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Schauspieler Claus Theo Gärtner.

Der ewige Matula? Schauspieler Claus Theo Gärtner, hier beim Dreh der 282. Folge von "Ein Fall für zwei". - Foto © ZDF / Jaqueline Krause-Burberg

"Ein Fall für zwei" auf Sky-Krimi

Claus Theo Gärtner über Basel

Er ist seiner Rolle treu geblieben wie kaum ein anderer: Seit dem Start der ZDF-Krimiserie "Ein Fall für zwei" am 11. September 1981 spielt Claus Theo Gärtner den handfesten Privatdetektiv Josef Matula. Nach 300 Folgen will er seine berühmte Lederjacke aber an den Nagel hängen. Die letzte Folge wird 2013 zu sehen sein. Für die Zeit danach plant er mit seiner Frau Sarah Gärtner eine Reise auf der Panamericana: im eigenen Laster einmal quer durch Amerika – von Alaska bis Feuerland!


Reisetipps für Basel und Umgebung

Anreise: Der EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg liegt in Frankreich, ist aber nur 15 Busminuten vom Baseler Zentrum entfernt. Die Fluglinie Easyjet bedient Basel direkt zum Beispiel ab Hamburg, Berlin, Dresden und Düsseldorf.
Fasnacht: Eines der beeindruckendsten Volksfeste Europas. Nächster Termin: 27. bis 29.2.2012, www.fasnachts-comite.ch
Art Basel: Wichtigste Kunstmesse der Welt – spannend auch für Nichtkäufer: 14. bis 17.6.2012, www.artbasel.com


Nach Basel kam Claus Theo Gärtner der Liebe wegen – seine Frau ist Schweizerin. Sie arbeitet als Theaterregisseurin und -produzentin in der Stadt. Was zieht Claus Theo Gärtner noch dorthin? Eine ganze Menge – wie er exklusiv in HÖRZU beschreibt: Am meisten mag ich die Internationalität in Basel. Ungefähr jeder dritte Basler kommt aus dem Ausland. Da hier große Chemie- und Pharmakonzerne ihren Sitz haben, zieht die Stadt viele top ausgebildete Führungskräfte an. Eine interessante Mischung!

Es herrscht eine ganz besondere Atmosphäre: eine Weltoffenheit, die man nicht an vielen Orten erlebt. Schon gar nicht in einer so kleinen Stadt: Basel zählt ja nur rund 170.000 Einwohner. Meine Frau und ich haben eine Altbauwohnung mit Blick auf den Rhein. Sie liegt im Viertel St. Johann, das mich an den Berliner Bezirk Kreuzberg erinnert. Aber an das aufstrebende Kreuzberg vor einigen Jahren – mit ganz vielen Kneipen, originellen und günstigen Geschäften, vielen Künstlern, viel Lebendigkeit. Ich habe das Glück, dass sich gleich in unserem Nebenhaus meine Lieblingskneipe befindet: das "Rhyschänzli". Wobei ich den Namen nicht gern verrate, denn der Zulauf ist so groß, dass man jetzt schon kaum einen Platz kriegt.

Im "Rhyschänzli" kann man sehr gut und gemütlich essen, es gibt dort das beste Käsefondue der Stadt. Dazu einen schönen Kirsch, damit es nicht im Magen liegt – herrlich. Für Fondue kann ich aber auch das Lokal "Walliser Kanne" sehr empfehlen. Und wenn es mal schicker sein soll: "Les Gareçons" im Badischen Bahnhof ist ein edles Designrestaurant mit exquisiter internationaler Küche.

Basel vereint Mittelalter und Moderne

Berühmt ist Basel für seine idyllische Altstadt aus dem Mittelalter mit dem Münster auf der Seite links des Rheins – und für die vielen Museen und Galerien. Ich mag vor allem zeitgenössische Kunst, wie sie im Museum für Gegenwartskunst zu sehen ist oder in der Fondation Beyeler. Auch das Museum Tinguely gefällt mir gut, es zeigt mechanische Skulpturen von Jean Tinguely und wechselnde Sonderausstellungen. Schon allein das Gebäude des Stararchitekten Mario Botta ist sehenswert, und hintendran gibt es einen schönen Park.

Auf der Art Basel, der wichtigsten Messe für moderne Kunst weltweit, war ich schon sehr oft. Einfach fantastisch! Leider hatte ich nie das Geld, um mir die Werke, die mich wirklich interessieren, leisten zu können. Zum größten Teil sind die Preise sehr – sagen wir mal – fantasievoll.

In der Kulturstadt Basel spielt natürlich auch das Theater eine große Rolle. Die drei Säle des städtischen Schauspiel- und Opernhauses haben zusammen fast 1800 Plätze – also einen Platz je hundert Einwohner. In den 70er-Jahren habe ich selbst einmal am Theater Basel vorgesprochen. Es hat aber nicht geklappt. Heute gehe ich gern als Zuschauer hin. Meine Frau arbeitet in der Theaterfalle, einem kleinen privaten Theater. Im Moment haben sie großen Erfolg mit dem Stück "Gut gegen Nordwind" nach dem Roman von Daniel Glattauer. Sie haben es als "mobiles Theater" inszeniert, es spielt an verschiedenen Orten in der ganzen Stadt, und die Zuschauer ziehen dabei immer mit – in ein Möbelhaus, auf ein Schiff auf dem Rhein und so weiter.

Wunderbar finde ich an Basel auch die Straßenbahn. Ich fahre fast täglich damit, wir haben eine Haltestelle direkt vor der Haustür. Eigentlich bin ich ja ein Autonarr, aber in Basel fährt man nicht mit dem Auto, weil man nie einen Parkplatz findet. Und man muss es auch nicht, denn bei den öffentlichen Verkehrsmitteln funktioniert alles perfekt. Außerdem hat Basel viele, viele Bars. Eine meiner Lieblingsbars ist die im Luxushotel "Les Trois Rois", einem wunderschönen historischen Gebäude. Oder die "Bar Rouge" im Messeturm, in 105 Metern Höhe. Mit einem Drink in der Hand den Blick über diese faszinierende Stadt schweifen zu lassen: Das finde ich, ehrlich gesagt, traumhaft.

Autor: Claus Theo Gärtner