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15.000.000.0000 Steine wurden in der Chinesischen Mauer verbaut.

Foto © www.piqs.de / Fotograf:derhans , CC (Some rights are reserved.)

8.851,8 Kilometer Festungswall

Die Chinesische Mauer

Das größte Festungsbauwerk der Welt zieht sich quer durch China. Die spektakuläre Doku "China - Die große Mauer" im Ersten (Teil 1 am 29.12., 22.45 Uhr & Teil 2 am 30.12., 21.45 Uhr) zeigt jetzt, wie das Weltwunder entstand.

Man sagt, sie gleiche einem Drachen, dessen Körper sich endlos durchs Land winde. Die Chinesische Mauer, größtes Festungsbauwerk der Welt, beflügelte schon immer die Fantasie der Menschen. Daran können auch Wissenschaftler nichts ändern, die das Weltwunder ganz sachlich mit GPS-Ortung und Satellitenfotos vermessen haben. Exakt 8851,8 Kilometer ist er lang, der Drache - 2500 mehr als bislang angenommen. 6259,6 Kilometer bestehen aus Mauern, 359,7 aus Gräben und 2232,5 aus Naturbarrieren wie Flüssen oder Bergen. Nüchterne Zahlen. Doch die Geschichte der Chinesischen Mauer ist auch die Geschichte von Menschen, die sie unter Schweiß, Blut und Tränen erbauten.

Die Anfänge als Erdwall

Zwei Jahrtausende lang schufteten Chinesen für das Bollwerk - die herausragendste architektonische Leistung aller Zeiten. Allein Chinas erster Kaiser Qin Shi Huangdi (259 bis 210 v. Chr.) setzte 300.000 Soldaten und 500.000 zwangsverpflichtete Bauern ein, um bereits früher errichtete Mauern zu einem einzigen gigantischen Wall zu verbinden. Damit wollte er sein Reich gegen Nomadenheere aus dem Norden schützen.

Sehr abschreckend wirkte die Wanli Chang Cheng, die "unendlich lange Mauer", damals allerdings noch nicht. "Keine Ziegel, kein Mörtel - ziemlich anders, als man dachte", so beschreibt US-Experte David Spindler das Bauwerk. Neun Jahre lang erforschte er es vor Ort. "Es bestand aus Stampflehm, also aus Schichten festgeklopfter Erde. Eigentlich war es nur ein schmaler, hoher Erdwall. Die Verteidiger konnten nicht einmal hinaufklettern, um die Feinde abzuwehren."

Satellitenfotos zeigen sogar eine Vielzahl von Befestigungslinien, die fast den ganzen Nordosten Chinas durchziehen - nebeneinander, kreuz und quer, größtenteils unverbunden, errichtet auch als Abgrenzung zwischen frühen zerstrittenen Königreichen. Viele Wälle entstanden schon während der Han-Dynastie, also von 206 v. Chr. bis 220 n. Chr., oder im 6. und 12. Jahrhundert.

Autor: Kai Riedemann