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Die Wasserfälle der Sieben Schwestern im Geirangerfjord.

Gigantisch: Die Wasserfälle der Sieben Schwestern im Geirangerfjord. - Foto © picture alliance / ZB

Im TV-Programm: Nicht Nachmachen!

Bernhard Hoëcker über die Fjorde Norwegens

Der Mann ist wagemutig, im Urlaub wie im Fernsehen. Auf Reisen zieht es Bernhard Hoëcker in wilde, ursprüngliche Natur, in seiner neuen Show "Nicht nachmachen!" in mutige Abenteuer (siehe TV-Tipp rechts): Er setzt sich im Fernsehen jetzt über Verbote und Warnungen hinweg, probiert Dinge aus, die man eigentlich nicht macht: Feuerwerk im Wohnzimmer etwa oder eine Überschwemmung im Bad. Das ist nicht ungefährlich. Aber Hoëcker ist eben abenteuerlustig. Und neugierig. Auch auf die Welt.

In Norwegen war Komiker Bernhard Hoëcker schon mehrfach. Hier beschreibt er seine Erlebnisse:

Ich habe ein Faible für Skandinavien. Und in Norwegen war ich in den vergangenen Jahren schon dreimal. Die Landschaft hat so etwas Machtvolles, eine Urgewalt. Das finde ich immer wieder faszinierend. Meist war ich mit dem Schiff dort unterwegs, was ich sehr empfehlen kann. Es geht durch die Fjorde erstaunlich weit ins Land hinein, sodass man viel zu sehen kriegt. Egal ob mit Kreuzfahrtschiffen oder den Hurtigruten, den ehemaligen Postschiffen – es ist ein Erlebnis.

Oslo: Stadt des Friedens

Bei meiner letzten Tour im Mai bin ich in Hamburg an Bord gegangen. Nach einem Tag auf See legten wir zuerst in Norwegens Hauptstadt Oslo an. Da ich eher der Naturmensch bin, gehören Städte eigentlich nicht zu meinen bevorzugten Reisezielen. Aber auf Oslo habe ich mich gefreut: Immerhin ist es eine europäische Hauptstadt. Und abgesehen von dem nicht sehr hübschen kantigen Rathaus, in dem jedes Jahr der Friedensnobelpreis verliehen wird, ist die Stadt wunderbar.



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Im Mai kann man dort den Einzug des Sommers erleben: Mittags ist es angenehm warm, und die Blumen blühen schon prächtig. Das verführt zu Spaziergängen im Vigeland- Park, den naturalistische Skulpturen des Bildhauers Gustav Vigeland (1869–1943) zieren. Ich war sehr beeindruckt. Es herrscht dort eine beruhigende Atmosphäre, die Menschen wirken sehr entspannt, lassen die Füße im Wasser baumeln. Und auch vor dem Schloss geht es locker zu. Anders als die Wachposten in London reagieren die Soldaten hier, wenn man sie anspricht. Man merkt, dass es wirkliche Menschen sind. Ich bin kein großer Fan der Monarchie, aber das norwegische Königshaus ist sehr volksnah. Das wirkt äußerst sympathisch.

Im Vergleich zu Oslo ist das nächste Ziel Stavanger ein kleiner Ort mit einer wunderschönen Altstadt und pittoresk aussehenden Holzhäusern. Die Straßen sind so eng, dass keine Autos durchpassen. Sehr angenehm. Vom Besuch des bekannten Ölmuseums rate ich ab, denn es ist nichts als Werbung für die Ölindustrie. Das Sardinen- beziehungsweise Konservenmuseum kann ich dagegen nur empfehlen. Bei meinen ersten Besuchen hatte ich es links liegen lassen, diesmal wollte meine Reisegruppe unbedingt rein. Und was soll ich sagen: Ich war total begeistert. Die Führung gestaltete sich so spannend, dass sie tagelang Gesprächsthema an Bord war.

Die gigantischen Wasserfälle

am Geirangerfjord

Auf zum nächsten Erlebnis: die Sieben Schwestern, riesige Wasserfälle am Geirangerfjord. Das Panorama ist unbeschreiblich. Ich bin großer Bergfan, und das direkte Aufeinandertreffen von Fels und Meer finde ich atemberaubend. Ich könnte stundenlang hinschauen. Und das habe ich auch getan. Eine weitere Station war Olden. Eigentlich wollte ich dort die Gletscher besuchen – wäre da nicht der Preis für den Shuttle-Bus gewesen: 35 Euro. Das fand ich unverschämt. Deshalb bin ich lieber spazieren gegangen. Eine gute Entscheidung, denn es war der 17. Mai, in Norwegen der Unabhängigkeitstag. In den geschmückten Straßen versammelten sich feiernde Menschen in bunten Trachten. Und wir mittendrin im fröhlichen Trubel.

Die Norweger machen überhaupt einen freundlichen, offenen Eindruck. Ich gebe zu, es klingt wie ein Klischee: Aber die Frauen sind meist blond und haben lange Beine, die Männer wirken irgendwie wikingermäßig. Letzte Station: Flåm. Dort kann man mit der berühmten Flåmbahn in die Berge zuckeln. Die einstündige Fahrt durch Felsentäler ist ein Augenschmaus. Allerdings passiert nicht viel. Deshalb empfehle ich, für die Rücktour ein Fahrrad zu mieten.

In Flåm haben wir dann versucht, ein Fischrestaurant zu finden, denn der Fisch soll in Norwegen vorzüglich sein. Leider wurden wir nicht fündig. Dafür gibt es an jeder Ecke Souvenirläden, die vor allem Trolle anbieten. Aber die sind wirklich trollig – wenn man’s mag. Ich muss unbedingt noch mal nach Norwegen, und dann möchte ich dort die Mitternachtssonne erleben. Ich liebe Sonnenuntergänge! Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als einmal auf einen endlos orangerot glühenden Horizont zu blicken. Am besten acht Stunden lang.


Reiseinfo: Norwegen entdecken – zu Wasser und zu Land

Flug: Von Berlin nach Oslo in eineinhalb Stunden. Die günstigsten Angebote für Hin- und Rückflug liegen bei knapp 200 Euro. Norwegen verfügt über 50 Flughäfen, sodass auch abgelegene Ziele erreichbar sind. Städtereisen nach Oslo, Bergen oder Trondheim kann man als Kurzurlaub pauschal buchen.
Schiff: Es ist ein Erlebnis, Norwegens Fjorde per Schiff zu erkunden. Wer schon in Deutschland an Bord gehen will, sollte eine Kreuzfahrt buchen. Die Hurtigruten starten vor Ort, Anreise: per Bahn, Flugzeug oder Fähre.
Infos: Ausführliche, gute Reisetipps unter: www.norwegen.de und www.visitnorway.com/de

Autor: Bernhard Hoëcker