht hochauflösendes Fernsehen (HDTV) mit seiner überragenden Bild- und Tonqualität überhaupt erst möglich. Auch das Bezahlfernsehen setzt digitale Technik voraus, faszinierende neue Funktionen wie dreidimensionales Fernsehen (3-D) und Internetdienste (Smart-TV) sowieso. Digitalfernsehen eröffnet viele spannende Möglichkeiten.


Digital-TV: Wer braucht was?

Voraussetzungen für Digital-TV
■ Ob für digitalen Empfang ein neues Gerät nötig ist (und welches), hängt ganz davon ab, welchen Fernseher Sie haben. Nicht vergessen: Kabel sind oft nicht dabei – am besten gleich dazukaufen.

1. Sie haben einen Röhren-Fernseher
Sie möchten jetzt keinen neuen Fernseher anschaffen? Dann benötigen Sie einen Digital-Receiver, den es in Elektromärkten ab 35 Euro gibt. Der Receiver muss eine breite Scart-Buchse haben, darüber wird er dann mit dem Fernseher verbunden. Eine umfassende Auswahl an Fernsehgeräten finden Sie hier im Preisvergleich.

2. Sie haben einen Flachbild-Fernseher
Schauen Sie in der Bedienungsanleitung nach – hat der Fernseher einen DVB-s-Empfänger? Wenn ja, brauchen Sie kein weiteres Gerät. Wenn nein, ist ein Digital-Receiver nötig, den Sie über ein HDMI-Kabel (im Fachhandel) mit dem Fernseher verbinden.

3. Sie möchten HDTV sehen
Dazu brauchen Sie einen Flachbildschirm. Für das hochauflösende Fernsehen muss er das Logo "HD ready" tragen. Ist ein HD-Empfänger für Satellitenfernsehen eingebaut, ist kein extra Empfänger nötig. Andernfalls brauchen Sie einen eigenen HD-Receiver.


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Analoges oder digitales Fernsehen

Ein Grund mehr, schon jetzt auf das neue digitale TV umzusteigen. Aber wer ist überhaupt von der Abschaltung des analogen Signals betroffen? Rund 1,8 Millionen Haushalte in Deutschland, schätzen Experten – bei 17,3 Millionen, die Fernsehen über Satellit empfangen. Ob man dazugehört, kann man leicht feststellen: Rufen Sie bei Das Erste, ZDF, ProSieben, Sat.1, RTL oder einem der Dritten Programme die Videotextseite 198 auf. Steht dort der Hinweis, dass Sie noch das analoge Signal nutzen, sollten Sie auf digitales Fernsehen umsteigen.

Nur über das Kabelfernsehen wird dann noch ein analoges Signal verbreitet – aber es ist bloß eine Frage der Zeit, bis auch das vorbei sein wird. Denn erstens rechnet es sich für die Sender nicht, alles doppelt auszustrahlen, und zweitens brauchen sie den Platz: Bis zu zehn digitale Kanäle können anstelle eines analogen übertragen werden. Für digitales Fernsehen ist lediglich ein anderer Empfänger (Receiver) nötig, für jeden Fernseher im Haus ein eigener. Gute Geräte gibt es schon ab 35 Euro.

Receiver: Beim Kauf auf die Stecker achten

Beim Kauf sind die Stecker wichtig: Möchte man noch seinen Röhrenfernseher anschließen, muss der Receiver eine Scart-Buchse haben – bei sehr alten Fernsehern ist sogar ein Antennenausgang (HF) nötig. Die neuen Flachbild-Geräte werden dagegen mit einem HDMI-Kabel verbunden. Hat auch der Receiver eine solche Buchse, ist das die beste Wahl.

Die gute Nachricht: In praktisch allen halbwegs neuen flachen Fernsehern, ob nun LCD, LED oder Plasma, ist ein Digitalempfänger bereits eingebaut. Fürs Satellitenfernsehen ist nur die Variante DVB-s geeignet (im Gegensatz zu DVB-t für Antennen-TV und DVB-c für Kabel). Darauf sollte man also achten. Ein neuer Fernseher ist für digitalen Empfang zwar nicht in jedem Fall nötig, für Besitzer eines alten Röhrengeräts aber dennoch sehr zu empfehlen. Denn die Neuen bieten nicht nur eine bessere Bildqualität und kommen mit deutlich weniger Stellfläche aus, je nach Bildschirmgröße verbrauchen neuere LED-Geräte auch noch entschieden weniger Strom.

Die Satellitenschüssel darf in jedem Fall bleiben. Nur bei solchen Anlagen, die älter als 20 Jahre sind, muss aller Wahrscheinlichkeit nach der Signalumsetzer (LNB) ausgetauscht werden. Das ist das kleine Gerät vorn an der Metallschiene vor der Parabolantenne. Ob der LNB digitaltauglich ist, kann man per Digital-Receiver leicht testen: Findet der bei einem Suchlauf alle Programme, ist kein Wechsel nötig. Andernfalls muss ein neuer LNB montiert werden, es gibt sie ab 20 Euro. Ist die Schüssel auf dem Dach befestigt, sollte man das am besten vom Fachmann erledigen lassen.

Übrigens: In Mietshäusern mit Gemeinschaftsantenne ist es Aufgabe des Vermieters, die Anlage umrüsten zu lassen. Und weil das als Instandhaltung gilt, dürfen die Kosten nicht auf die Miete aufgeschlagen werden.

Warum nicht gleich HDTV?

Ist die Schüssel auf dem neuesten Stand, ist sie auch fit für hochauflösendes Fernsehen (HDTV) – und das sollte man ausnutzen, wenn man einen Flachbildschirm im Wohnzimmer hat. Trägt der das Logo "HD ready", braucht man nur noch einen HD-tauglichen Receiver, der ab 60 Euro kostet. Damit kann man Das Erste, ZDF und Arte in viermal höherer Schärfe sehen und dazu knackigen Kinoton hören – vor allem bei Fußball, Filmen und Dokumentationen ist das ein echtes Erlebnis.

Am 30. April stellen auch 3sat, Phoenix, KiKa, ZDF Info, ZDF Neo, ZDF Kultur und die Dritten Programme von BR, NDR, SWR und WDR auf HD um, alle restlichen folgen 2014. Die Privatsender haben sich auf der Plattform HD+ zusammengeschlossen. Wer die insgesamt zwölf Kanäle der ProSieben- und der RTL-Gruppe hochauflösend empfangen möchte, muss allerdings einen Receiver wählen, der für HD+ zertifiziert ist, und 50 Euro pro Jahr zahlen. Kleiner Trost: Das erste Jahr ist gratis.

Die meisten Sender in hochauflösender Bildqualität kann man beim Bezahlfernsehen Sky sehen: Hier sind je nach Abonnement (ab 16,90 Euro pro Monat) bis zu 39 HDTV-Kanäle empfangbar. Aber auch ohne HD bietet das "normale" Digitalfernsehen bereits jede Menge Sender: mehr als 300 frei empfangbare TV-Kanäle. Dazu kommen noch mehr als 170 Radiosender. Damit man nicht den Überblick verliert, haben alle Receiver einen eingebauten Elektronischen Programm-Guide (EPG), der Informationen zum Programm direkt auf den Fernseher bringt.

Elektronischer Programm-Guide: bequemes Aufzeichnen

Vor allem wenn man gern Sendungen aufzeichnen möchte, ist der Elektronische Programm-Guide nützlich. Denn mit einem alten VHS-Videorekorder ist das Aufzeichnen nur etwas umständlich möglich: Das VPS-Signal (für Showview), das zuverlässig für einen pünktlichen Start der Aufnahme sorgte, gibt es beim neuen Digital-Fernsehen leider nicht mehr. Aber dafür eine bequeme Alternative: Bei vielen Fernsehern und Empfängern kann man nämlich eine Festplatte anschließen – und darauf Sendungen aufnehmen. Die Programmierung erledigt man im EPG mit einem Knopfdruck auf der Fernbedienung.

Noch komfortabler ist das bei Receivern, in die bereits eine Festplatte eingebaut ist und die oft auch noch zwei Empfangsteile haben. Dann kann man gleichzeitig ein Programm ansehen und ein anderes aufnehmen. Außerdem ist mit Festplatten-Empfängern zeitversetztes Fernsehen (Timeshift) möglich: Ein Druck auf die Pause-Taste der Fernbedienung hält die laufende Sendung an. Später kann man dann an derselben Stelle weiterschauen und auf Wunsch sogar "vorspulen". Wer mitten im Sonntagabend-"Tatort" gern mal angerufen wird, lernt diese Funktion rasch lieben. Ganz klar: Digitales Fernsehen ist ein großer Schritt nach vorn für das TV und für die Zuschauer. Fragt sich nur, warum sich alle so lange Zeit gelassen haben, ihn zu gehen.

Autor: Michael Fuchs