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Die Sagra di Sant’Efisio in Cagliari.

Die Sagra di Sant’Efisio in Cagliari: An der Prozession nehmen alljährlich Tausende Folkloregruppen aus der ganzen Insel teil. - Foto © picture-alliance / DUMONT Bildar

Plus: Tipps rund um Urlaub und Reise

Sardinien neu entdecken

Jetzt noch auf die Trauminsel Sardinien im Mittelmeer reisen? Ja, gerade jetzt, sagen Kenner! Im Herbst verspricht sie Sonnengarantie, stille, romantische Tage und Überraschungen.

Könnte es nicht schon zu kühl sein? Immer noch überlaufen? Und kennt man die Insel nicht schon allzu gut? Keine Sorge! Das Einzige, was Sie jetzt beim Reiseziel Sardinien bedenken sollten, ist Folgendes: Möglicherweise ist die sardische Küche, die mit ofenfrischem Brot, Fleisch vom Grill und Käse aller Art lockt, nicht förderlich für "la bella figura" – wohl aber für "la dolce vita", das süße, entspannte Leben. Die Sorgen von zu Hause – verflogen. Die Hektik – weit weg. Sardinien heißt ankommen – bei sich selbst. Dafür ist die Insel perfekt. Besonders in dieser Jahreszeit.

Urlaub Sardinien

Südseeflair: Am Sandstrand von Cala Goloritze im Osten der Insel. - Foto © picture-alliance / Roland Holsch


Reiseinfos: Sardinien neu entdecken

Flüge
Von Frankfurt am Main zur Inselhauptstadt Cagliari ab 320 Euro, von München nach Cagliari ab 226 Euro (Alitalia).
Fähre
Die Hin- und Rückreise von der italienischen Hafenstadt Livorno in der Region Toskana nach Olbia, das im Nordosten Sardiniens liegt, gibt es ab rund 263 Euro für zwei Passagiere inklusive Auto (Moby Lines).
Hotel
Doppelzimmer im "Lantana Resort Hotel & Apartments" in Pula (vier Sterne) ab 133 Euro. Ins antike Nora, Sardiniens älteste Stadt mit beeindruckenden Ruinen, sind es von dort nur 1,5 Kilometer (www.expedia.de).


Sardinien: Der Spätherbst lädt zum Bad

Dieses türkisfarbene Wasser, wie glatt gebügelt, ein Spiegel der Sonne. Bis in den späten Herbst herrscht mildes Klima. Es ist sogar noch Badewetter, zumindest im Süden, denn die Temperaturen sind dort stets um einige Grad höher als im Norden. Der Schwarze Kontinent liegt keine 180 Kilometer entfernt. Sardiniens Südküste, östlich und westlich von Cagliari, ist mit der Vorahnung auf Afrika ein reizvolles Ziel für die Nachsaison.

Hier geht es eher ruhig zu, das Leben wirkt noch unverfälscht. Und ganz allmählich leeren sich auch die Strände. Wer ein Stück vom Glück sucht, findet es zum Beispiel südlich von Pula, wo sich heller Sand in sanfte Buchten schmiegt, deren Hügel mit buschiger Macchia überwuchert sind. Hier entdeckt man noch verschwiegene Ecken, feinsandig, eingerahmt von graurosa Granitfelsen und Schirmpinien.

Urlaub Sardinien

Abendstimmung auf der Piazza Civica in Alghero. - Foto © picture-alliance / DUMONT Bildar

Natur und Kultur ohne Hitze und Massen – jetzt bietet es sich geradezu an, mit dem Leihwagen auf Entdeckungstour zu gehen. Das zweitgrößte Eiland im Mittelmeer besteht zu ungefähr zwei Dritteln aus Hügellandschaft und verspricht 2000 Kilometer Küste mit Puderzuckerbuchten. Man findet rosa Muschelstrände wie die von Tuerredda, Dünen wie jene von Chia an der Costa del Sud, Korallenriffs, bizarre Felskreaturen, die an Fabelwesen erinnern, wie die von Palau und der Insel Maddalena. Kein Zweifel, die Welt scheint hier noch ein bisschen schöner zu sein als anderswo. Und auch exklusiver, jedenfalls im Nordosten.

An der Costa Smeralda, der Smaragdküste mit der Jetset-Oase Porto Cervo, mischt sich der Duft alten Geldes mit der salzigen Meeresbrise und dem Aroma der Pinien. Selten sieht man so viel Stil und Understatement. Wer hier urlaubt, protzt nicht – nur die Jachten lassen sich halt nicht verstecken. Steinreich ist die Insel auch in anderer Hinsicht: Nuraghen überziehen das Eiland, kegelförmige Steinbauwerke. 7000 dieser jahrtausendealten Türme sind heute noch erhalten. Weiterhin sieht man überall Tancas, Trockenmauern, die Häuser umgeben. Alles geheimnisvolle Zeugen der Vergangenheit.

Sardinien, das sind auch felsige Steige hinauf in eine schroffe Bergwelt und abgelegene Hirtenpfade durch duftende Wälder mit Stein- und Korkeichen, Kastanien und Maronenbäumen, vorbei an gespenstisch verkrümmten Olivenbäumen und jahrhundertealten Bauernkulturen. Wer dieses Sardinien sucht, sollte es sich erwandern: in der Barbagia, dem Barbarenland, wie man das Landesinnere nennt. Als Ausgangspunkt für Wanderungen etwa durch den Gebirgszug Supramente ist Orgosolo ideal. In waghalsigen Haarnadelkurven geht es hinauf zu diesem Bergdorf, das seit jeher Hort des sardischen Widerstands ist. Noch heute verzieren bunte Protestmalereien, sogenannte Murales, die Fassaden vieler Privathäuser und öffentlicher Gebäude.

Städte mit Charme

Auch zwei Städte verdienen es, erkundet zu werden: Alghero und Cagliari, die Inselhauptstadt. Sardinienfans ereifern sich gern über die Frage, welche reizvoller, interessanter, origineller ist. Die einen preisen Alghero mit seinen meterdicken Stadtmauern, mächtigen Bastionen, engen Gassen und prachtvollen Bürgerhäusern. Manches kündet noch heute von 400 Jahren Fremdherrschaft durch Katalonien. Die Flaniermeilen heißen "Ramblas", und die Lokale tischen Paella auf. Andere erklären das uralte, aber heute so moderne, pulsierende Cagliari zu ihrer Lieblingsstadt.

Ein Gassenwirrwarr, herrschaftliche Bürgerhäuser, Fassaden mit Patina, lange Arkaden mit Cafés und Bars – sich hier treiben zu lassen ist sinnliches Vergnügen. Romantisch wird’s abends bei einem Essen in der Via Sardegna. An den uralten Häusern nagt die Zeit, die Trattorien bieten traditionelle sardische Küche, die Tische stehen draußen.

Serviert wird Pane carasau, ein hauchdünnes, knusprig gebackenes Fladenbrot, Pecorino romano, der würzig-pikante Schafskäse, dazu vielleicht ein Cannonau, ein Landwein in kleinen Wassergläsern. Man genießt das Leben. Und wenn man den Gruß "A kent’ annos!" hört – "Auf 100 Jahre!" –, dann kann man das ernst nehmen. Nirgendwo sonst auf der Welt leben so viele Hundertjährige wie auf Sardinien.


Tipps rund um Urlaub und Reise

Deutschlands schönster Wanderweg 2013: Traumpfad Eltzer Burgpanorama

Wandern Burg Eltz

Foto © picture alliance / Robert Hardin

Unterwegs zu einem wahren Märchenschloss: Burg Eltz ist Lohn für die Mühe eines steilen Anstiegs, der immer wieder herrliche Aussichten bietet. Der Traumpfad Eltzer Burgpanorama nahe der Mosel wurde vom Fachblatt "Wandermagazin" zu Deutschlands schönstem Wanderweg 2013 gekürt. Die Tour ist 12,6 Kilometer lang und gut in drei bis fünf Stunden zu bewältigen.

Mit dem Schiff auf Reisen: neuer Katalog

Wer die Welt vom Wasser aus entdecken will, findet viele Angebote fürs nächste Jahr in dem neuen Schiffsreisenkatalog von Wolters Reisen/TUI, der jetzt in den Reisebüros ausliegt. Das vielfältige Angebot reicht von der Expedition bis zur Kreuzfahrt. Preisbeispiel: sieben Tage auf der Hurtigrutenstrecke in Norwegen von Kirkenes nach Bergen kosten ab 1498 Euro.

Informationen rund um den Flug direkt aufs Handy
Ob Flugbuchung, Check-in, Reisehinweise oder Sonderleistungen: Alle Informationen rund um ihren Flug können Condor-Kunden jetzt über eine kostenlose iPhone-App abrufen. Die App für iOSGeräte kann im Apple Store heruntergeladen werden.

Frühzahler-Rabatt für Verkehrssünder in Italien
Wenn man in Italien wegen Falschparkens oder zu hoher Geschwindigkeit erwischt wird, sollte man die Geldbuße innerhalb von fünf Tagen begleichen. Dann zahlt man neuerdings 30 Prozent weniger.

Autor: Anja Matthies