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Wadi Shaab Oase im Oman

Mitten in der Wüste: die Wadi Shaab Oase im Oman. - Foto: © picture alliance / Jean-Pierre De Mann/Robert Hardi

Märchen aus 1001 Nacht

Birgit Schrowanges Reise in den Oman

Diese Reise hat sie vollkommen verzaubert: Moderatorin Birgit Schrowange war unterwegs am östlichsten Zipfel der Arabischen Halbinsel, im Oman – und kam schwärmend zurück.

Im Gepäck hatte Birgit Schrowange eine alte Silberkaraffe und den Duft dieses Landes: das wertvolle Parfum "Amouage", eine weltberühmte Mischung aus exotisch-arabischen Duftnoten, darunter Myrrhe. Das legt die Kölnerin, die seit 18 Jahren das RTL-Magazin "Extra" präsentiert, zu besonderen Anlässen auf, etwa zur Gala der GOLDENEN KAMERA von HÖRZU. Hier schreibt die 54-Jährige über ihre Reise in den Oman:

Es sind Reisen in ein Zauberland. Im Oman fühle ich mich wie in den Märchen aus 1001 Nacht. Die goldenen Kuppeln, die bunten Gewänder, die orientalischen Düfte, der knallblaue Himmel, die Berge am Horizont – dieses Land spricht die Sinne an wie kaum ein anderes.

Eine Freundin hatte mir den Tipp gegeben. Und eine wichtige Bemerkung schon mal vorweg: Ich war mit meinem kleinen Sohn dort und habe mich als Frau sehr wohl und vor allem sicher gefühlt. Man kann überall bedenkenlos herumspazieren. Auch in den Souks, den alten Marktstraßen mit ihren vielen kleinen, verwinkelten Gassen.

Einwohner und Regierung im Oman

Der Oman ist eine friedliche Oase am Arabischen Meer. Vom ersten Moment an spürte ich: Hier bin ich ein willkommener Gast. Die Menschen sind hilfsbereit, freundlich und offen. Vielleicht liegt es daran, dass Touristen erst seit zehn Jahren hierher reisen.

Den Einwohnern und ihrer Regierung ist etwas ganz Einzigartiges gelungen: Große Vergangenheit trifft hier auf die Zukunft. Der Staat ist sehr modern, trotzdem werden alte Traditionen weiter gepflegt. Wo gelingt das heute noch?

Die Hauptstadt Maskat

In Orten wie Al Hamra am Fuß des Al-Hajar-Gebirges stehen noch die alten Lehmhäuser – in der Hauptstadt Maskat bereits klimatisierte Einkaufszentren und eine neu erbaute Moschee für 7500 Gläubige. Wir haben uns überwiegend in Maskat aufgehalten. Die Stadt liegt direkt am Golf von Oman, eingebettet in eine grandiose Kulisse: Auf der einen Seite erstreckt sich Gebirge, auf der anderen das Meer. Das perfekte Ziel für einen Mix aus Strand- und Kultururlaub.

Die Felsen stürzen spektakulär ins türkisfarbene Wasser. Bootsausflüge kann ich jedem nur empfehlen: Einmal schwammen 60 Delphine um unser Schiff herum – ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde.

Die beste Reisezeit

Jetzt im Sommer ist es im Oman sehr heiß – bis zu 37 Grad. Als Reisezeit sind vor allem die Monate von Herbst bis Frühling empfehlenswert. Ich war im Januar dort, und es herrschten immer um die 20 Grad. Angenehme Temperaturen, um auch die Stadt zu erkunden. Ich liebe es, die Gesichter von Menschen zu studieren. Man sieht in Maskat so viele interessante Leute. Ich erinnere mich etwa noch gut an einen Mann, der tiefe Furchen im Gesicht hatte. Und funkelnde Augen. Sehr faszinierend.

Die Märkte - Souks genannt

Am besten lässt man sich durch die Souks treiben, die langen Marktstraßen, und startet mit dem ältesten, dem Souk von Mutrah. Hier entdeckte ich eine wunderschöne Karaffe aus Silber. Besonders angenehm fand ich, dass man vor den Basaren nicht ständig angesprochen wird – wie etwa in Marrakesch. Die Händler sind überhaupt nicht aufdringlich.

Überall klappert, scheppert, klingelt, klimpert und hämmert es. Man hört die Handwerker, es duftet nach Gewürzen. In kleinen Gefäßen glüht Holzkohle, auf die etwa Orangenpulver gestreut wird. Dieser Duft ist unglaublich intensiv. Ich habe mir etwas Pulver für zu Hause mitgenommen – für den Sommer auf der Terrasse.

Das Land ist auch bekannt für Weihrauch. Er stammt von knorpeligen Bäumen, die im Umland von Muskat wachsen. Bei der Ernte wird Rinde abgeschabt, damit Harz austritt. Man trocknet es und legt einzelne Tropfen davon in Rauchgefäße.

Arabisches Essen

Ich konnte das Treiben gut aus einem der Cafés beobachten und dabei Wasserpfeife rauchen. Berühmt ist der Orient auch für seine wunderbare Küche: Lamm, Rind, Schafskäse, Couscous – dazu die intensiven Gewürze. Toll! Exzellentes Essen gibt es natürlich in den Luxushotels, etwa dem "Shangri-La". Aber auch einfache Lokale bieten Köstliches aus der arabischen Küche – die meisten liegen an den Souks und an der Corniche, der Uferpromenade.

Ausflugsziel Wüste

Schmecken, Hören, Riechen. Fehlt noch das Sehen. Auch dieser Sinn wird im Oman reich belohnt. Die Landschaft ist einzigartig: dramatische Gebirge, Oasen aus üppigen Dattelpalmen – und natürlich die Wüste. Die wollte ich meinem Sohn unbedingt zeigen, also unternahmen wir einen Trip mit Jeeps. Einer der ganz besonderen Momente im Leben ist es, abends auf einer Sanddüne zu sitzen und in den Sternenhimmel zu schauen. In diesem Augenblick der absoluten Stille fühlt man sich eins mit der Natur, ganz ruhig, ganz bei sich. Wenn man seine Gedanken fliegen lässt, begreift man plötzlich, dass man einer unter vielen ist, man wird demütig und dankbar. Die Wüste hat eine unglaubliche Kraft.

Wenn ich das nächste Mal in den Oman reise, will ich die Wüste noch tiefer erkunden und zwei, drei Nächte dort verbringen. Ich möchte eine Rundreise machen, in das Lehmhäuserdorf Al Hamra fahren und auf die Halbinsel Musandam, wo die Natur Fjorde geformt hat wie in Norwegen. Der längste, der Khor Shim, misst rund 16 Kilometer. In seinem glasklaren Wasser schwimmen bunte Fischschwärme und Meeresschildkröten.

Ich werde wiederkommen! Mein Traum vom Oman soll weitergehen.


Reise-Tipps: Oman

Anreise: Mit dem Flugzeug etwa ab Frankfurt am Main nach Maskat und zurück mit Lufthansa: ab 600 Euro. Flugzeit: 8 - 9 Stunden

Hotel: Zum Beispiel "Hotel Crowne Plaza" in Maskat: ab 150 Euro pro Person inklusive Frühstück

Märkte: Besondere Tipps: der Fischmarkt und der Goldmarkt in Maskat

Politische Lage: Sultan Qabus ibn Said regiert das Land, Staatsreligion ist der Islam

Sicherheit: Sie ist hoch, die Kriminalitätsrate niedrig (jederzeit nachzulesen unter www.auswaertiges-amt.de)

Autor: Birgit Schrowange