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Juist

Weite, Freiheit, Meer: Juist ist die längste und gleichzeitig schmalste der Ostfriesischen Inseln. - Foto © dpa Picture-Alliance GmbH

Traumziele von Juist bis Usedom

Die schönsten Strände Deutschlands

Endlich wieder an der See!

Endlich wieder am Wellensaum entlanglaufen, endlich wieder die Füße in den Sand graben. Dieser Sand! Strahlend hell ist er, zuckerfein. Und ganz frisch! Seit einigen Monaten wird er direkt vom Meeresgrund hochgeholt und an den 38 Kilometer langen Strand gebracht: insgesamt 945.000 Kubikmeter! Wie jedes Jahr soll diese Aufspülung einen der schönsten Küstenabschnitte Deutschlands langfristig vor Stürmen und Brandung schützen: den Weststrand auf Sylt. In diesen Wochen ist er wirklich ein Traum. Berauschend das Meer, herrlich heiß die Tage, romantisch lau die Abende, wenn die Sonne im Meer versinkt und das Rote Kliff purpurn aufleuchtet.

Ferien ohne Strand sind wie Cappuccino ohne Milchschaum – unvorstellbar. Für die meisten jedenfalls. Eine aktuelle Forsa-Umfrage ergab: Immer mehr Deutsche verreisen am liebsten ans Meer, bundesweit sind es 63 Prozent der Befragten. Am stärksten zieht es Urlauber aus Nordrhein-Westfalen an den Strand (73 Prozent). Jetzt im Sommer, wenn das Wasser von Nord- und Ostsee fast 20 Grad warm wird, liegen unsere Küsten in der Gunst ganz weit vorn. Doch Meer ist nicht gleich Meer. Für die einen sind die Strände der Ostsee das Nonplusultra. Ihre Argumente: sanfte Wellen, kaum Strömung, Baden ist jederzeit möglich, denn man spürt die Gezeiten nicht. Andere schwören allein auf die raue Nordsee mit ihrem Sechs-Stunden- Rhythmus von Ebbe und Flut, dem Kommen und Gehen des Wassers, dem weiten Watt, der steifen Brise und dem Geruch von Salzwasser und Schlick. Wie gut, dass man im eigenen Land die Wahl hat zwischen hart oder herzlich, lauschig oder lebhaft.

Barfuss ins große Glück

Weite, Freiheit, Meer – und noch mehr Genuss verspricht Juist. Der Strand strahlt hier manchmal so weiß wie in der Südsee. Eine Übertreibung der Natur. Auf der längsten und gleichzeitig schmalsten der Ostfriesischen Inseln, die an einigen Stellen nur 700 Meter breit ist, gibt es mehr Pferde (etwa 150) als Schafe (etwa zehn). Und keine Autos. Selbst die Müllabfuhr kommt per Kutsche.

Planschen, buddeln, Muscheln suchen – wenn sich das Meer zurückzieht, eröffnet sich auch in St. Peter- Ording eine riesige Sandkiste, die selbst im Sommer genügend Freiraum für alle garantiert. Strandsegler, Kitebuggy-Fahrer, Wanderer und Reiter kommen an Land auf ihre Kosten, Wind- und Kitesurfer auf dem Wasser. Am zwölf Kilometer langen Strand ist manches ein bisschen anders: Parkende Autos sind erlaubt, Hunde auch. Die Hütte der Badeaufsicht steht ebenso auf Pfählen wie das Strandlokal und die Kirche.

Was St. Peter-Ording für Deutschlands Nordseeküste, ist Timmendorfer Strand für Deutschlands Ostseeküste: der angesagteste Strand für Erlebnishungrige. Hier wird das Bad im Meer zum Bad in der Menge. Viel Haut, wenig Stoff, überall große Sonnenbrillen. "Sehen und gesehen werden", lautet das Motto. Es wird geflirtet, bis die Luft brennt. Ein Event jagt das nächste. Als Höhepunkt gilt die Deutsche Beachvolleyball- Meisterschaft (26.–29. August), bei der auch das Feiern zum Hochleistungssport wird.

Wer sich nach Ruhe und Romantik sehnt, ist auf Hiddensee besser aufgehoben. Oder auf dem Darß bei Prerow. Hier liegen die wenigen noch naturbelassenen Strände der Ostsee, die nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen sind. Keine Hotelburgen weit und breit, keine Pommesbuden, keine Souvenir-Shops. Alles ganz so wie früher.

Die Natur tut gut. Der Seele und dem Körper: In Graal-Müritz und in Ückeritz auf Usedom sorgt ein gesunder Mix aus Meeresluft und Waldaroma für eine sanfte Vitalkur, die vor allem bei Haut-, Atemwegs- und Herz- Kreislauf- Leiden hilft. Verträumte Strände garantieren dabei beste Entspannung. 2247 Kilometer Küstenlinie gibt es an der Ostsee, 1155 Kilometer an der Nordsee. Egal ob man ruhige Naturoasen sucht, Sportzonen, Partymeilen oder romantische Buchten: Irgendwo wird jeder Strandfan sein Sandparadies finden.

Autor: Anja Matthies