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Der Parc de la Ciutadella in Barcelona.

Matthias Opdenhövel hat den Parc de la Ciutadella in Barcelona mit dem Fahrrad erkundet. Im TV-Programm: "Opdenhövels Countdown", 12.04., 20:15 Uhr, im Ersten. - Foto © picture-alliance / prismaarchivo

Im TV: Opdenhövels Countdown, 12.04., 20:15 Uhr, Das Erste

Matthias Opdenhövel über Barcelona

Design, Architektur, Fußball und Strand: Diese so einzigartige wie typische Barcelona-Mischung hat es Matthias Opdenhövel angetan. Bevor er mit der neuen Quizshow "Opdenhövels Countdown" (siehe TV-Tipp rechts) auf Sendung geht, gönnte sich der Moderator darum einen Wochenend-Trip in die spanische Metropole – und wurde nicht enttäuscht. In HÖRZU berichtet er von seinen Reisen.

Barcelona> ist unglaublich abwechslungsreich. An jeder Ecke gibt es etwas Spannendes zu sehen. Ob Roy-Lichtenstein-Skulptur, Bauhaus-Pavillon von Mies van der Rohe oder Kathedralen aus den verschiedensten Epochen: Die katalanische Hauptstadt ist wie ein lebendiges, vibrierendes Freilichtmuseum. Und die beste Art, sie zu entdecken, bietet das Fahrrad. Vergessen Sie den Stadtrundfahrten-Bus, Taxen und Fußmärsche. Da können die Trekking-Sandalen noch so bequem sein, was man mit dem Fahrrad alles abradeln kann, schafft man niemals zu Fuß. Fast alle "residente" machen es genauso.

Matthias Opdenhövel per Rad ins Szeneviertel

An jeder Ecke gibt es Stationen mit unzähligen Rädern zum Leihen. Einheimische ziehen einfach eine Chipkarte durch den Automaten, und schon nehmen sie sich eines, brausen los und stellen es später an einer anderen Station ab. Besucher wenden sich am besten an Budget Bikes (Plaça de la Llana 3, www.budgetbikes.eu).

Und dann startet die Entdeckungstour: durch den Parc de la Ciutadella mit seinen Orangenbäumen und seinem beliebten Zoo zu den verrückten Antoni-Gaudí-Gebäuden wie der Sagrada Família oder der Casa Milá oder durch die Gassen im Gotischen Viertel. Das Beste: Überall hat man sich mit dem Fahrrad ruck, zuck elegant durchgeschlängelt.

Matthias Opdenhövel empfiehlt ein Picknick am Strand

Selbst direkt vor dem Picasso-Museum können Sie vorfahren. Hier, im neuen Szeneviertel Born, haben sich ausgefallene Boutiquen angesiedelt, viele Galerien einheimischer Künstler und hervorragende Tapas-Bars (wie "Taller de Tapas", l’Argenteria 51 und vier weitere Filialen in Barcelona, www.tallerdetapas.com).

Man kann aber auch einfach zum Hafen fahren und auf dem kleinen Markt im alten Fischerviertel La Barceloneta etwas frisches Brot, Schinken, Salami, Oliven und einen leckeren Rosé kaufen. Dann radelt man weiter zum nahen Strand und macht ein Spitzen-Picknick. Habe ich alles ausprobiert und für sehr gelungen befunden. Das besondere Extra: Einheimische Bands geben spontane Gratiskonzerte auf der Promenade.

Gut gestärkt geht es weiter über Las Ramblas, eine der prominentesten Straßen Europas. Hier flanieren auf der Allee zwischen den Fahrbahnen die Touristen und treffen auf Kleinkünstler, Blumenverkäufer – und Taschendiebe. Ein weiteres Plus fürs Fahrrad, denn die Kondition mitzulaufen haben die Langfinger zum Glück nicht. Keine Angst übrigens vor den Autofahrern: Sie sind recht gesittet unterwegs, und da Barcelona eine sehr fahrradfreundliche Stadt ist, gibt es genug und sogar immer mehr Radwege.

Als Designfan springe ich am Passeig de Gràcia 96 ab und besuche das berühmte Kaufhaus Vinçon (www.vincon.com). Einer der ersten Designshops der Stadt und immer für originelle Spontankäufe gut. Die Bandbreite ist unglaublich: Vom Klassiker wie dem Lounge Chair von Ray und Charles Eames aus der oberen Möbeletage bis zum praktischen Staubwedel in der Haushaltsabteilung kann man alles mitnehmen. Will ich zwar, kriege es aber nicht auf den Gepäckträger drauf, und so geht’s weiter Richtung Südwesten.

Auf der Avinguda Diagonal, einer der längsten Einkaufsstraßen Spaniens, kann man auch sehr leicht sein Geld loswerden. Die Schaufenster fliegen aber nur so an mir vorbei, denn ich möchte zum heiligsten Tempel aller Fußballfans: zum Estadio Camp Nou. Zur Heimat der besten Fußballmannschaft der Welt, des FC Barcelona. Auch wenn man es niemals schaffen wird, als Spieler in die Arena einzulaufen, kann man es dennoch als Privatmensch. Ein Ticket für das Vereinsmuseum im Stadion berechtigt auch dazu, einen Blick in die Katakomben und Umkleidekabinen zu werfen.

Matthias Opdenhövel im Estadio Camp Nou

Man fühlt sich ein bisschen wie Messi, wenn man am Ende des Spielertunnels die schmale Treppe zu diesem ehrwürdigen Rasen hinaufsteigt, und streckt automatisch die Hand aus, um ein Einlaufkind in Empfang zu nehmen. Es greift dann leider nur ein Ordner zu, der sagt: "Bis hierher und nicht weiter!" Aber das ist doch schon nicht schlecht – im wohl schönsten Stadion der Welt auf dem Rasen zu stehen. Und auch wenn man Messi nicht persönlich trifft: Für einen geringen Aufpreis kann man sich ein Foto mit dem Kickergenie vor einer Greenbox zusammenbasteln lassen. Täuschend echt und sehr lustig.

Für den Sundowner geht es zurück auf die hoteleigene Dachterrasse (Tipp: www.grandhotelcentral.com) mit atemberaubendem Blick über eine Stadt, die unter anderem dank zweier Weltausstellungen und der Olympischen Spiele 1992 ein so spannendes Bild bietet, dass man jedes Wochenende anreisen möchte. Wenn’s sein muss, sogar mit dem Fahrrad!


Reise-Tipps für Barcelona

Anreise: Flüge hin und zurück ab Flughafen Köln/Bonn mit Germanwings ab 173 Euro.
Unterkunft: "Mesón Castilla", gemütliches Traditionshaus in Universitätsnähe, DZ/Frühstück ab 100 Euro. "Hotel España" in der historischen Innenstadt, im Stil des Modernismus, DZ ab 160 Euro.
Tourismusinfo: www.barcelonaturisme.com (Englisch, Kurzinfos in Deutsch über PDF-Link).
Unterkünfte: www.oh-barcelona.com (Deutsch)

Autor: Matthias Opdenhövel