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Majestätisch: Shiva-Statue in Bangalore (Iindien)

Majestätisch: Shiva-Statue in Bangalore (Iindien) - Foto © dpa Picture-Alliance GmbH

Teil 10 der neuen großen HÖRZU-Reihe

Das Wissen der Welt

Geschichte - Warum wurde die Chinesische Mauer gebaut?

Man sagt, sie gleiche einem Drachen. 8851,8 Kilometer windet sich die Chinesische Mauer durchs Land. Doch das Bollwerk für die Ewigkeit entstand keineswegs in einer einzigen Kraftanstrengung. Zwei Jahrtausende bauten Chinesen an Verteidungungswällen, die den Nordosten Chinas durchziehen – nebeneinander, kreuz und quer, errichtet auch als Abgrenzung zwischen früheren zerstrittenen Königreichen. Die Chinesische Mauer, wie wir sie vor Augen haben, ist jedoch "erst" rund 500 Jahre alt. Damals überrannten feindliche Mongolen die alten Wälle. Ein besserer Schutz musste her, mit Wach-und Signaltürmen, auf denen in Abständen von wenigen Hundert Metern Soldaten stationiert waren – erbaut aus über 15 Milliarden Steinen.

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Geist - Welche Bedeutung hat der Hindu-Gott Shiva?

Götter können kompliziert sein. Unter 1008 verschiedenen Namen kennt man Shiva, einen der drei Hauptgötter der Hindu-Religionen. Auch sein Äußeres verwirrt: "Er wird mal als Asket mit Stundentrommel und Dreizack dargestellt, mal als Herr des Tanzes im Flammenreifen und anderes mehr", sagt Prof. Martin Baumann, Religionswissenschaftler an der Universität Luzern. Shiva hat vier Arme, trägt eine Schlange um den Hals, eine Mondsichel im Haar. Und seine Aufgabe? Prof. Baumann: "Shiva ist zugleich Zerstörer von Dämonen und Unwissenheit wie auch ein Gott, der Wohltaten gewährt und Schutz bietet. Das spiegelt sein Name Shiva als der 'Glückverheißende' treffend wider.“ Im Westen wird er meist nur als Weltenzerstörer gesehen und steht doch für Schöpfung. Denn das Alte muss erst vergehen, bevor Neues entsteht. Die Vielfalt Shivas macht gleichzeitig die Vielfalt des Hinduismus deutlich. Die mit 950 Millionen Anhängern drittgrößte Religion besteht genau genommen aus vielen Glaubenslehren und Götterwelten.

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Wissenschaft - Wie hält uns die Schwerkraft am Boden?

Es ist die Kraft, die alles fallen lässt. Gravitation (lat. "gravitas" = Schwere) sorgt dafür, dass Äpfel vom Baum purzeln und Regentropfen auf uns niederprasseln. Ohne Schwerkraft hätte der Mensch keinen leichten Stand im Leben – er würde hilflos schweben, wie Astronauten im All. Gravitation ist eine der vier Grundkräfte, die überall im Universum wirken. Was uns Bodenhaftung gibt, hält auch unseren Planeten in seiner Umlaufbahn um die Sonne. Auf diese Allgemeingültigkeit kam Physikgenie Isaac Newton (1643–1727) angeblich, als er grübelnd unter einem Obstbaum saß und ihm ein Apfel auf den Kopf fiel. Die unsichtbare Kraft zieht uns und alles in der Umgebung in Richtung Erdmittelpunkt. Je mehr Masse ein Himmelskörper hat, umso größer die Schwerkraft. Wer auf der Erde 80 Kilo wiegt, bringt auf dem Mond nur 12,8 Kilo auf die Waage, auf der Sonne aber 2240! Noch sind nicht alle Rätsel gelöst. Forscher suchen nach dem sogenannten Graviton, das Träger der Gravitationskraft sein soll. Sie träumen sogar davon, Schwerkraft bei Bedarf abschalten zu können – wie eine Lampe.

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Wissenschaft - Wo steht die eisigste Forschungsstation?

Zieht euch warm an! Wer die letzten Geheimnisse unseres Planeten lüften will, darf vor Kälte nicht zurückschrecken: Die Antarktis gilt als eine der wichtigsten Forschungsregionen der Erde, auch für die Wissenschaftler der deutschen Station Neumayer III. Dort wird vor allem auf den Gebieten Geophysik, Luftchemie und Meteorologie geforscht – bei bis zu minus 48 Grad Celsius. Nicht die einzige Herausforderung. Denn die Station steht auf Schelfeis, das im Meer schwimmt und mit Gletschern an Land verbunden ist. "Wir haben eine neue technische Lösung konzipiert, um auf dem sich bewegenden Schelfeis bauen zu können", erklärt Dr. Hartwig Gernandt vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven. Neumayer III steht auf höhenverstellbaren Stützen. So kann die Plattform etwa bei wachsender Schneedecke angehoben werden. Dr. Gernandt: "Sonst müssten wir – wie bisher – alle zehn bis 15 Jahre eine neue Station bauen." Bis zu 40 Menschen arbeiten und wohnen in der Antarktisbasis. Abenteuer inklusive: Erst vor Kurzem rammte ganz in der Nähe ein 45 Milliarden Tonnen schwerer Eisberg das Schelfeis.