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Sveti Stefan

Den schönsten Blick auf das Felsendorf Sveti Stefan hat man vom rosa-weißen Kiesstrand aus.
Foto: © picture alliance / blickwinkel/Samot

Reisedoku "Wilder Balkan" im TV

Geheimtipp Montenegro

Montenegro ist ein echter Geheimtipp! Der Balkanstaat an der Adria überrascht mit großartigen Naturwundern und viel Atmosphäre.

Ferienparadies Sveti Stefan

Den schönsten Blick auf das Felsendorf Sveti Stefan hat man vom rosa-weißen Kiesstrand aus. Orangerot leuchten die Ziegeldächer der mittelalterlichen Natursteinhäuser über die Bucht. Gleich drei Kirchen drängen sich auf dem kleinen Felsen, der ins Türkisblau des Mittelmeers gebettet ist. Nur ein schmaler Landstreifen verbindet ihn mit dem Festland. Eine Oase der Ruhe, abgeschottet von der Welt, autofrei, idyllisch.

Bis in die 1950er-Jahre lebten hier noch Fischerfamilien. Danach verwandelte sich Sveti Stefan langsam in ein Ferienparadies: Das ganze Dorf wurde zu einer Hotelanlage und vor einiger Zeit exklusiv generalüberholt. Nun präsentiert sich die Insel als edle Luxusherberge, nicht ganz preiswert, aber für jeden, der es sich leisten möchte, ideal als glanzvoller Auftakt für eine Reise nach Montenegro. Oder als krönender Abschluss.


TV-Tipp

Fr., 7.8.: "Wilder Balkan" - Dokumentation über eine Reise von Montenegro bis nach Rumänien. BR, 14.15 Uhr


Montenegros Naturwunder

Dazwischen kann man in dem kleinen Balkanland aufregende Entdeckungen machen. Um sie alle zu erkunden, reicht ein einziger Urlaub kaum aus. Am besten nimmt man einen Mietwagen oder bucht eine organisierte Rundreise (s. Reise-Infos unten).

Auf einer Fläche etwa von der Größe Schleswig-Holsteins locken ganz unterschiedliche Naturwunder: glitzernde Strände, sanftes Hügelland, schroffes Hochgebirge, wilde Schluchten, tiefe Fjorde, stille Seen.

Der Name Montenegro ("schwarzer Berg") täuscht allerdings. Die Karstgebirge sind nicht schwarz, sondern leuchtend weiß. Dunkel waren sie, bevor in den vergangenen Jahrhunderten die Wälder der Abholzung für den Schiffsbau zum Opfer fielen. Venezianische Seeleute berichteten zu Hause vom "Land der schwarzen Berge", so kam Montenegro zu seinem Namen.

Die rund 290 Kilometer lange Küste mit ihren imposanten Steilklippen und kleinen Buchten war schon in den 1980er-Jahren ein beliebtes Touristenziel, als Montenegro noch zu Jugoslawien gehörte. Seit der Unabhängigkeit 2006 wurden an der Küste viele Hotels modernisiert beziehungsweise neu gebaut - vor allem rund um die Urlaubshochburgen Budva, Petrovac und Bar.

Die Bucht von Kotor

Viel beschaulicher verläuft das Leben im äußersten Nordwesten an der Grenze zu Kroatien. Hier liegt, abgesehen von Skandinavien, Europas größter Fjord - die Bucht von Kotor. Sie gehört zum Naturerbe der Unesco. Rund 30 Kilometer lang ist das Meeresbecken, eingerahmt von grünen, fast 1900 Meter hohen Bergen. Barkassen schippern Ausflügler übers Wasser. An der schmalsten Stelle ist die Bucht nur rund 200 Meter breit, dann öffnet sie sich wieder zu einem ausladenden Bassin.

Der schönste Teil ist die sogenannte innere Bucht. Die Küstenorte hier sind wahre Schmuckstücke venezianischer Architektur. Es lohnt sich, zur Ruine der mittelalterlichen Festung St. Ivan hinaufzusteigen: Der Panoramablick auf den Fjord und die Stadt Kotor ist atemberaubend.

Die Stadt Kotor

Wer durch die verwinkelten, von Renaissancebauten und kleinen Plätzen gesäumten Gassen von Kotor spaziert, glaubt es kaum: Einst stand hier kein Stein mehr auf dem anderen. Nach einem verheerenden Erdbeben im Jahr 1979 wurde die Stadt fast komplett wieder aufgebaut.

Wie ein seelenloser Museumsort wirkt Kotor aber keineswegs. Alte und junge Leute bevölkern
Cafés und Geschäfte. Abends trifft man sich an der Kaimauer, um den Sonnenuntergang zu beobachten, in der Hand ein Glas montenegrinischen Landwein. In Montenegro ist man stolz auf landeseigene Produkte!

Wenige Kilometer abseits der Küste prägen sanfte grüne Hügel und kleine Gehöfte die Landschaft. Nordöstlich des Badeorts Petrovac etwa verkaufen Bauern selbst gebrannten Slibowitz und Obst aus dem Garten am Straßenstand. Und die Mönche vom Kloster Reževic´ i sind bekannt für gutes Olivenöl, Käse und Honig.

Der Skadarsee

Noch ein paar Kilometer weiter im Landesinnern wartet an der Grenze zu Albanien die nächste Attraktion: der Skadarsee. Sanfte Hügel säumen das von verwunschen wirkenden Inselchen durchzogene Gewässer, das etwa so groß ist wie der Bodensee. Mehr als 260 Vogelarten haben Ornithologen hier gezählt, darunter Europas größte Pelikankolonie.

Im Hafen von Virpazar gibt es ein paar einfache Hotels und Gaststätten wie etwa die kleine "Konoba Badanj". Hier kommen köstliche Forellen, Hechte, Aale und Karpfen aus dem Skadarsee frisch auf den Tisch.

Die Hauptstadt Podgorica

Vom See aus führen alle Straßen in die von fruchtbarem Ackerland umgebene Hauptstadt Podgorica. Sie kann man jedoch getrost links liegen lassen - es sei denn, man interessiert sich für Plattenbauarchitektur in ihrer sozialistischen Ausprägung.

Spannender ist das Bergland ganz im Norden. Klöster und Kapellen liegen selbst in den höchsten Lagen, etwa das in einen Felsen gebaute Kloster Ostrog. Ganze Busladungen voll serbisch-orthodoxer Pilger machen hier halt. Im Landesinnern gehören die meisten dieser Religion an. An der Küste leben auch Katholiken, eine Minderheit ist muslimischen Glaubens.

Der Durmitor-Nationalpark

Als größte Sehenswürdigkeit im Gebirge gilt der Durmitor-Nationalpark mit der Taraschlucht. 1300 Meter ist sie tief und 78 Kilometer lang - Europarekord! Die Gegend ist übrigens nichts für ängstliche Autofahrer: Beleuchtete Tunnel oder gesicherte Passstraßen sind Mangelware.

Dafür kreisen Steinadler am Himmel, und hinter jeder Kurve wird die Aussicht auf smaragdgrüne Flüsse und bizarr geformte weiße Felsen spektakulärer. Der Balkan - ein Urlaubsziel für Entdecker.


Reise-Infos

Anreise

In die Hauptstadt Podgorica fliegt etwa Alitalia aus mehreren deutschen Städten ab 150 €. Flüge nach Tivat/Kotor bietet Air Berlin aus mehreren deutschen Städten ab 200 €

Rundreise

Ikarus Reisen hat die Tour "Montenegro entdecken" im Programm. 8 Tage ab/bis Podgorica inklusive Hotels, Transfers, Ausflügen und Reiseleitung ab 1195 €. Tel. 0800/463 64 52

Mietwagen

Sixt z. B. hat Angebote ab 24 €/Tag.

Hotel-Tipp

In einem Palast aus dem 18. Jahrhundert direkt an der Bucht von Kotor liegt das 4-Sterne-Hotel "Palazzo Radomiri". Ü/F ab 65 €. Tel. 00382/32/33 31 72

Beste Reisezeit

Mai bis September

Botschaft

Dessauer Straße 28/29, 10963 Berlin, Tel. 030/51 65 10 70. Infos außerdem unter www.montenegro.travel

Autor: Kathrin Elsner