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Mauna Kea Beach Hawaii

Traumstrand und Traumbucht: Mauna Kea Beach auf Big Island Hawaii; Bild: © picture-alliance / augenklick/Sammy Minkoff

Susanne Holst über die Inselgruppe im Pazifik

Reisen nach Hawaii

Schon ihr Leben in Deutschland ist sehr vielseitig: Susanne Holst, Ärztin und Zwillingsmutter, moderiert "ARD-Ratgeber: Gesundheit", "Tagesschau" und "Tagesthemen", schreibt Medizinbücher und ist in diesem Jahr neben Ulrike Folkerts und Dieter Moor Patin der ARD-Themenwoche "Der mobile Mensch", die sie mit dem "Berliner Gespräch" eröffnet.

Susanne Holst über die idyllischen Inselgruppe im Pazifik

Obendrein reist die Hamburgerin gern und viel. Ihr Lieblingsziel: Hawaii. Dort besitzt sie sogar ein Haus. In HÖRZU schildert sie ihr Leben auf der idyllischen Inselgruppe im Pazifik:

Hawaii ist ein Paradies

Die Faszination von Hawaii lässt sich schwer in Worte fassen. Man muss dieses Paradies mit allen Sinnen erleben: die üppige Natur, ihre Vielfalt und ihre Kraft. In unserem Haus auf der Insel Big Island leben wir mitten im Dschungel. Man spricht so oft von Sehnsuchtszielen. Hawaii ist wirklich eines.

Leider ist es weit, weit weg. Oft werde ich gefragt, wie ich überhaupt zu meinem exotischen Zweitwohnsitz gekommen bin. Ich habe ihn meinem Mann zu verdanken. Das Haus hatte er schon, bevor wir uns kennenlernten. Er arbeitet viel in den USA und in Australien. Da liegt Hawaii strategisch günstig.

Vor 19 Jahren zeigte er mir die Insel zum ersten Mal, um zu testen, ob es mir hier gefallen könnte. Ob ich mir vielleicht vorstellen könnte, häufiger hier zu sein und zeitweilig hier zu leben. Die Frage erübrigte sich sofort, als ich ankam. Es war Liebe auf den ersten Blick. Ich war überwältigt von der Vielfalt, der Wildheit, der Schönheit dieser Inselgruppe.

Die Landschaft auf Hawaii

Natürlich gibt es die traumhaften Strände, die man aus den amerikanischen Filmen und TV-Serien kennt. Aber nur einen Katzensprung entfernt davon sind auch die Berge, der Dschungel oder mondähnliche Lavalandschaften.

Liebliches und Raues liegen dicht beieinander. Hier wachsen Avocados, Mangos, Ananas und Orchideen – dort brodelt gleich nebenan Lava. Man kann morgens in den Bergen Ski fahren und nachmittags im Meer baden.

Die Inseln von Hawaii

Hawaii besteht aus vielen Inseln, die alle ihren eigenen Charakter haben: Das Eiland Oahu ist Anlaufpunkt für viele Touristen, hier liegt auch die Hauptstadt des US-Bundesstaates Hawaii: Honolulu, eine Metropole mitten im Meer. Was man sich auch wünscht, hier bekommt man es garantiert.

Doch ich würde nie tagsüber einkaufen gehen, sondern lieber die Natur erkunden. Dafür eignen sich gut die grüne Insel Kauai und das liebliche Maui, die ideale Bedingungen zum Wellenreiten bieten. Ein Paradies für Surfer. Ich halte mich in dieser Beziehung zurück, denn ich habe viel Respekt vor den Brechern, die sich hier meterhoch auftürmen. Es genügt mir, sie vom Strand aus zu bewundern. Überhaupt wird man demütig, wenn man die Naturgewalt so unmittelbar erlebt.

Big Island, wo unser Haus steht, ist eine raue Vulkaninsel, auf der es aktive Krater gibt, etwa den Kilauea. Seine Ausbrüche sind sanft und fließend: Die Lava quillt aus dem Erdinneren, breitet sich langsam in Strömen aus und verwandelt ganze Bereiche in bizarre Mondlandschaften. Dem Menschen gefährlich wird sie nie. Nach jedem Ausbruch pflanzen die Einheimischen neue Bäume. Ein altes Ritual.

Land und Leute

Die Hawaiianer sind überhaupt entspannt und freundlich und machen sich und anderen das Leben sehr angenehm. Ihr legendärer Gruß "Aloha", der übersetzt so viel bedeutet wie Liebe und Mitgefühl, beschreibt ihre Grundstimmung sehr gut.

An der Westküste von Big Island, wo auch der berühmte Kona-Kaffee angebaut wird, spricht man vom Kona-Koma. Gemeint ist eine große Gelassenheit, die wir in unserer beschleunigten Welt gar nicht mehr kennen.

Hier gelingt es mir schnell, meinen hektischen Alltag abzuschütteln. Ich habe sogar etwas Hula-Tanz erlernt. Das ist gar nicht schwer und macht großen Spaß. Man erzählt Geschichten mit den Händen und braucht natürlich einen ordentlichen Hüftschwung.

Hula tanzt man etwa beim Luau-Festessen, zu dem man in einem traditionellen Erdofen, dem Imu, Fleisch zubereitet. Man wickelt es in Bananenblätter und legt es auf Steine, die mit Erde bedeckt werden. So gart es bis zu neun Stunden – und schmeckt wirklich delikat. Weniger gern mag ich Poi, einen lilafarbenen Brei, den die Einheimischen aus der Tarowurzel zubereiten.

Dezember bis März: bestes Reisewetter für Hawaii

Leider war ich schon lange nicht mehr auf Hawaii. Meist bin ich in den Wintermonaten dort, zwischen Dezember und März. Dann dann ist das Klima sehr mild, man kann an den Stränden herrliche Sonnenuntergänge erleben und an der Küste Wale beobachten. Ein unvergleichliches Schauspiel. Ich darf gar nicht daran denken. Je mehr ich davon erzähle, desto mehr wächst meine Sehnsucht.

Reiseinfos für Hawaii

Geografische Lage

Der US-Bundesstaat Hawaii besteht aus acht Hauptinseln, zahlreichen Nebeninseln und unbewohnten Atollen im Pazifik. Größtes Eiland ist Hawaii, auch Big Island genannt. Die meisten Touristen landen auf Oahu, wo auch die Hauptstadt Honolulu liegt, Geburtsort von US-Präsident Barack Obama und Metropole mit ca. 380.000 Einwohnern.

Flug

Je nach Strecke dauern die Flüge aus Deutschland 20 bis 25 Stunden, meist mit Zwischenstation in den USA. Preis hin und zurück: ab 1000 Euro. Pauschalreisen für 7 Tage werden ab 2500 Euro angeboten.
Mehr Infos zu Hawaii unter: www.gohawaii.com/de

Wetter

Das ganze Jahr über herrscht mildes Klima, die Temperaturen liegen je nach Jahreszeit bei 19 bis 31 Grad. Es regnet relativ viel, aber nur kurz und heftig.

Autor: Susanne Holst