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Windkraftanlagen

Ein Stück Heimat: die Windkraftanlagen im schleswig-holsteinischen Sönke Nissen Koog / Foto: © picture-alliance/ dpa

Mit HÖRZU HEIMAT

Deutschland neu entdecken

Es gibt einen Ort, der unser Leben prägt wie kein anderer, der aber auf keiner Landkarte eingezeichnet ist: unsere Heimat. Doch was ist Heimat genau? Wirklich nur ein Ort? Oder ein Gefühl? Womöglich Kindheitserinnerungen? Für jeden ist Heimat etwas anderes, doch für alle ist sie wertvoll. In einer repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag von HÖRZU durchführte, gab jeder zweite Deutsche an, in den letzten Jahren sei Heimat für ihn zunehmend wichtiger geworden. Weshalb ist das so? Vielleicht, weil unsere Welt so sehr im Wandel ist.

"Wir leben in einer Zeit, in der es möglich ist, dass wir an einem Tag ans andere Ende der Erde fliegen und in denselben Stunden die globale Wirtschaft ins Wanken gerät", sagt Soziologieprofessor Dr. Hans-Peter Schwöbel. "Da wächst die Sehnsucht nach Geborgenheit und Stabilität, nach einem Anker namens Heimat." Dieser alte Begriff ist erstaunlich modern geworden, hat sein Jägerzaun-Image abgelegt. "Heimat verändert sich ein Leben lang, sie ist etwas Dynamisches: Alte Erinnerungen begleiten uns und werden mit neuen Erlebnissen verknüpft zu einem Gefühl, das uns Kraft gibt", sagt Prof. Schwöbel.

HÖRZU HEIMAT

HÖRZU hat diese neue Stimmung früh erkannt: Am 1. September 2010 startet das neue Magazin HÖRZU HEIMAT, das zeigen möchte, wo unser Land am schönsten ist. Es gibt viel zu entdecken: Deutschland ist 357.111,91 Quadratkilometer groß, von Sylt bis Konstanz und von Aachen bis Görlitz. Es ereignen sich die erstaunlichsten Dinge: auf kleinen Inseln und in geheimnisvollen Hinterhöfen, in duftenden Wäldern und romantischen Weinbergen. Jeder macht ganz eigene Erfahrungen mit Heimat.

Heimat, was ist das?

Die Moderatorin Inka Bause (41, "Bauer sucht Frau", RTL) entwickelte durch ihre Arbeit eine neue Verbundenheit: "Wie schön Deutschland ist, merke ich besonders, wenn ich auf dem ,Traumschiff‘ an den schönsten Plätzen der Welt drehe. Dann denke ich: Was nützen mir Palmen, Strand und blauer Himmel, wenn Familie, Freunde und das Vertraute so fern sind?" Für die Berlinerin symbolisiert der Fernsehturm in Berlin Mitte Heimat. Auf den ersten Blick ist das nur ein Turm aus Beton, 368 Meter hoch. Auf den zweiten Blick ist es viel mehr: die Erinnerung an das Zuhause, das Empfinden von Vertrautheit und Geborgensein.

"Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl", sagt Herbert Grönemeyer und zitiert aus einem seiner Lieder. Der Sänger (54, "Bochum") lebt in Berlin und London. Seine erste Heimat sei die Stadt an der Spree, sagt er, da habe er die meisten Freunde.

So empfindet es die Mehrheit der Deutschen: Der Begriff hat sich neu definiert. Für viele Frauen und Männer bezeichnet er mehr als einen geografischen Punkt. Laut der aktuellen HÖRZU-Umfrage steht er für die Familie oder Menschen, die einem nahestehen (88 Prozent), für den Platz, an dem man sich geborgen fühlt (85 rozent) oder für Kindheitserinnerung (68 Prozent).

In unserem Gedächtnis sind Gerüche und Geräusche gespeichert oder der Geschmack einer Lieblingsspeise. Das alles ruft in uns Erinnerungen wach, beschert uns in bestimmten Situationen ein Gefühl der Geborgenheit. Etwa dann, wenn die leichte Zimtnote des dampfenden Apfelkuchens durch die Küche zieht, der Duft des frisch gemähten Grases, die salzige Nordseeluft – alles, was nach Kindheit riecht. Wenn der Kamin knistert oder die Möwen am Himmel kreischen. Dann kommen Heimatgefühle auf, und das Kopfkino startet: Eine imaginäre Reise zu unseren Wurzeln beginnt. Zur Schwäbischen Alb, zum schlickigen Wattenmeer, zum Holzsteg am Starnberger See. Zu Krabbenkuttern oder Pferdekutschen. Zum Kölner Dom, zum Dresdner Zwinger oder zu verlassenen Zechen.

Autor: Mirja Rumpf