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New York

Prunk: Jedes Jahr steht am Rockefeller Center ein riesiger Weihnachtsbaum. - Foto: © picture-alliance/ dpa/dpaweb

Magische Metropole

Comedian Mario Barth über New York

Einen Ur-Berliner wie Mario Barth zum Fremdgehen zu verführen ist nicht leicht. New York hat es geschafft. Die US-Metropole ist Barth über die Jahre richtig ans Herz gewachsen.

Deutschlands erfolgreichster Comedian, der 2011 auf Stadiontour geht (Infos: www.mario-barth.de) und mit "Männer sind peinlich, Frauen manchmal auch!" eine Live-DVD (Bestellmöglichkeit: siehe rechts) veröffentlicht hat, drehte zuletzt sogar in New York. Für seine Show "Willkommen bei Mario Barth" (siehe TV-Tipp) entdeckte er neue Seiten dieser faszinierenden Stadt. Exklusiv in HÖRZU verrät er die Geheimtipps seiner Reisen in der "Hauptstadt der Welt".

Lieben oder hassen – viel mehr Möglichkeiten lässt einem New York meiner Meinung nach nicht. Ich war jetzt schon einige Male hier und finde die Stadt einfach toll. Zugegeben: New York ist unglaublich schnell und hektisch. Da ich aber kein Teil dieser Hektik bin, entspannt mich der Trubel eher. Vor allem in der Vorweihnachtszeit ist New York ein Erlebnis. Wenn vor dem Rockefeller Center die Eisbahn samt gigantischem Weihnachtsbaum steht, ist das für mich Romantik pur. Abends wird das Gebäude himmlisch angestrahlt – ein ganz unglaubliches Bild.

Ein Tipp: Wenn Sie einen tollen Blick über New York haben wollen, fahren Sie hier hoch zu den Aussichtsetagen "Top of the Rock" anstatt zum bekannteren Empire State Building. Mit 260 Metern ist das Center nicht ganz so hoch, hat aber einen großen Vorteil: Von hier aus haben Sie das imposante Empire State Building wunderbar im Blick, das zur Weihnachtszeit in Rot und Grün leuchtet. Wird mir die Stadt doch mal zu hektisch, mache ich es einfach wie die New Yorker selbst: Ich flüchte in den Central Park. Schon fantastisch, dass es mitten in dieser Mega-Metropole so eine Oase der Ruhe gibt.

Nicht nur klimatisch ist das riesige Gelände unheimlich wichtig. Ich persönlich etwa liebe es besonders, beim Spazierengehen dort die Eichhörnchen zu füttern. Aber auch für zwischenmenschliche Kontakte ist der Park ideal. Rund sechs Millionen Singles sollen in New York leben, und der Central Park gilt als große Partnerbörse. Wie man dort Frauen kennenlernt, habe ich zuletzt testen können – für meine Show "Willkommen bei Mario Barth". Fazit: Die Kontaktaufnahme klappte wie von selbst, vor allem aber, da ich niedliche Hunde an der Leine hatte. Im Central Park sieht man öfter sogenannte Dogwalker. Sie gehen für Geld mit den Hunden der viel beschäftigten New Yorker Gassi, manchmal mit fünf Hunden gleichzeitig an der Leine.

Wer in der Nähe des Central Parks ist, sollte unbedingt ins "Mandarin Oriental" gehen. Das Hotel liegt an der Südwestecke des Parks. Fahren Sie einfach mit dem Fahrstuhl in die Sky Lobby im 35. Stock. Vor allem im Winter, wenn der Park vom Schnee bedeckt ist, ist der Blick von dort oben wirklich ganz einmalig. In der Stadt kann man natürlich auch hervorragend essen gehen. Besonders angesagt sind feine französische Restaurants. Mein Geschmack ist das nicht: große Teller, wenig drauf, aber dafür sehr teuer. Vielleicht bin ich altmodisch, aber ich finde es toll, wenn ich essen gehe und danach satt bin. Und wenn ich dafür keine 250 Dollar ausgeben musste, freue ich mich umso mehr!

Wer Fleisch liebt, dem kann ich das "Plataforma" nur wärmstens empfehlen. Das Restaurant ist eine Churrascaria, also eine Art brasilianisches Steakhaus. Das Fleisch wird auf Riesenspießen gegrillt und direkt am Tisch für die Gäste abgeschnitten – hervorragendes Essen, tolle Atmosphäre. Mein zweiter Restauranttipp: "Rosa Mexicano". Da sollte jeder hin, der glaubt, dass die mexikanische Küche nur aus Burritos und Enchiladas besteht. Besonders lecker: die Chili-Schokoladen-Sauce.

Auch als riesiger Musicalfan komme ich bei New-York-Besuchen immer voll auf meine Kosten. Zum Dreh für meine Show durfte ich mich zuletzt sogar beim Casting des Musicals "Wicked" auf der Original-Broadway-Bühne versuchen. Noch mehr begeistert hat mich aber "Memphis" – mit weitem Abstand das beste Musical, das ich je gesehen habe! Es handelt von der Geburt des Rock ’n’ Roll in den US-Südstaaten der 1950er-Jahre. Die Musik ist unglaublich: Soul, Blues und Rock ’n’ Roll vom Feinsten. In dem Moment, wenn sich der Vorhang öffnet, geht auf der Bühne sofort die Post ab. Mit ihren Wahnsinnsstimmen bringen die Sängerinnen und Sänger den ganzen Saal zum Beben. Nicht erst seit diesem Erlebnis habe ich vor Musicaldarstellern den größten Respekt. Singen, schauspielen und noch mit 20 Menschen in einer komplizierten Choreografie tanzen – in solchen Momenten merkt man einfach: Das Showgeschäft ist nicht umsonst einst hier erfunden worden.

Reisetipps für New York
Flüge: Etwa Frankfurt–New York und zurück, z. B. mit Air Berlin oder Lufthansa (ab 404 Euro im Januar).
Hotel: "Intercontinental The Barclay New York" (111 East 48th St). DZ im Januar rund 130 Euro pro Nacht.
Ausblick: Das Rockefeller Center (30 Rockefeller Plaza) bietet in den obersten Etagen in 260 Meter Höhe den beeindruckenden Aussichtspunkt "Top of the Rock" (täglich 8 bis 24 Uhr). Eintritt für Erwachsene: ca. 15 Euro.
Essen: Beste brasilianische Küche mit Fleisch vom Spieß serviert das "Plataforma" (316 W 49th St).
Musical: Ausgezeichnet mit dem Tony Award als bestes Musical 2010: das Broadwaystück "Memphis" über die Musikszene der 50er. Karten ab 30 Euro. Alle weiteren Infos unter www.memphisthemusical.com.

Autor: Mario Barth