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Tipps für den erholsamen Schlaf

Besser schlafen in einem optimal ausgestattetem Bett; Bild: © picture-alliance/chromorange

So liegen Sie richtig

Tipps für erholsamen Schlaf

Schlaflose Nächte sind eine Qual: Man liegt stundenlang wach, rollt sich von einer Seite auf die andere, starrt an die Decke: Jeder dritte Deutsche hat laut "DAK-Gesundheitsreport 2010" regelmäßig Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen – die mit Abstand häufigste Störung. Schlafmangel macht nicht nur müde, er hat noch schlimmere Folgen. Bekommt man zu wenig Ruhe, leidet die Konzentration, das Immunsystem wird geschwächt, die Leistungsfähigkeit eingeschränkt, die Stimmung kann extrem schwanken.

Die gute Nachricht: Jeder kann selbst viel für seine Nachtruhe tun. "Schlafhygiene" heißt ein Zauberwort der Mediziner. Gemeint sind unsere alltäglichen Gewohnheiten: Man sollte etwa nach der Arbeit bewusst entspannen, vor dem Schlafen nichts Schweres essen und wenn möglich immer zur selben Zeit ins Bett gehen.

All das nützt aber wenig, wenn die "Basis" nicht stimmt, unser Bett also nicht optimal ausgestattet ist. Oft sind es zu harte Matratzen oder falsche Decken, die den Schlaf stören. Wer ein wenig mehr Zeit in die Gestaltung seines Schlafzimmers investiert wird reich belohnt werden: mit ruhigen Nächten und ausgeruhten Tagen!

Vier Wege zum perfekten Bett

1. Matratze
Das perfekte Modell für alle gibt es nicht. Wichtig: Sie sollen sich wohlfühlen. Probeliegen ist Pflicht, denn jeder Typ (Federkern, Kaltschaum, Latex) besitzt andere Eigenschaften. Sagen Sie beim Kauf, ob Sie Seitenschläfer sind (Schulter und Becken entlasten!) oder Rückenschläfer (natürliche S-Form der Wirbelsäule erhalten!). Ihre Matratze sollte mindestens 15 Zentimeter länger sein als Sie selbst, sonst kommt es zur Kauerhaltung, bei der die Muskulatur nicht entspannt. Schlafen zwei Personen auf einer Matratze, sollte sie punktelastisch sein (bewährt dabei: Taschenfederkern, Latex, Schaumstoff). Optimal sind aber getrennte Matratzen.

2. Der Lattenrost
Matratze und Rost stets aufeinander abstimmen! Schaumstoff- und Latexmodelle benötigen kleine Lattenabstände (maximal 3 cm!), sonst werden sie in die Ritzen gequetscht. Für harte Matratzen (Vollpolster, Strohkern) ist kein hochflexibler Rost nötig, da sie dessen Flexibilität nicht weitergeben. Der Rost sollte stets rundum auf Führungsholmen liegen (sonst Rutschgefahr!) und nicht aus Birkenholz sein, das schnell Stabilität und Elastizität verliert.

3. Bettdecke
Kuschelig und leicht soll sie sein. Genauso wichtig ist aber das Wärmeklima. Im Schlaf geben wir bis zu 0,5 Liter Flüssigkeit ab. Kann die Decke die Wärme samt Feuchtigkeit nicht nach außen abgeben, fängt man zu schwitzen an. Gänsedaunen schließen besonders viel Luft ein und speichern so die Wärme optimal. Auch bei der Feuchtigkeitsregulierung schneiden sie meist besser ab als Synthetikfüllungen. Aktuell sind oft Kamelhaar-, Cashmere- oder Schurwollanteile in der Decke, die ebenfalls viel Feuchtigkeit aufnehmen. Allergiker müssen sich vor dem Kauf genau erkundigen, auf welche Stoffe sie reagieren. Das Logo "Für Allergiker geeignet" reicht als Sicherheit nicht aus.

4. Kissen
Es muss den Kopf optimal stützen. Wichtig sind die Größe (ideal: 40x80 cm) und Ihre Schlafposition. Rückenschläfer sollten sich etwa die Füllung von Nackenstützkissen so zuschneiden lassen, dass sie den Nacken mehr unterstützen als den Kopfbereich. Es gibt auch spezielle Seitenschläfer- oder Körperkissen, die mindestens 140 cm lang sein sollen. Achtung: Zu harte Füllungen können den Ohren schaden!

Autor: HÖRZU; Bild: © picture-alliance/chromorange