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Singapur

Moderne. Die erleuchtete Skyline am Singapur River. - Foto © dpa Picture-Alliance GmbH

Hannelore Elsner über Singapur

Singapur - Stadt der Extreme

Der September wird im Fernsehen der Monat der Hannelore Elsner: Zuerst brilliert sie in "Alles Liebe" ( siehe TV-Tipp rechts). Danach ist sie neben Mario Adorf im Zweiteiler "Der letzte Patriarch" zu sehen (beide Teile am 10. September, 20.15 Uhr, Das Erste). Für die Dreharbeiten reiste die Schauspielerin erstmals nach Singapur, wo die Szenen aufgenommen wurden, die im Film im chinesischen Schanghai spielen. Elsner war begeistert von der modernen Stadt- und Inselrepublik, dem kleinsten Staat Südostasiens. Was sie dort erlebte, beschreibt sie exklusiv in HÖRZU.

Moscheen neben buddhistischen Tempeln, Riesenkaufhäuser neben alten Basaren, chinesische Bürger im Viertel Chinatown und indische in Little India. All das ist Singapur – eine Stadt und ein Staat. Ein Land, dessen Bewohner zu den reichsten der Erde gehören. Ein Land so klein wie Hamburg – doch mit dem größten Hafen der Welt. Ein Land, das stark geprägt ist von der britischen Kolonialzeit. Ein auffälliges Zeichen dafür: Es herrscht auch heute noch Linksverkehr. Singapur ist ein faszinierendes fernöstliches Fleckchen Erde. Bei den Dreharbeiten zu "Der letzte Patriarch" hatte ich 2009 die Gelegenheit, seinen ganzen Zauber zu erleben – zu Wasser, zu Lande und aus der Luft.

Schon als ich aus München kommend beim Landeanflug den ersten Blick auf die grandiose Skyline erhaschte, auf das Häusermeer und den sich träge hindurchschlängelnden Fluss Singapur River, dachte ich: Was für ein atemberaubender Anblick von hier oben! Drunten begab ich mich gleich aufs Wasser zu einer romantischen Bootsfahrt – bei der mich das bunte Treiben an den Ufern sofort in seinen Bann zog. Später streifte ich zu Fuß durch die Einkaufsstraßen und kleinen Basare, etwa auf der legendären Arab Street, und war wieder vollkommen fasziniert.

Singapur ist die Hauptstadt des Shoppings: Angeblich haben hier sogar Kliniken eine Einkaufsmeile. Doch noch schöner als die klimatisierten Kaufhäuser, in denen ständig Eiseskälte herrscht, ist die großartige Orchard Road, weltweit bekannt und gefühlt zehnmal so lang wie der Kurfürstendamm in Berlin – ein Mix aus Champs-Élysées, Oxford Street, Fifth Avenue und Via Veneto. Teppiche, Juwelen, feinste Seide, exquisite Pasteten – es gibt nichts, was es nicht gibt. Noch mehr Freude bereitet es allerdings, die Menschen zu studieren. Besonders fiel mir die Höflichkeit der Bewohner Singapurs auf: Zu ihren geschliffenen Umgangsformen gehört es etwa, Visitenkarten mit beiden Händen zu überreichen.

Singapur ist eine Stadt, die nie schläft. Und das bei tropischen Temperaturen von durchschnittlich 33 Grad am Tag und 24 Grad in der Nacht. Für mich ein wunderbares Klima! Wann immer ich aus meinem Zimmer in der obersten Etage des eindrucksvollen "Fullerton Hotels" auf die Metropole hinabschaute, zog mich das Treiben auf den Straßen magisch an. Mal führte mich ein Streifzug zu kleinen Kirchen und winzigen Häusern, die sich an Wolkenkratzer schmiegten. Aus der Vogelperspektive hatten sie schon pittoresk ausgesehen, doch als ich unten zwischen ihnen stand, war ihre Schönheit noch um ein Vielfaches größer.

Ich schlenderte durch das Kolonialviertel mit dem alten Parlament oder vorbei am legendären "Raffles Hotel", in dem schon Charlie Chaplin zu Gast war, oder besuchte mit meinem Kollegen Mario Adorf kleine Lokale, um auch die Küche der drei großen Bevölkerungsgruppen Singapurs kennenzulernen: der Chinesen, Malaien und Inder. Lecker sind etwa Dim Sum, kleine chinesische Zwischenmahlzeiten. Köstlich auch die Angebote der Fischlokale am Hafen. Singapurs Vergnügungsviertel Boat Quay direkt am Fluss ist ebenfalls einen Besuch wert. Wenn man dort ins Kino geht, sollte man sich allerdings warm anziehen. Die Kinos in Singapur sind, wie die Kaufhäuser, stark klimatisiert. Und besuchen Sie unbedingt eine der Discos: Ich selbst war in einer riesigen Techno-Diskothek – mit "DJ Hell", der während meines Aufenthalts die "Deutsche Filmwoche" eröffnete.

Das mag jetzt erstaunlich klingen, aber Singapur bietet durchaus auch Oasen für Ruhe und Entspannung. Unvergesslich sind mir die Besuche in Chinatown, wo ich in einem der zahlreichen Massagesalons herrliche Rücken- und Fußmassagen genoss. Yoga-Fans kommen ebenfalls auf ihre Kosten: Wann immer ich Zeit fand, besuchte ich das "Hot Yoga"-Zentrum, wo man die Übungen in 40 Grad heißen Räumen macht. Für mich als Tropenfan ein Traum! Wie die ganze Stadt. Singapur, ich komme wieder! Versprochen!

Reise- und Zusatz-Infos

Flug: Mindestens 15 Stunden dauert der Flug etwa von Düsseldorf nach Singapur. Reisebeispiel: Abflug am 28. August, Heimflug am 11. September, jeweils mit Emirates, Preis: ab 887 Euro, über www.expedia.de (Stand: 12.8.2010).
Unterkünfte: Wohnen wie Hannelore Elsner im "Fullerton Hotel Singapore" ab 175 Euro pro Nacht (Spezialpreis bei www.expedia.de). Eleganter: das legendäre "Raffles Hotel", 281 Euro pro Nacht. Günstiger und trotzdem sehr gut: "Rendezvous Singapore", 92 Euro pro Nacht.
Klima: Temperaturen im August und September: etwa 33 Grad am Tag, 24 Grad in der Nacht.
Vorsicht: Das Auswärtige Amt warnt: Rauchen in der Öffentlichkeit wird mit hohen Bußgeldern bestraft. Ebenso: sorgloser Umgang mit Müll!

Autor: Hannelore Elsner