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Arena der "Wuidn": Münchens Eisbach für mutige Surfer.

Wo der Eisbach, ein kleiner Arm der Isar, in den Englischen Garten fließt, baut sich eine Welle auf, die Mutige zum Rodeo nutzen. - Foto © picture alliance / dpa

HÖRZU-Serie Teil 1

Die 100 schönsten Orte Deutschlands

Große HÖRZU-Aktion: Verraten Sie uns Ihren Lieblingsplatz

Es ist überall schön und überall anders: Deutschland präsentiert sich als eines der abwechslungsreichsten Länder Europas. In einer neuen HÖRZU-Reihe möchten wir Ihnen in den nächsten Wochen 100 Orte vorstellen, die einzigartig sind, faszinierend, überraschend. Die ersten 25 Lieblingsplätze haben HÖRZU-Redakteure ausgewählt (siehe unten), für die nächsten dürfen Sie als Leser Vorschläge machen. Es können Stätten der Kindheit sein, Urlaubserinnerungen, Naturwunder, kulturelle und geschichtsträchtige Sehenswürdigkeiten. Machen Sie mit, schreiben Sie uns! Die besten Leservorschläge veröffentlichen wir jeweils mit Namensnennung. Verraten Sie uns Ihre Lieblingsorte, gern ergänzt durch ein Foto und eine kurze Begründung.

Unsere Adresse:
Redaktion HÖRZU , Brieffach 4110,
Stichwort: Deutschland, 20350 Hamburg.
Oder per E-Mail an: leserbriefe@hoerzu.de Betreff: Deutschland


Teil 1 unserer Reihe "Die 100 schönsten Orte Deutschlands"

1. Muskauer Park und Schloss (Sachsen)
Fürstliche Aussicht: Geschwungene Pfade führen vorbei an mächtigen Bäumen durch das satte Grün weiter Wiesen – ja, hier ist Hermann Fürst von Pückler-Muskau ein prachtvolles Naturkunstwerk im Stil englischer Gärten gelungen. Höhepunkt des Parks an der polnischen Grenze ist das Neue Schloss, das derzeit ausgebaut wird.

2. Leer (Niedersachsen)
Das Herz Ostfrieslands: Leer versteht sich mit seinem Seehafen als Ostfrieslands Tor zur Welt – aber auch als Tor zu Ostfriesland. Die charmante Stadt mit dem größten Teehandelshaus Ostfrieslands scheint das Herz des markigen Landstrichs zu sein. Da die Ostfriesen die Völkerwanderung nicht mitmachten, trotzen hier seit grauer Vorzeit Querköpfe dem ewigen Wind und Regen. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert.

3. Main-Radweg (Hessen & Bayern)
Tour für alle Sinne: Mit dem Rad den blauen Fluss hinunter, schöner kann Deutschland kaum sein. Aus den Wäldern des Fichtelgebirges über die liebliche Flusslandschaft des Mittellaufs, wo die Orte noch Mittelalter atmen, bis Frankfurt und an den Rhein. Eine Woche radeln, erst durch "Bierfranken", wo viele Dörfer noch eine Brauerei haben, dann durch "Weinfranken", wo seit Urzeiten toller Wein gemacht wird. Ein Fest fürs Auge ist die Barockkirche Vierzehnheiligen, wo glänzender Marmor und beleibte Putten das Gemüt froh machen. Der gewaltige Dom in Bamberg – hohe Gewölbe und der berühmte Reiter in seiner ganzen Strenge – macht dann wieder stumm vor Ehrfurcht. Tipp: "Mein Lieblingsort am Main-Radweg ist Sommerhausen mit Veit Relins winzigem, aber anspruchsvollem Torturmtheater."
Walter Karpf, HÖRZU-Autor

4. Neuschwanstein (Bayern)
Märchenschloss: In Wahrheit sollte es ein Theater werden. Eine Bühne für die genialen Stücke Richard Wagners und für König Ludwig II. (1845–86) selbst, der mittelalterliche Ritterspiele liebte. Dafür verschuldete sich der "Kini" maßlos – privat, die bayerische Staatskasse wurde nicht belastet. Die klassische Ritterburg ist heute ein Hauptwerk des Historismus, dessen moderne Umsetzung in Architektur und Technik fasziniert. König Ludwig, der für seinen Traum arm wurde, starb, bevor das Schloss fertig war. Millionen Besucher haben längst ein Vielfaches der Baukosten wieder "eingespielt".

5. Reinhardswald (Hessen)
Im Märchenland: Am Nordrand von Kassel beginnt eines der waldreichsten, einsamsten Gebirge Deutschlands, voller uralter, zerklüfteter Eichen, die von unzähligen Tieren bewohnt werden. Sagen und Märchen haben hier ihren Ursprung. Am berühmtesten ist jenes von Dornröschen, das auf der romantischen Sababurg beschützt von einer Rosenhecke schlief, bis es vom Prinzen wachgeküsst wurde. Auch wir können dort schlafen: Die Sababurg ist heute ein Hotel.

6. Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen)
Aus Alt mach Neu und Alt: Ein Konzept musste her, eines, das den Charakter des alten Rheinhafens erhielt und dennoch Aktuelles, Unerhörtes schuf. Den Düsseldorfer Stadtvätern ist es geglückt, mehr als hundert Jahre alte Hafenanlagen mit exquisiter Architektur zu verbinden. Architektenstars wie Frank Gehry durften kühne Ideen umsetzen: Seine Bauten des "Neuen Zollhofs" scheinen geradezu zu tanzen. Der Zollhof ist Aushängeschild des boomenden Medienhafens – und eine willkommene Alternative zur Düsseldorfer Altstadt.

7. Waldsassen (Bayern)
Barockwunder inmitten der Natur: Die Kleinstadt am nordöstlichen Rand Bayerns liegt an der Grenze zu Tschechien und kann gleich mit zwei architektonisch und geschichtlich herausragenden Bauwerken auftrumpfen. Die Stiftsbasilika im Herzen der Stadt ist eine der eindrucksvollsten Barockkirchen Bayerns. Wer hier auf einer Rad- oder Wandertour durch den Oberpfälzer Wald Stopp macht, kann den gewaltigen Kirchenraum genießen, die angrenzende spektakuläre Klosterbibliothek besichtigen oder ein Kirchenkonzert besuchen – die Basilika verfügt über einen ausgezeichneten Kirchenchor und eine der größten Orgeln Europas. Eine kleine Wanderung führt den Besucher dann zur Dreifaltigkeitskirche Kappl außerhalb der Stadt: ein barockes Kleinod, das architektonisch seinesgleichen sucht. Der ganze Bau ist – mit drei Türmen, drei Altären und weiteren Details – der heiligen Dreifaltigkeit gewidmet.

8. Monschau (Nordrhein-Westfalen)
Fachwerkjuwel: Das schiefergaue Eifelstädtchen mit alter Tuchmachertradition hat eine vollständig erhaltene Altstadt. Nahe der belgischen Grenze schmiegt es sich in einem schmalen Eifeltal an das Flüsschen Rur. Das Rote Haus erzählt in seinen Museumsräumen von Aufstieg und Fall der Textilindustrie in Montjoie, wie Monschau bis 1918 hieß. In den Gassen reihen sich Cafés und kleine Kunsthandwerksläden aneinander. Tipp: "In der berühmten Senfmühle wird seit 100 Jahren feinster Gourmetsenf hergestellt!"
Marlies Kuschmann, Fotoredakteurin

9. Havelberg (Sachsen-Anhalt)
In der Ruhe liegt die Kraft: Als wäre sie der Mississippi, so träge fließt die Havel durch Sachsen-Anhalt. Bevor sie später in die Elbe mündet, quert sie das Städtchen Havelberg – Gipfel der Beschaulichkeit. Alles scheint noch vom Wesen der einstigen preußischen Garnisonsstadt geprägt. Seit 800 Jahren thront hier der Dom. Nur einmal, vor 300 Jahren, kam Unruhe auf, als hier seetüchtige Schiffe gebaut wurden. Seither ist es wieder still. Tipp: "Die (führerscheinfreie!) Bootstour von der Stadt Brandenburg nach Havelberg. Das sind drei Tage Romantik pur."
Jasmin Henning, Redakteurin

10. Walchensee (Bayern)
Edelstein der Alpen: Blaugrün schimmert das Wasser in Deutschlands größtem Gebirgssee. Umgeben von Gipfeln wie dem Jochberg breitet sich ein wahres Wasserparadies aus – im Sommer ideal für Badespaß, im Herbst für Wanderungen entlang der weitgehend unverbauten Ufer. Auch König Ludwig II. erlag dem Charme dieser Landschaft. Regisseur Michael Herbig drehte hier 2008 seinen Film "Wickie und die starken Männer". Das berühmte Dorf Flake lag nicht an einem Skandinavien-Fjord, sondern direkt am Walchensee. Wikinger in Oberbayern!

11. Kniepsand (Amrum, Schleswig-Holstein)
Sand zwischen den Zehen: Keine Menschenseele zu sehen. Frühmorgens im ersten Sonnenlicht ist jeder König, hat den 15 Kilometer langen Kniepsand an der Westküste für sich allein. Amrum-Urlauber schwören auf Weitsicht, Wellenrauschen, weißen Strand. Wer die nordfriesische Insel erobern will, sollte mit der sanften Wattseite beginnen, um dann die offene Seeseite zu genießen. Wanderlustige könnten in Wittdün starten und bis Norddorf marschieren. Einmal rund um die Insel dauert sieben Stunden.

12. Münster (Nordrhein-Westfalen)
Historisches Flair: Der St.-Paulus-Dom ist den Münsteranern heilig – genauso wie ihr Wochenmarkt. Im Schatten des prächtigen Sakralbaus aus dem 13. Jahrhundert bieten mehr als 150 Händler mittwochs und samstags Blumen, Handwerk, Backwaren, Obst und Gemüse der Region an. Die Vielfalt der lokalen Spezialitäten verführt dazu, sich durchs Angebot zu schlemmen. Im Anschluss empfiehlt sich ein Bummel durch die mittelalterliche Innenstadt: Der Prinzipalmarkt verzückt durch das gotische Rathaus und die Giebelhäuser mit ihren Bogengängen.

Autor: HÖRZU