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Ko Samet

Blaue Stunde: Die Abendstimmung am Hauptstrand ist einzigartig. - Foto © picture-alliance / Lonely Planet

"Die Insel meiner Träume"

Christine Neubauer über Ko Samet

Wie findet man so ein Paradies? In einem alten thailändischen Märchen muss ein Prinz vor den Nachstellungen der liebeskranken Unterwasserkönigin fliehen und wird von einer Meerjungfrau nach Ko Samet gebracht. Christine Neubauer landete dank Dreharbeiten auf der wunderbaren winzigen Insel: "Sonst hätte ich sie nie entdeckt." Gerade hat die viel beschäftigte Schauspielerin wieder an Thailands Stränden gedreht – im Fernsehen ist sie diese Woche allerdings in Bayern unterwegs: Im Zweiteiler "Der kalte Himmel" (siehe TV-Tipp) spielt sie die Mutter eines Jungen, der am Asperger-Syndrom leidet und deshalb von der Dorfgemeinschaft ausgegrenzt wird. Was für ein Kontrastprogramm!

Farbenrausch am Strand

Reizvolle Gegensätze sind es auch, die Christine Neubauer an Ko Samet so liebt. Eine Insel mit zwei Gesichtern – das ist Ko Samet. Da gibt es zum einen den Nationalpark und die ruhigen, abgeschiedenen Buchten: Natur pur. Da ist zum anderen der eineinhalb Kilometer lange Strand von Hat Sai Kaew an der Ostküste: das pralle Leben. Hier, so heißt es, kann man sich den weißesten Sand Thailands durch die Zehen rieseln lassen. Und am Abend, wenn die Sonne untergeht, werden überall bunte Teppiche ausgerollt, Liegepolster verteilt, Lampions aufgehängt. Ein wunderschönes Bild: ein einziger Farbenrausch.

Musik und Gelächter schwirren durch die warme Luft. Lebe die Nacht! Zuletzt war ich am 5. Dezember dort, dem Geburtstag von König Bhumibol, in Thailand ein Feiertag. Am Strand von Ko Samet wurde er mit Fackelshow und Riesenfeuerwerk zelebriert. Ein unvergessliches Erlebnis. Ruhiger geht es weiter südlich zu, in den Sandbuchten von Ao Kin und Ao Hin Kok. Hier steht auch das Denkmal für den Prinzen und die Meerjungfrau aus jenem Märchen des thailändischen Dichters Sunthon Phu, das Ko Samet landesweit bekannt machte.

Im Süden und Westen herrscht Felsküste vor: ein beliebtes Revier zum Schnorcheln. Der beste Ort für Sonnenuntergänge ist der Sunset Point in der Thian-Bucht an der Westküste. Ko Samet ist vielfältig – auch was die Unterkünfte betrifft: Rucksackreisende finden eine bezahlbare Bleibe, für "Normaltouristen" gibt es gute Angebote, selbst Luxusfans finden, was ihr Herz begehrt, etwa das Paradise Resort an der Nordwestküste mit 250 Meter palmenbestandenem Sandstrand. Der Hauptort Ban Na Dan wirkt auf den ersten Blick unspektakulär, doch die für Thailand so typischen kleinen, charmanten Boutiquen gibt es auch hier. Und zwar so zahlreich, dass ich jedesmal mit einigen bestickten Handtaschen oder Sarongs im Gepäck nach Hause fliege.

Besondere kulinarische Spezialitäten hat die Insel zwar nicht zu bieten, dafür bekommt man überall zu fairen Preisen eine solide, auch für europäische Mägen verträgliche Thaiküche mit viel frischem Fisch. Mein Tipp ist das Koh-Restaurant am Hauptstrand. Dass die Insel – Gott sei Dank – touristisch noch lange nicht so erschlossen ist wie etwa das bekannte Ko Samui, zeigt sich daran, dass es keine großen Straßen gibt, sondern vor allem naturbelassene Wege. Auf ihnen verkehren viele Pick-ups, die als Sammeltaxis dienen. Für wenig Geld kann man sich auch Mofas oder Fahrräder leihen. Meist bewegt man sich eh per Boot übers Wasser. Von Strand zu Strand oder auf die Nachbarinseln Ko Kudee und Ko Thalu, die Schnorchler und Wanderer anziehen und einen Tagesausflug wert sind.

Für die An- oder Abreise empfiehlt es sich, mindestens eine Nacht in Bangkok einzuplanen, um einen Eindruck von der quirligen Hauptstadt Thailands zu bekommen. Für alle Bangkok-Urlauber gilt natürlich ebenso: Ko Samet ist ein ideales Strandziel und schnell und einfach per Bus und Fähre zu erreichen. Man sollte allerdings eine Übernachtung einplanen, um auch den nächtlichen Zauber der Insel zu erleben.

Ko Samet: ein Geheimtipp

Anreise: Flug von Frankfurt nach Bangkok und zurück im Februar, etwa mit Emirates, ca. 700 Euro. Ab Bangkok gibt es stündlich Busse nach Ban Phe (ca. 3,5 h Fahrtzeit), wo die Fähre nach Ko Samet ablegt (40 Min.). Auch von Pattaya aus fahren Busse.
Pauschalangebot: Hotel Sai Kaew Beach Resort (3–4 Sterne), 7 Ü/HP mit Flug und Transfers von/nach München, im Februar, ca. 1300 Euro p. P., bei TUI.
Hotel: "Ao Prao Resort" (4 Sterne), ab 113 Euro pro Nacht (gesehen bei: www.agoda.de)
Infos: Strände, Hotels, Wetter und mehr im Internet unter: www.kosamet.net

Autor: Christine Neubauer