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Seine Heiligkeit der 14. Dalai-Lama

Seine Heiligkeit der 14. Dalai-Lama - Foto © www.piqs.de / Oberon81, CC (Some rights are reserved.)

Teil 1 der neuen großen HÖRZU-Reihe

Das Wissen der Welt

"Quarks & Co.", Dienstag, 13.04.2010, WDR, 21.00 Uhr
Wissensmagazin mit Ranga Yogeshwar. Alzheimer: Kampf gegen das Vergessen

Die Welt ist voller Rätsel. Täglich werden neue gelöst, täglich überrollt uns eine gigantische Flut von Erkenntnissen, Daten und Fakten. Kaum zu glauben: Alle paar Jahre verdoppelt sich das Wissen der Menschheit! Schon heute bieten Enzyklopädien ausführliche Artikel zu mehr als einer Million Stichwörtern. Doch was ist wirklich wichtig? Was sollte man wissen, um Zusammenhänge zu verstehen? Die HÖRZU-Serie beantwortet die spannendsten Fragen aus allen Wissensgebieten.

Erde - Welche Kräfte toben im Inneren unseres Planeten?
6371 Kilometer lang wäre eine Reise zum Mittelpunkt der Erde. Doch bislang konnten Forscher mit kleinen "Piksern" nur wenige Kilometer vordringen. Wie unser Planet aufgebaut ist, müssen Messungen und Simulationen verraten. Fest steht: Was vor 4,5 Milliarden Jahren brodelte, tobt noch heute – ein Glutofen, von dem uns die Erdkruste trennt. 30 bis 60 Kilometer dick ist sie unter den Kontinenten, im Verhältnis wie die Schale eines Apfels. Darunter steigt die Temperatur an, erst auf 1500 Grad Celsius im äußeren Erdmantel, bis auf 6000 Grad im Kern. Messungen zeigen, dass vor allem radioaktiver Zerfall das Innere aufheizt. Zähflüssiges Magma steigt auf, wird dabei kühler, sinkt wieder ab und verschiebt so die Kontinente. Denn die Erde ist der einzige Planet des Sonnensystems, dessen Schale in bewegliche Platten zerbrochen ist. An den Kanten quillt Magma empor, Vulkane spucken Feuer. Und wo die Platten aufeinandertreffen, bebt die Erde. Auch das Magnetfeld unseres Planeten entsteht vermutlich im Erdkern.

Erde - Die längsten Flüsse der Erde
Die Forschung sucht den Superfluss: Nil oder Amazonas – wer ist länger? Für die Messung ist entscheidend, welche Quellflüsse mitgerechnet werden. Beim Nil ergeben sich einheitlich 6671 Kilometer, doch beim Amazonas mit seinen vielen Nebenflüssen weichen die Angaben stark voneinander ab. Platz 1 erobert er, wenn man die entfernteste Quelle in den peruanischen Anden zugrunde legt.

Top Ten
1. Amazonas: 6788 km
2. Nil: 6671 km
3. Jangtsekiang: 6000 km
4. Mississippi: 5970 km
5. Ob/Irtysch: 5410 km
6. Gelber Fluss (Hwangho): 4845 km
7. Mekong: 4500 km
8. Amur: 4440 km
9. Lena: 4400 km
10. Kongo: 4374 km

Erde - Wie entstehen Blitz und Donner?
Es ist schwül, die Luft scheint zu knistern. Dann zuckt der erste Blitz. 2.354.567 waren es allein im Jahr 2009 über Deutschland. Umso verblüffender, dass ihre Entstehung immer noch nicht restlos geklärt ist. Das Grundprinzip: In Gewitterwolken wird die warme Luft nach oben gerissen. Regentropfen, Eiskristalle, Hagelkörner stoßen zusammen, reiben aneinander. Dabei lädt sich die Wolke auf. Im oberen Teil sammeln sich positiv geladene Teilchen, im unteren die negativen. Ist die Spannung hoch genug, entlädt sie sich in einem Blitz. Für eine solche Entladung müsste rein rechnerisch eine Feldstärke von drei Millionen Volt/Meter herrschen. Doch die wurden bislang noch nie gemessen. Warum zucken Blitze trotzdem? Einige Experten tippen auf kosmische Strahlung als Zündfunke. Wesentlich einfacher ist da Donner zu erklären: Durch die Hitze des Blitzes dehnt sich Luft explosionsartig aus. Der Knall wandert mit Schallgeschwindigkeit übers Land.

Autor: Dr. Kai Riedemann