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Marienkäfer gelten als Glückssymbol; ihr Anblick weckt Frühlingsgefühle.

Marienkäfer gelten als Glückssymbol; ihr Anblick weckt Frühlingsgefühle, Foto © www.piqs.de / A. Adam, CC (Some rights are reserved.)

Mit Glücks-Experte Dr. Eckart von Hirschausen

Kann man Glück lernen?

Es ist die Frage aller Fragen: Was macht uns wirklich glücklich? Ist es Geld oder Bescheidenheit? Geben oder Nehmen? Genuss oder Arbeit? Ist Glück Zufall oder gar Veranlagung? "Nein, Glück ist keine Glückssache, sondern eine Frage der Übung", sagt Dr. Eckart von Hirschhausen, Kabarettist, Mediziner und Bestsellerautor ("Glück kommt selten allein", Rowohlt, 18,90 Euro). "Denn jeder ist in der Lage, seinem Glück auf die Sprünge zu helfen. Es braucht dafür keine bestimmte Umgebung oder besondere Bedingungen." Mit gewissen Strategien kann jeder etwas dafür tun. Dabei hat das Glück viele Gesichter. Denn am Ende entscheidet jeder für sich allein, was ihn wirklich glücklich macht. Hier erzählen fünf Menschen von ihrer ganz persönlichen Erfüllung.

Glücklich mit Freunden:

"Ja, ich würde tatsächlich von mir behaupten, dass ich glücklich bin", sagt Ruth Meldorf (63) aus Berlin nach kurzem Zögern. "Ich führe ein erfülltes Leben." Und das auch ohne Partnerschaft, Traumjob oder Reichtum. Dafür aber mit einem großen Freundeskreis. "Ich bin seit über 30 Jahren geschieden. Habe meine Kinder allein großgezogen, ohne die Unterstützung eines Partners. Was mir immer Halt gegeben hat, waren meine Freundinnen", sagt die Berlinerin. Bedingungslosigkeit und Freiwilligkeit – das sind die beiden Begriffe, mit denen sie das Wesen ihrer Freundschaften beschreibt. "Ich habe Menschen um mich herum gesammelt, bei denen ich so sein kann, wie ich bin. Mit all meinen Gedanken und Gefühlen. Das empfinde ich wirklich als großes Geschenk."

Glücklich nach dem Sieg über Krebs:

Gesundheit steht für die meisten Menschen an oberster Stelle auf der Glücksskala. Doch wie kostbar sie ist, wissen viele erst, wenn sie ernsthaft in Gefahr gerät. Gisela Schneider (67) aus Freiburg erkrankte 1993 an Brustkrebs. "Operationen, Therapieverläufe, Rückschläge – dann Verzweiflung, Wut, Trauer. Ich habe all diese Gefühlsebenen während meiner Krankheit durchlebt", erzählt die 67-Jährige heute. "Aber ab dem ersten Moment der Diagnose war für mich klar, dass ich kämpfen werde. Das war ich mir, meinem Leben und meinen Lieben einfach schuldig. Als das erste Jahr der Therapie überstanden war, habe ich mit meiner Familie groß gefeiert. Das mache ich bis heute so, es ist wie mein zweiter Geburtstag. Wenn ich jetzt zur Nachuntersuchung gehe, und der Arzt sagt mir, dass alles in Ordnung ist, dann überkommt mich ein riesiges Glücksgefühl."

Autor: Antje Raupach