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Schloss Elmau G7-Gipfel

Der G7-Gipfel findet in dem 5-Sterne-Hotel "Schloss Elmau" statt.
Foto: © BR/Tangram-Film/Kirsten Esch

Im TV: "Das Schloss, der Gipfel und die Macht"

Der G7-Gipfel auf Schloss Elmau

Für den G7-Gipfel reisen die wichtigsten Politiker der Welt zum Schloss Elmau in die bayerische Provinz. Porträt einer Bergregion im Ausnahmezustand.

Ein abgeschiedenes Bergtal, ein edles Hotel und sieben Politgrößen, Staatsmänner wie -frauen: Das kleine Klais in der 2000-Seelen-Gemeinde Krün bei Garmisch-Partenkirchen ist Gastgeber des wichtigsten Politereignisses des Jahres. Hier treffen sich am 7. und 8. Juni Vertreter der bedeutendsten Industrienationen der Welt zum G7-Gipfel.

Tausende Sicherheitskräfte, Sanitäter, Journalisten und Demonstranten werden in die Region reisen. Sie alle müssen untergebracht und versorgt werden. Ein Ausnahmezustand.

Eine Bergregion im Ausnahmezustand

Die Filmautorin Kirsten Esch beobachtet die minutiösen Vorbereitungen seit gut einem Jahr. In der Sendung "Das Schloss, der Gipfel und die Macht" (Mo., 1.6., 22.45 Uhr, Das Erste, s. auch TV-Tipps rechts und in unserem TV-Programm) zeigt sie, wie sich die Region für den Ansturm wappnet. "Gerade in den letzten Wochen hat die Anspannung spürbar zugenommen", berichtet sie. "Viele fragen sich: Was wird der Gipfel bringen? Wie viele Demonstranten werden wirklich kommen?"

Bündnis "Stop G7 Elmau"

Seit Wochen bringen sich die G7-Gegner in Stellung, das Bündnis "Stop G7 Elmau" rechnet mit bis zu 10.000 Unterstützern. Nicht unrealistisch: Schon zur Eröffnung des Neubaus der Europäischen Zentralbank in Frankfurt gab es im März heftige Krawalle. Um das zu verhindern, rückt die Polizei mit einem Großaufgebot an. Bis zu 17.000 Beamte sollen im Einsatz sein, Schloss Elmau wird weitläufig abgeriegelt.

Protest im Naturschutzgebiet

Brisant: Elmau liegt mitten in einem Naturschutzgebiet. "Die Menschen hier haben Angst, dass der Gipfel das Gesicht der Natur verändern, wenn nicht gar zerstören könnte", sagt Esch. Welche Spuren der Protest hinterlässt? Und wie viel Müll? Schwer absehbar. Die Politiker werden von den Demonstrationen eher wenig mitbekommen. Sie fliegen von München aus per Helikopter direkt zum Hotel. Abgeschirmt von der Öffentlichkeit können sie sich dort in Präsidentensuiten, Kaminzimmern, Loungebereichen und Bibliotheken zurückziehen. 300 Hotelangestellte sorgen für ihr Wohl.

Was der G7-Gipfel für die Region bringt

Insgesamt ein enormer Aufwand. Und der kostet: 130 Millionen Euro sind veranschlagt – für zwei Tage Weltpolitik. Immerhin verspricht sich die Region von dem ganzen Rummel einen Imagegewinn und mehr Touristen. "Die Menschen hoffen und fürchten für ihre Heimat", meint Esch. "Was der Gipfel für die Region am Ende bringen wird, ist für alle ungewiss."

Autor: Manuel Opitz