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Trends zum TV von morgen

84 % der deutschen Haushalte sehen digital fern. - Foto: © picture-alliance / allOver

Besser fernsehen

Die 10 wichtigsten TV-Trends von morgen

Die TV-Technik entwickelt sich rasant wie nie. HÖRZU klärt Sie über die 10 wichtigsten TV-Trends von morgen auf.

Schon heute können die Zuschauer unter mehr als 120 Sendern wählen, mit Bezahlkanälen kommen noch mal 100 dazu. Und weitere Spartenprogramme sind bereits in Planung. Innovative Bildtechniken versprechen eine schärfere, detailreichere Wiedergabe, neue Übertragungswege bringen das TV aufs Handy. Was gerade schon möglich ist, was noch alles passieren wird.

HÖRZU beantwortet die 10 spannendsten Fragen rund um die wichtigsten TV-Trends von morgen:

1. Gibt es bald noch mehr Programme?

Mit Sat.1 Gold oder RTL Nitro sind in den vergangenen Jahren bereits Kanäle für bestimmte Zielgruppen gestartet. Weitere sogenannte Spartenprogramme sind in Vorbereitung, vor allem bei Privatsendern: ProSieben hat einen Kinder- und einen Sportkanal angekündigt, zudem soll es ProSieben Stars und K1 Doku geben. ARD und ZDF planen einen neuen Jugendkanal, den man jedoch nur im Internet sehen kann.

2. Wird das Fernsehbild noch schärfer?

Das hochauflösende Fernsehen HDTV, das viermal mehr Bildpunkte liefert als das „normale“ Fernsehen, setzt sich mehr und mehr durch – auch bei den Zuschauern. Und der nächste Schritt ist schon in Sicht: Bei UHDTV (Ultra High Definition Television) ist die Auflösung wiederum viermal höher als bei HDTV. Über den Astra-Satelliten gibt es bereits einen Demokanal, das erste richtige Programm pearl.tv soll im dritten Quartal folgen. ARD und ZDF werden vor 2018 nichts unternehmen. Der Clou von UHDTV: Selbst auf extrem großen Flachbildfernsehern erhält man damit noch scharfe Bilder. Mit DVB-T2 steht das hochauflösende Fernsehen übrigens auch über Antenne in den Startlöchern.

3. Welche Vorteile hat digitales TV?

Bereits 84 Prozent der deutschen Haushalte schauen digital fern, vor allem über Satellit oder Antenne. Auch im Kabel sind die Tage des analogen Fernsehens gezählt: Ab Juli bietet etwa Unitymedia in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg die Sender Sat.1 Gold, Astro TV und Bibel TV nur noch digital an, weitere Kanäle werden nach und nach umgestellt (Infos unter der Telefon-Hotline 0800/773 32 03).

Digitalfernsehen verspricht ein besseres Bild, mehr Sender und Komfortfunktionen. Da alle Fernsehgeräte, die seit 2010 gekauft wurden, einen digitalen Empfänger bereits eingebaut haben, ist die Umstellung für die meisten Zuschauer schnell zu machen.

4. Kann ich mir mein Programm künftig selbst zusammenstellen?

Das geht schon heute mit Watchmi, einem Dienst, der auf vielen Fernsehern und Receivern läuft. Man gibt unter www.watchmi.tv seine persönlichen Vorlieben an, woraufhin Watchmi Vorschläge für Sendungen macht, die einem gefallen könnten, und diese auf Wunsch auch automatisch aufnimmt. Zudem gibt es Themenkanäle mit Internetvideos zu verschiedenen Bereichen.

5. Wie schauen wir in Zukunft fern?

Die Zeiten, als sich die ganze Familie um Viertel nach acht vor dem Fernseher versammelte, gehen zu Ende. Inzwischen kommt das Programm auch auf den Computer, das Tablet oder das Handy. Immer mehr Sender liefern nicht nur ihr Hauptprogramm live über das Internet, sondern auch ergänzende Bilder. Das ZDF etwa überträgt das Warmlaufen der Spieler in der Champions League lediglich im Netz. Aber nicht nur wo wir schauen ändert sich, sondern auch wann: Abrufdienste und Mediatheken halten Hunderte Sendungen und Filme bereit, die man jederzeit ansehen kann.

6. Werden die Bildschirme noch größer?

Acht mal fünf Meter misst der derzeit größte Fernseher der Welt, doch er kostet auch 1,5 Millionen Euro. Im Elektronikmarkt gibt es 55-Zoll-Fernseher mit 1,4 Meter Bilddiagonale schon für rund 700 Euro – auch das war vor ein paar Jahren noch undenkbar. Ein größerer Bildschirm zieht den Zuschauer nicht nur stärker ins TV-Geschehen, sondern nutzt auch die neuesten technischen Möglichkeiten am besten aus. Ganz klar: In Zukunft werden die Fernsehgeräte noch größer – aber auch günstiger.

7. Was ist eigentlich SmartTV?

Damit sind die Internetfunktionen moderner Fernseher gemeint. Über ein eigenes Menü kann man damit etwa Nachrichten lesen oder Videos der Internetplattform Youtube schauen. Außerdem gibt es kleine Spiele und Internetfernsehkanäle, etwa von Automarken. Der neue Videotext (HbbTV) bietet Zugriff auf Informationen zum laufenden Programm und auf die Mediatheken der Sender, in denen man einen verpassten Krimi oder eine versäumte Doku jederzeit nachträglich abrufen kann.

8. Was bieten die neuen Fernseher?

Im Trend sind derzeit vor allem Geräte mit gebogenem Schirm, die für ein besseres Bild an den Rändern sorgen sollen. Neue Technologien wie die Quantum-Dot-Technik von Samsung lassen Farben heller und leuchtender erscheinen. Außerdem haben viele Hersteller die SmartTV-Funktionen verbessert (siehe Frage 7): Sie lassen sich jetzt einfacher und schneller bedienen.

9. Kostet Satelliten-TV bald Geld?

Nein, die "Grundverschlüsselung" ist seit Jahren vom Tisch. Wer jedoch Privatsender in hochauflösender Qualität sehen möchte, kann das nur mit einer speziellen Karte über die Plattform HD+: Für 60 Euro pro Jahr bekommt er dort über 50 Kanäle. In "normaler" Auflösung bleiben diese Sender allerdings frei empfangbar.

10. Wann wird der Ton endlich besser?

Viele Zuschauer klagen, Dialoge seien im Fernsehen häufig schwer zu verstehen. Schuld haben oft nicht die Sender: In flache Fernseher passen eben nur flache Lautsprecher, die dünn klingen. Mit externen Boxen wird der Ton besser. Neue Raumklang-Standards wie Dolby Atmos machen es heute schon möglich, jede Tonquelle separat zu regeln, theoretisch sogar die Stimmen einzelner Darsteller. In Kinos werden sie bereits eingesetzt. Wann das Fernsehen solche Techniken nutzen wird, steht aber noch in den Sternen.

Autor: Michael Fuchs