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Wer dem Stress ab und zu entkommt, lebt einfach besser.

Foto © www.piqs.de / Fotograf: lies.image , CC (Some rights are reserved.)

Bestseller-Autor W.T. Küstenmacher exklusiv in HÖRZU

Einfach besser leben

Glücklich & gesund sein! Das klingt nach einer großen Aufgabe. Doch oft sind es kleine Dinge, die uns helfen. Wir verraten Ihnen, welche.

Schluss mit dem Stress! Das steht für die meisten Deutschen auf Platz eins der Liste ihrer guten Vorsätze. Und zwar jedes Jahr wieder. Denn leider kann man Stress nicht abschalten wie ein klingelndes Handy. Aber wir selbst können abschalten. Wir können dafür sorgen, dass Stress uns nicht zu sehr beherrscht, dass wir trotz aller Aufgaben und Ansprüche glücklich und gelassen leben.

Der Weg zu dieser Gelassenheit beginnt ausnahmsweise nicht mit dem ersten Schritt, sondern im Kopf. "Am wichtigsten ist, dass man sein Leben überhaupt bewusst gestalten will", sagt Beststeller-Autor Werner Tiki Küstenmacher, von Beruf eigentlich Pfarrer ("Simplify Your Life"). Gelassenheit klinge zwar nach "Alles auf sich zukommen lassen" und "Nichtstun". In Wirklichkeit aber sei das Gegenteil der Fall: "Nur wer die wesentlichen Dinge seines Leben gestaltet, erreicht Gelassenheit. Jeder muss etwa bewusst entscheiden, was er essen möchte, wie er sich fit hält oder wie er seine Zeit nutzen will." Niemand muss sein Leben ohnmächtig aushalten.

Schluss mit der Perfektion

Ebenso bewusst kann man entscheiden, wie man mit Stress umgehen will, etwa mit hohen Anforderungen im Job oder mit privaten Belastungen. "Wenn ich krank werde, kann ich jammern und mich fragen, warum das ausgerechnet mir passieren muss - oder ich kann es als meine Aufgabe ansehen, dagegen anzukämpfen", sagt Küstenmacher. Wer diese Entscheidungsfreiheit entdeckt und nutzt, ist auf dem besten Weg zur Gelassenheit. Dabei darf man ruhig auch mal Zugeständnisse machen und seine eigene Belastungsgrenze senken. "Wir denken ja immer, wir müssten noch belastbarer werden, noch stärker und noch mehr Druck aushalten", so der Experte, "aber es ist wichtig, dass man sich und anderen auch mal sagt: 'Es ist jetzt zu viel! Ich halte das nicht aus.'"

Unsere Kräfte sind nicht unendlich, weder die körperlichen noch die psychischen. Darum darf man sich auch einmal von der Perfektion verabschieden. Untersuchungen haben ergeben, dass wir 80 Prozent einer Aufgabe bereits nach 20 Prozent der Zeit erledigt haben - den Rest verbringen wir mit der Perfektionierung. Küstenmachers Rat: "Legen Sie vor einer Aufgabe einen Zeitpunkt fest, bis zu dem Sie fertig sein wollen." Und beenden Sie sie dann auch wirklich. Zudem ist es sinnvoll, den Tag nicht mit vielen kleinen Aufgaben zu beginnen, etwa mit dem Lesen von E-Mails. Sonst beschleicht einen später schnell das Gefühl, heute wieder nichts geschafft zu haben. Besser ist es, mit der Bearbeitung einer größeren Aufgabe in den Tag zu starten.

Autor: Melanie Schirmann