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Gelassen: In Oranjestad, der Inselhauptstadt, kennt man keine Hektik.

Gelassen: In Oranjestad, der Inselhauptstadt, kennt man keine Hektik. - Foto © picture alliance / Jack Jackson/

Plus: Reise-News aus aller Welt

Karibik

Schauspielerin Eva Habermann (siehe auch TV-Tipp rechts) hat ihr Herz an Aruba verloren, einen autonomen Teil der Niederlande. Exklusiv verrät sie für HÖRZU ihre Geheimtipps.

Seit sie die Insel gemeinsam mit einer Freundin für eine Reisereportage von n-tv besucht hat, ist Eva Habermann ein großer Aruba-Fan: "Es ist paradiesisch schön hier – nicht nur auf den ersten Blick. Auch die Menschen sind sehr entspannt und gut gelaunt." Bevor die Schauspielerin am 13. Juni zu Gast in Eckart von Hirschhausens "Quiz des Menschen" ist, verrät sie in HÖRZU ihre Geheimtipps für das "A" der ABC-Inseln.


Reisetipps: das Karibikparadies Aruba entdecken

Anreise: Flug mit KLM von Amsterdam nach Oranjestad, Dauer: zehn Stunden, Preis: ab 800 Euro hin und zurück. Es gibt auch Flüge mit einem Zwischenstopp auf der Nachbarinsel Curaçao. Extratipp: die Aruba-Reise mit Curaçao-Aufenthalt kombinieren!
Weitere Infos zu Hotels, Sehenswürdigkeiten, Ausflügen im Internet unter www.aruba.de und www.virtualtourist.com
Reiseführer" Vis-à-Vis Reiseführer Karibik", Dorling Kindersley, 552 Seiten, 26,95 Euro. "Polyglott on tour: Karibische Inseln", 144 Seiten, 9,95 Euro


Aruba ist genau das Richtige für einen arbeitswütigen Menschen wie mich. Allein mit Sightseeing oder Shopping kommt man hier nicht weit. Man sollte lieber baden, sonnen, sich am Strand einen schönen Tag machen – also entspannen. Das Wetter ist eigentlich immer gut, das Klima angenehm sonnig, stets geht ein leichter Wind. Aruba ist so etwas wie das Mallorca der Amerikaner: keine reine Luxusinsel, eher eine für alle. Sie bietet jedem etwas, Nachtleben inklusive.

Zu Wasser und zu Lande

Zwar trifft man vereinzelt auf Strände mit mehrstöckigen Hotels und viel Tourismus, aber das ist nicht die Regel. Wer will, findet immer eine einsame Bucht. Nicht zu vergessen: Ein knappes Fünftel der Insel ist Naturpark. Besonders beeindrucken mich die bis zu fünf Meter hohen Kakteen, die hier wachsen. Dadurch sieht es im Nationalpark ein bisschen aus wie in Mexiko. Den Osten der Insel prägen raue, zerklüftete Landschaften und bizarre Felsküsten mit Torbögen und anderen Formationen, durch die sich das Meer hindurchgefressen hat.

Die knorrigen Divi-Divi-Bäume, die sich vor jedem Windhauch zu ducken scheinen, sind allgegenwärtig wie die Palmen, ja fast so etwas wie das Wahrzeichen der Insel. Sogar einen kleinen Weinberg gibt es auf Aruba – mit einem Miniertrag von vielleicht 200 Flaschen im Jahr. Für mehr ist es den Reben einfach zu heiß. Die Unterwasserwelt ist nicht minder abwechslungsreich. Tauchen oder zumindest schnorcheln sollte man auf jeden Fall. Vor der Küste liegen viele Schiffswracks, die sich im Lauf der Zeit zu wahren Korallenparadiesen entwickelt haben.

Auch einen Vergnügungspark findet man an der Küste: Er bietet riesige Wasserrutschen und die Möglichkeit, im Spezialanzug Spaziergänge auf dem Meeresgrund zu machen – eine gute Alternative für alle, die nicht tauchen wollen oder dürfen. Man hat vor Ort extra einen alten Schulbus und ein Flugzeug versenkt und so eine skurrile Unterwasserlandschaft geschaffen. Alle, deren Element eher die Luft ist, können sich den Windsurfern anschließen. Oder als Paraglider vom Motorboot in den Himmel heben lassen.

"Charlie’s Bar" in San Nicolas

Bei so viel karibischem Strandleben könnte man glatt vergessen, dass Aruba ein autonomer Teil der Niederlande ist. Das Essen offenbart es dann: Es wird viel und oft frittiert. Aber bei frischem Fisch lasse ich mir das durchaus gefallen. Es gibt unzählige Fischerlokale, die den Fang des Morgens am Mittag auf den Tisch bringen. Auch Hummer und Garnelen. Traumhaft lecker!

Eine ganz besondere Institution ist seit 1941 "Charlie’s Bar" in San Nicolas im Süden der Insel. Gäste aus aller Welt haben sich hier mit Souvenirs verewigt, es gibt kaum einen Quadratzentimeter Wand, an dem nichts hängt – inklusive einem Stück Berliner Mauer und einem alten Fünf-Mark-Stück.

Auf Arubas Autokennzeichen steht schlicht: "One Happy Island" – "Eine glückliche Insel". Und das ist nicht nur ein Werbespruch. Ich habe die Menschen hier durchweg als nett und aufgeschlossen erlebt. Ihre Freundlichkeit ist nicht aufgesetzt, sondern kommt von Herzen. Kein Wunder, dass Aruba zu den Traumzielen für romantischen Liebesurlaub zählt – und natürlich für Flitterwochen. Wir waren mehr auf Abenteuer aus und sind einmal tatsächlich zum Hochseefischen hinausgefahren. Obwohl wir kein Anglerglück hatten, war es ein aufregender Vormittag.

In der Hauptstadt Oranjestad findet jeden Tag ein Markt statt, einmal in der Woche auch abends. Dann treten Künstler auf, singen und tanzen. Auch viele kleine Läden haben geöffnet. Angenehm ist, dass man nirgendwo von den Verkäufern bedrängt wird. Selbst am Strand gibt es keine fliegenden Händler. Will man Kontakt zu den Insulanern, muss man einfach abends ausgehen, dann kommt man sofort mit vielen ins Gespräch. Irgendwo ist immer Party – Brasilien ist nicht weit!

Den Dreharbeiten zu unserer Reisereportage verdanke ich noch ein unvergessliches Erlebnis: Die Tierschützer von Turtle Watch nahmen uns mit an den Strand, wo wir die "Geburt" von Meeresschildkröten beobachten sollten. Und tatsächlich: Wie auf Kommando schlüpften in der Stunde des Sonnenuntergangs unzählige Babyschildkröten aus dem Sand. 100 Tage hatten sie dort verbracht, nun robbten sie langsam Richtung Meer. Nur fünf von 100 dieser zerbrechlichen Wesen schaffen es normalerweise bis zum Wasser, die Mehrheit fällt Feinden zum Opfer, vor allem Vögeln. Durch die Hilfe der Tierschützer konnten diesmal viele gerettet werden. Ein erhebender Augenblick!


Reise-News aus aller Welt

Kroatien boomt
Fast zwei Millionen Deutsche besuchten 2012 Kroatien, in diesem Jahr werden noch mehr Touristen erwartet. Dazu tragen neue Flugverbindungen bei, etwa Frankfurt – Pula und Kassel – Split. Nahe Split soll sogar eine neue Touristenstadt entstehen – rund um einen neuen Kreuzfahrt- und Jachthafen. Im Juli 2013 tritt Kroatien der EU bei.

Gartenschau pauschal
Zur Internationalen Gartenschau in Hamburg bietet der Veranstalter Ameropa spezielle Pauschalen an: An/Abreise mit der Bahn, 2 Übernachtungen (Vier-Sterne-Hotel), Frühstück und Eintritt zur IGS ab 219 €.

Bärensafari in Finnland
Der finnische Nordosten zählt zu den letzten Wildnisregionen Europas. Dort leben Tiere, die anderswo kaum noch vorkommen, etwa Braunbären, Elche und Wölfe. Bis August können Urlauber diese Tiere auf geführten Touren beobachten, dank Mitternachtssonne sind die Bedingungen perfekt. Infos und Anbieter: www.wildtaiga.fi

Lufthansa auf Umweltkurs
Ab Juni starten Maschinen der Lufthansa von fast allen Flughäfen aus in einem flacheren Winkel. Ziel: ein geringerer Kerosinverbrauch. Da die kosten- und umweltschonende Maßnahme einen höheren Geräuschpegel nach sich ziehen könnte, gab es Proteste. Lufthansa wird ein Jahr lang die Lärmveränderungen messen.

Schneller im Hotel
Die Fahrt vom Flughafen zum Urlaubsort kann lästig werden, wenn der Bus viele Umwege macht. Gäste ausgewählter Hotels erhalten bei den Veranstaltern Neckermann und Thomas Cook jetzt einen Komforttransfer: Der Bus hält höchstens dreimal bis zum gebuchten Domizil. Die als "Top Favourite" bezeichneten Hotels bieten zudem Extras wie einen Ruhebereich für Erwachsene und Spätaufsteher-Frühstück.

St. Petersburg erleuchtet
Im Juni und Juli feiert die Stadt an der Newa Weiße Nächte, in denen es nicht dunkel wird. Die Dämmerung taucht alles in magisches Licht, bis in die Morgenstunden sind die Straßen voller Leben. Höhepunkt am 22./23. Juni: die "Nacht der roten Segel". Spezielle Reisen veranstaltet z. B. Studiosus.

Autor: Eva Habermann