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Eine einsameHütte in den Bergen ist der ideale Ort, um zu sich selbst zu finden.

Foto © www.piqs.de / klavierspielerin, CC (Some rights are reserved.)

So finden Sie zu sich selbst

Der Kompass zum Glück

So unberührt wie frisch gefallener Schnee liegt es vor uns, das neue Jahr. Nach all dem Weihnachts- und Silvestertrubel kehrt langsam wieder Ruhe ein in unser Leben. Leider macht es uns der Alltag gar nicht so leicht, neben der äußeren auch die ersehnte innere Ruhe zu finden. Der Job, die Freunde, die Familie, zu viele Dinge beanspruchen uns, immer neue Probleme wollen gelöst werden. Oft hilft da nur ein strategischer Rückzug auf Zeit an einen ganz persönlichen Ort des Glücks.

Häufig zeichnet sich so ein Ort durch Stille aus, denn innere Ruhe ist eng mit äußerer Ruhe verbunden. Lärm wirkt fast immer störend, bewusst oder unbewusst. Er lenkt uns und unsere Gedanken ab. Wir ärgern uns zum Beispiel über den Renovierungskrach der Nachbarn oder können wegen des Verkehrslärms nur schlecht schlafen. Selbst Musik beeinflusst uns: Wir lauschen dem Text oder hängen Erinnerungen nach, statt einfach abzuschalten. Weil wir unsere Ohren aber nicht verschließen können, müssen wir Orte finden, die uns echte Ruhe schenken.

Den Weg dorthin kann unser innerer Kompass zeigen, denn jeder Mensch hat einen eigenen Ort, der ihm Erholung und Ausgeglichenheit schenkt. Er kann nah oder fern sein, drinnen oder draußen: Während die einen am liebsten in der eigenen Badewanne abtauchen, finden andere Klarheit beim Blick auf einen stillen See, etwa den Stechlinsee in Brandenburg, den Edersee in Hessen oder den Walchensee in Bayern. Autofreie Inseln wie Langeoog oder Hiddensee, ruhige Räume wie Museen oder Bibliotheken, der fast schwerelos dahingleitende Korb eines Heißluftballons - all das können Orte des Glücks sein. Genauso wie die abgelegene Alphütte in den Schweizer Bergen, in die sich die Autorin und Heilpraktikerin Ute Braun jeden Sommer zurückzieht.

Die Natur als Ruhepol

Es ist das Leben in der Natur und mit der Natur, das sie vollkommen entspannen lässt. "Für mich ist die Natur wie ein neutraler Raum", sagt Ute Braun, "dort fallen alle Bewertungen von mir ab." Ob etwas gut war oder schlecht, gefallen hat oder nicht: egal. Auf ihrer Alp ist einfach alles in Ordnung - so, wie es ist. "Die Natur nimmt mich immer, wie ich bin." Jeder Baum, jedes Kraut, jedes Tier. Und davon gibt es viele dort oben: Fast 40 Rinder betreut Ute Braun, bringt sie auf die Weide, mistet den Stall aus, melkt die Ziegen ihrer kleinen Herde, macht später Käse aus ihrer Milch, versorgt Hühner, Hasen und andere Kleintiere. "Ich habe früher nicht gewusst, wie kostbar Tiere sind in ihrer ganzen Arglosigkeit", sagt die 52-Jährige. "Die tun einem nie vorsätzlich etwas Böses, etwa weil sie sich gerade geärgert haben." Ganz im Gegensatz zu manchen Menschen.

Autor: Melanie Schirmann