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Frau kauft Buecher

4,2 Milliarden Euro haben die Deutschen 2013 für Bücher ausgegeben. - Foto: Oli Scarff/Getty Images

Bücher

Die 10 erfolgreichsten Romane

Von Experten wird es seit Jahren totgesagt: das gedruckte Buch. Die Leser aber halten ihm die Treue und sorgen für neue Auflagenrekorde.

Der Alltag einer Buchhändlerin ist oft kurios. Die Londoner Antiquarin Jen Campbell, die ihre Erlebnisse aufschrieb und damit in England einen Bestseller landete ("Weird Things Customers Say in Bookshops"), wurde von Kunden schon gefragt: "Verkaufen Sie auch Bücher?" Offenbar ist eine Buchhandlung für manche heute ein exotischer Ort. Weil immer mehr Leser ihre Lektüre übers Internet beziehen, mussten in den vergangenen Jahren viele Läden schließen.

Zukunftsforscher prophezeien schon lange das Ende der gedruckten Werke. Doch der Eindruck der großen Krise täuscht. "Der Buchhandel vor Ort hat nichts von seiner Anziehungskraft verloren", sagt Heinrich Riethmüller vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels angesichts eines Umsatzwachstums von 0,9 Prozent im vergangenen Jahr. Positiv wertet er "den persönlichen Kontakt, die kompetente Beratung und das Einkaufserlebnis vor Ort".

Egal ob im Laden oder online erworben: Das Buch lebt! Im Jahr 2013 gaben die Deutschen laut Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) 4,2 Milliarden Euro für Bücher aus, so viel wie seit Jahren nicht mehr. Im Unterhaltungsbereich liegen sie – ohne Fach- und Schulbücher – mit einem Anteil von 42 Prozent vor Musikträgern, Spielen, Software, Kino und Video. Die Leipziger Buchmesse vermeldete im Frühjahr mit 175.000 Besuchern einen neuen Rekord.

Buchmarkt wandelt sich

Doch der Markt wandelt sich. Der Anteil an E-Books und Hörbüchern wird größer: Beide Segmente wuchsen im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent, trugen damit aber nur 200 Millionen Euro zum Umsatz bei. Vergleichsweise wenig, bedenkt man, dass Experten schon Ende der 90er unkten, E-Books würden gedruckte Bücher ablösen. Der Wandel vollzieht sich anscheinend langsamer. Findige Autoren wie Bestsellerkönig Paulo Coelho nutzen die neuen Medien dagegen für ihre Ziele. "Mir ging es nie um Geld oder Ruhm, sondern um Ideen, die ich mit möglichst vielen Menschen teilen möchte", sagt der Brasilianer, der Texte kostenlos auf seiner Internetseite anbietet. "Wenn ich viele E-Books verkaufe, steigt auch die Nachfrage nach den gedruckten."
Wohl wahr: Deren Auflage liegt weltweit bei 140 Millionen Exemplaren.


Die 10 erfolgreichsten Romane

1. Eine Geschichte aus zwei Städten 1859, Charles Dickens (GB) ca. 200 Millionen
2. Der Herr der Ringe 1955, John R. R. Tolkien (GB) ca. 150 Millionen
3. Der Hobbit 1937, John R. R. Tolkien (GB) ca. 100 Millionen
4. Der Traum der roten Kammer ca. 1759, Cao Xueqin (China) ca. 100 Millionen
5. Und dann gabs keines mehr 1939, Agatha Christie (GB) ca. 100 Millionen
6. Der König von Narnia 1950, C. S. Lewis (Irland) ca. 85 Millionen
7. Sie 1887, H. Rider Haggard (GB) ca. 83 Millionen
8. Der kleine Prinz 1943, Antoine de Saint-Exupéry (Frankreich) ca. 80 Millionen
9. Der Alchimist 1988, Paulo Coelho (Brasilien) ca. 65 Millionen
10. Der Fänger im Roggen 1951, J. D. Salinger (USA) ca. 65 Millionen

Ein Gespür für Bestseller haben wohl besonders die Briten: Sie tauchen gleich mehrfach in den Top Ten auf. Da die absoluten Zahlen nur geschätzt sind, kursieren leicht variierende Listen. Die Angaben stammen von der Internetseite Die besten aller Zeiten

Autor: Thomas Kunze