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Körperkult in Venice Beach in Santa Monica.

Körperkult in Venice Beach in Santa Monica: Hier trainieren Stars wie Arnold Schwarzenegger an Fitnessgeräten, die am Strand aufgebaut sind. - Foto © picture-alliance / united-archiv

Stadt der Sterne

Mit Lena in Los Angeles

Lena Meyer-Landrut weiß, wie es sich anfühlt, innerhalb kürzester Zeit in die Sphäre der Stars katapultiert zu werden: Als Siegerin des "Eurovision Song Contest" wurde Lena Meyer-Landrut 2010 über Nacht international bekannt. Vielleicht hat es sie deshalb besonders gereizt, einmal die Wiege der Stars kennenzulernen: Los Angeles in Kalifornien.

Während sie an ihrem neuen Album "Stardust" (hier bestellen) arbeitete, war sie für ein paar Tage dort. Über ihre Erlebnisse schreibt sie exklusiv in HÖRZU.

"Lena, du musst unbedingt mal nach L. A.!" Das haben viele Leute zu mir gesagt. Dieses Jahr habe ich es endlich geschafft. Zum Glück! Ich weiß schon jetzt, dass ich sehr bald wieder hinfliegen möchte. Wenn man an diese Stadt denkt, hat man sofort viele Bilder im Kopf: die Oscar-Verleihung, den Walk of Fame, die Traumstrände, die Palmen, Brad Pitt im Café. Alles blinkt und glitzert. L. A. ist gigantisch – und an einigen Ecken dann auch wieder so überraschend unaufgeregt, dass man durchatmen kann.


Los Angeles auf einen Blick

Anreise: Zum Beispiel mit Lufthansa ab Frankfurt, Dauer: elf Stunden, nonstop ab 699 Euro. Oder mit Air Berlin ab Düsseldorf hin und zurück ab 637 Euro.
Unterkunft: Zum Beispiel "Holiday Inn Santa Monica Beach", DZ ohne Frühstück ab 156 Euro.
Klima: Durchschnittstemperatur: Oktober 23 Grad, November 21 Grad, Dezember 18 Grad. Zeitverschiebung: minus 9 Std.
Weitere Tipps im Internet unter: www.visitcalifornia.de oder www.latourist.com


Hollywood, Beverly Hills: Jedes Viertel ist eigentlich eine Stadt für sich. Am besten hat mir Santa Monica gefallen, direkt am Meer. Es ist wie in einer Puppenstube: Die Häuser sind klein, süß und leuchten hellblau, rosa, mintgrün oder strahlend weiß. Idyllisch und lebendig zugleich. Auf den Straßen ist immer was los. Und dann die ewig lange Promenade am Meer! Am liebsten war ich frühmorgens am Strand, so gegen sieben Uhr. Da ist es noch nicht so heiß. Ich habe mich auf ein Handtuch gelegt und mir den Sonnenaufgang angeschaut.

Auch abends ist es toll dort, etwa zum Sonnenuntergang. Ich musste mich kneifen, um zu begreifen, dass alles, was ich gerade erlebe, echt ist. Dass ich nicht auf irgendein Foto schaue. Die Umrisse der Palmen vor leuchtend rotem Himmel: Auf jedem Bild wäre das der größte Kitsch, in Wirklichkeit gibt es kaum etwas Schöneres. Das Licht ist an der Westküste sowieso besonders, sehr weich. Vielleicht fühlt man sich deshalb immer gut dort. Ich glaube, das ist auch ein Grund, warum die Menschen hier ausgesprochen attraktiv wirken: Ihre Gesichter sind keinem so kalten, harten Licht ausgesetzt wie in Nordeuropa.

Nach dem Start am Strand bin ich oft auf Entdeckungstour gegangen. Natürlich immer mit dem Auto. In Los Angeles braucht man unbedingt einen Mietwagen, kaum jemand geht zu Fuß – anders als in Las Vegas oder in San Francisco. Höchstens zum Joggen oder Shoppen vielleicht, was sich wegen der guten Preise unbedingt lohnt.

Nach meinen morgendlichen Strandbesuchen habe ich erst mal lecker gefrühstückt. Sehr empfehlen kann ich das "Urth Caffé" in der Main Street in Santa Monica. In Beverly Hills, West Hollywood und Downtown gibt es weitere Filialen. Dort wird es allen schmecken, die sich gern gesund ernähren: Alles ist Bio, die belegten Brote, Salate und Omeletts. Meine Lieblingsbestellung: Spinat-Schafskäse-Omelett mit getoastetem Vollkornbrot und Salat. Dann hat man genug Power für den Tag und fährt durch die Stadt.

Zwanzig Minuten dauert es von Santa Monica nach Beverly Hills. Dort habe ich im "Crown Plaza" gewohnt. Kleiner Hinweis: Von den Hotelstandards darf man nicht allzu viel erwarten, aber man ist ja auch nicht zum Schlafen nach L. A. gekommen. Beverly Hills ist schon sehr beeindruckend. Es gibt prächtige Villen, traumhafte Vorgärten. Alles ist pompöser und auffallender als anderswo. Wir wohnten nur zehn Minuten vom Rodeo Drive entfernt. Viel besser als die legendäre Meile selbst sind die Nebenstraßen, denn die Restaurants und Boutiquen sind dort nicht so überteuert.

Was wirklich auffällt: Man begegnet keinem, der nicht gestylt ist. Selbst eine 90-jährige Dame geht nicht aus dem Haus, wenn die Haare nicht perfekt sitzen, sie nicht von oben bis unten top angezogen und ihre Figur noch immer ein Hingucker ist. Manchmal kam ich mir vor wie an einem Filmset. Schon beeindruckend, wie harmonisch und schön alles wirkte. Auf die Dauer wäre es vielleicht nichts für mich, aber im Urlaub, so für ein, zwei Wochen, ist das etwas anderes. Da mag ich es.

Schauen und Staunen

Was ich unbedingt empfehle, um ein noch besseres Gefühl für die Stadt zu bekommen: einmal den Angelo Drive in Bel Air hochzufahren. Dort hat man einen grandiosen Ausblick. Von einer Empore aus kann man über ganz L. A. blicken. Da wird einem noch mal bewusst, dass im Großraum mehr als 14 Millionen Menschen leben, auf einer Fläche größer als das Ruhrgebiet! In der Region gibt es so viel zu entdecken.

Für die Universal Filmstudios oder für Disneyland sollte man einen zusätzlichen Tag einplanen. Ansonsten lohnt sich tagsüber auch ein Abstecher zum Venice Beach. Dort kann man sich hinsetzen und staunen, weil vieles so absurd ist: Hier trainieren Stars wie Arnold Schwarzenegger an Fitnessgeräten, die am Strand aufgebaut sind. Das ist L. A.! Nichts ist zu abgedreht, ausgefallen, abgefahren für diese Stadt.

Das Einzige, das ich enttäuschend fand, war der Walk of Fame. Im TV wirkt er prunkvoller, live sind es einfach ein paar kleine Sterne im Boden. "Das ist alles?", denkt man kurz, wenn man mit dem Auto vorbeifährt. Dann gibt man Gas, und es geht weiter – zu einem der gefühlten Millionen anderer Highlights.

Autor: Lena Meyer-Landrut