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Nadine Warmuth und Jan Hartmann in ''Rosamunde Pilcher: Die falsche Nonne''

Nadine Warmuth und Jan Hartmann in ''Rosamunde Pilcher: Die falsche Nonne'' (23.09., 20.15 Uhr, ZDF) / Foto: © ZDF und Jon Ailes

Cornwall, Dorset, Somerset

Rosamunde Pilcher: Reisen zu den schönsten Drehorten

Manche Regisseure, heißt es, holen ihre Schauspieler morgens um fünf aus dem Bett, um wenigstens für ein paar Stunden ungestört von Zaungästen arbeiten können. Für viele im Team eine Qual – aber auch Stöhnen auf hohem Niveau. Schließlich gäbe es gar keine Dreharbeiten ohne die seit Jahren beliebten Rosamunde-Pilcher-Romanzen, die meist im Südwesten von England entstehen.

Viele Touristen, die sich am Rande der öffentlichen Drehs einfinden, kommen nach Cornwall, allein weil sie dem landschaftlichen Reiz der Filme erlegen sind. "Rosamunde Pilcher hat unser Englandbild geprägt", sagt Andrea Klingenschmitt, Herzkino-Expertin beim ZDF. Das Schöne: Oft übertrifft die Realität in Cornwall, Dorset, Somerset, aber auch in Schottland noch die Filmwelt.

Die herrlichen Steilküsten, geprägt von Ebbe und Flut, sind selten überlaufen. Immer wieder finden sich Ecken, wo der Wind der einzige Begleiter ist. Die berüchtigt schmalen, von hohen Hecken begrenzten Landstraßen verbinden Städtchen, in denen Meeresrauschen den Autoverkehr übertönt. Draußen auf dem Atlantik schippern Trawler vorbei, abends bringen sie mit Glück frisch gefangenen Hummer in die Häfen. "Die Landschaft, die Küste – das ist der Zuckerguss auf unseren TV-Stücken", sagt Pilcher-Kennerin Klingenschmitt. HÖRZU stellt die begehrtesten Filmorte vor.


Der Newquay Beach in Cornwall / Foto: © picture alliance/Robert Harding World Imagery

Newquay, Cornwall - Im Zentrum der Liebe

Die Zehen im Sand, ein Eis in der Hand, ein Bummel durch Antiquitätenläden – so vergehen die Tage. Die Abende: mit einem Drink in einer Bar. Newquay bietet entschleunigtes Genießen, gute Hotels und Restaurants. Eines, das "Fifteen Cornwall", gehört Starkoch Jamie Oliver. Die Stadt thront hoch über Cornwalls Klippen, grenzt unten an kilometerlangen weißen Sandstrand. Wie in vielen Pilcher-Filmen war Newquay auch bei "Die falsche Nonne" Hauptsitz der Crew. Ein idealer Standort, weil andere Lieblingsplätze wie St. Ives oder das edle Padstow mit dem Herrensitz Prideaux Place (von Ostern bis Oktober für Besucher geöffnet) gut erreichbar sind.


Der Hafen von St. Ives / Foto: © picture alliance/Robert Harding World Imagery

St. Ives, Cornwall - Magische Schönheit

Steil windet sich die Straße vom Ortseingang hinunter zum Hafenplatz. Blumenumrankte Granithäuser baden in warmen Sonnenstrahlen. Den Platz teilen sich ein paar Restaurants und die alten Fischhallen, die für alle geöffnet sind. Das einmalige Licht, die würzige Atlantikluft, der unverbaute Meerblick, Malwerkstätten und einige angesehene Kunstgalerien – ein Hauch von Boheme. Die Magie von St. Ives ist sprichwörtlich. Das Städtchen und seine Strände waren oft Schauplatz von Pilcher-Dramen.

Im Sommer kann es deshalb richtig voll werden. Trotzdem ist das Leben entspannt, das alte England allgegenwärtig. Weil die Gassen hier so schmal sind, empfiehlt es sich, den Ort von der Carbis Bay aus zu Fuß zu erobern. Oder man reist per Bahn an: Die Küstenstrecke von St. Erth über Lelant nach St. Ives gehört zu den schönsten der Region.


Dunrobin Castle / Foto: © dpa Bilderdienst

Dunrobin Castle, Schottland - Neogotisches Märchenschloss

"Wintersonne" war einer der großen Bestseller von Rosamunde Pilcher. Zum Drehort der starbesetzten ZDF-Verfilmung wurde das imposante Dunrobin Castle bei Golspie an der schottischen Nordostküste gewählt. Das neogotische Märchenschloss aus dem 13. Jahrhundert umfasst sagenhafte 189 Zimmer. In einigen sollen – wie es sich für die schottischen Highlands gehört – echte Geister spuken. Der noble Herrensitz der alteingesessenen Herzöge von Sutherland ist so oder so bis heute bewohnt. Es gibt zudem eine Falknerei, in der täglich Vorführungen mit Greifvögeln stattfinden, sowie einen eigenen Schlossbahnhof, den man mit dem Zug von Inverness aus erreicht. Für Besucher geöffnet von April bis Oktober.


Die Pulteney Bridge in Bath / Foto: © picture alliance/Robert Harding World Imagery

Bath, Somerset - Römische Bäder, modernes Leben

Natalia Wörner, Rupert Everett und Hans-Werner Meyer sind die Stars des neuen Weihnachts-Zweiteilers nach Rosamunde Pilchers Erzählung "The Other Wife" (Die andere Frau). Bei so viel Prominenz müssen auch die Drehorte außergewöhnlich sein. Neben Cornwall kam so das ehrwürdige Bath am südlichen Ende einer Hügelkette, der Cotswolds Hills, ins Spiel. Die Stadt ist berühmt für ihre römischen Bäder, die im Jahr 43 n. Chr. entstanden. Prachtvolle Gebäude, vor allem aus der georgianischen Epoche, zeugen von ihrer langen Tradition als wohlhabender Kurort. Heute lockt Bath mit vielen Antikmärkten, dem Gourmetfestival "Great Bath Feast" (23.9. bis 31.10.) und hochrangigen Literatur-Events.


Durdle Door, die Felsbrücke aus Kalkstein an der Jurassic Coast / Foto: © picture alliance/Robert Harding World Imagery

Durdle Door, Dorset - Das Tor zum Meer

Mehr als 200.000 Wanderer erkunden jährlich den Weg zwischen Lulworth Cove und dem Felsentor Durdle Door an der Jurassic Coast in Dorset. Das Tor gehört zu den meistfotografierten Sehenswürdigkeiten. Der Name "Durdle" leitet sich vom altenglischen "Thirl" ab, was Bohrung oder Bohrloch bedeutet. Das Felsentor wurde von den Wellen geformt: Weichere Steine hinter dem harten Kalkfelsen erodierten, sodass das Meer ein Loch in den Felsen spülte. Dem Flair der stets gegenwärtigen Urgewalt kann sich kein Besucher entziehen.


Rosamunde Pilcher im TV-Programm:

''Die falsche Nonne''
SO 23.09., 20.15 Uhr, ZDF

''In der Mitte eines Lebens''
SO 14.10., 20.15 Uhr, ZDF

Autor: Sabine Goertz-Ulrich