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Junges Padaungmädchen mit Halsschmuck.

Junges Padaungmädchen mit Halsschmuck. - Foto © Paula Bronstein/Getty Images

Buchtipp ''7 Days in Myanmar''

Faszinierendes Myanmar

Im Land der Magie: Lange war Myanmar, das frühere Birma, eine Welt für sich und für Reisende schwer zugänglich. Nun öffnet sich das Land – die ideale Zeit, es zu entdecken.

Bagan ist einer jener Orte, die die Macht haben, uns zu verwandeln. Aus einer weiten, sattgrün bewachsenen Ebene ganz im Zentrum von Myanmar ragen über 2000 Tempel empor. Teils liebevoll gepflegte, vergoldete Türme, teils Ruinen, deren Verfall von ihrer bis zu 1000 Jahre langen Vergangenheit erzählt. Ihre Erbauer haben sie so angeordnet, dass die Ausdehnung des Tempelfeldes weiter reicht als das Auge. Reisende genießen den magischen Anblick am liebsten vom Heißluftballon aus. Ein Erlebnis, das verzaubert.


Reise-Infos: Myanmar entdecken

Geführte Reisen
Bei Studiosus: 15 Tage mit An-/Rückreise, enthalten sind Flüge und Halbpension, ab 3785 €. Der Veranstalter Chamäleon bietet Touren in Kleingruppen: 15 Tage inkl. Flüge und Vollpension, ab 4299 €.
Individualreisen
Infos zu Zielen und Planung findet man im Internet: www.myanmartravelsandtours.com, www.myanmar-tourism.com und www.botschaft-myanmar.de.
Achtung: Reisebeschränkungen können sich kurzfristig ändern. Bitte regelmäßig checken.


Wer Bagan verlässt, ist nicht mehr derselbe, als der er gekommen ist. Wie diese wundersame Wandlung entsteht? Manche Gründe dafür sind geheimnisvoll, manche offensichtlich und rein praktischer Natur: Anders als bei den meisten berühmten Sehenswürdigkeiten der Welt herrscht in Bagan kein Massenandrang. Noch ist Myanmar ein ganz spezielles Reiseziel für Menschen, die bereit sind, viel zu investieren. Entweder in eine geführte Studienreise oder in eine private Tour, die viel Zeit, Geduld und Verzicht erfordert. Die preiswerten Gästehäuser, die Individualtouristen aufnehmen, bieten weder Klimaanlage noch Warmwasser. Züge und Busse sind überfüllt und nicht zuverlässig, die Fahrten strapaziös – auch wegen des miserablen Zustands der Straßen.

Fremdes, freundliches Land

Belohnt wird man mit dem Erlebnis eines tief buddhistisch geprägten Landes, in dem neben Meditation und Buddha-Verehrung auch Geister und Astrologie den Alltag bestimmen. Ein Land, das sich westlichen Einflüssen noch weitgehend verwehrt, sodass es manchem Besucher erscheinen mag wie eine fremde Welt. Wo die Männer lange Röcke tragen und die Frauen sich Baumrindenpaste ins Gesicht streichen. Und wo es bis vor Kurzem noch keine Geldautomaten gab.

Birma, Burma oder Myanmar? Schon der Name scheint rätselhaft, drei verschiedene sind üblich. Myanmar nennen 70 Prozent der Einwohner ihr Land. Manche Menschen und Institutionen verweigern diesen Namen, weil er vom Militärregime eingeführt wurde. Birma und Burma sind zwei Schreibweisen desselben Namens, auf den die britischen Kolonialherren das Land im 19. Jahrhundert tauften. Nach Jahrzehnten der Abschottung, staatlicher Repressionen und grausamer Gewalt kam in den letzten Jahren ein Demokratisierungsprozess in Gang.

Touristen profitieren davon – nicht nur moralisch, sondern auch praktisch: In weiten Teilen des Landes darf man sich frei bewegen. Von neuer Freiheit zeugt auch der Fotoband "7 Days in Myanmar", für den neun einheimische und 21 internationale Fotojournalisten ohne Zensur arbeiten durften.

Ihre Bilder geben eindrucksvolle Einblicke in die Traditionen und Religionen, das Alltagsleben, die Probleme, die Arbeitswelten, die Landschaften und Städte des Landes. 2013 kamen zwei Millionen Besucher – viermal so viele wie 2012. Aber von Massentourismus kann noch keine Rede sein.

Myanmar ist fast doppelt so groß wie Deutschland. Hoch- und Mittelgebirge, fruchtbare Ebenen, weite Wälder, der breite Ayeyarwady- Fluss, riesige Tempelanlagen und Städte wie Yangon (ehemals Rangun) bieten genug Platz für Entdecker. Und für Genießer gibt es wunderschöne Strände am Golf von Bengalen. Am bekanntesten ist Ngapali: weißer Sand, kristallklares Wasser, gute Hotels – und eine Ruhe, wie man sie anderswo kaum noch an tropischen Stränden findet.

Autor: Nele-Marie Brüdgam