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Ausdauersport und Bewegung hält bis ins hohe Alter geistig fit.

Ausdauersport und Bewegung hält Körper und Geist bis ins hohe Alter fit. - Foto © picture-alliance / beyond/BreBa

Tipps und Training für jeden Typ

Das Gedächtnis trainieren

Vergesslichkeit ist ein normaler Prozess des Gehirns

Wie hieß noch mal das hübsche, lauschige Hotel aus dem letzten Toskana-Urlaub? Wer war der Autor des Buches, das uns kürzlich so gut gefallen hat? Was wollten wir heute unbedingt im Supermarkt besorgen? Und wo um Himmels willen haben wir schon wieder die Lesebrille hingelegt?

Je älter wir werden, desto öfter scheint sich unser Gedächtnis in ein Sieb zu verwandeln: Vor allem in Alltagsdingen werden wir immer vergesslicher – und machen uns mitunter ernsthafte Sorgen, ob dies erste Anzeichen einer Erkrankung sein könnten. Dabei ist Vergesslichkeit etwas völlig Normales, ja sogar eine elementare Schutzfunktion unseres Gehirns. Auf diese Weise werden belanglose Informationen ausgeblendet, um Platz für Wichtigeres zu schaffen und freizuhalten.

Mnemo-Techniken für den individuellen "Vergesslichkeitstyp"

Was aussortiert wird, ist dabei auch eine Frage der individuellen Veranlagung und kaum bewusst zu steuern. Denn Menschen können sich Dinge unterschiedlich gut merken – was wiederum Einfluss auf ihre Vergesslichkeit hat. Allen, die noch nie Sinn für Zahlen hatten, werden Telefon-, Code- und PIN-Nummern rascher entfallen als anderen. Wer sich Namen schon immer nur mühsam einprägen konnte, wird sie auch schneller wieder vergessen. Doch wer herausfindet, welcher "Vergesslichkeitstyp" er ist, kann dieser ganz persönlichen Gedächtnisschwäche durch spezielle Mnemo-Techniken entgegenwirken (siehe Einordnung und Tipps unten).

Vier Typen der Vergesslichkeit
Namen, Daten, Orte, Zahlen: Mit diesen Tricks schulen Sie Ihr Gedächtnis.

1. Typ Namen
Diese Schwäche haben viele: Man kann sich schlecht Namen merken. Und weil die Nachfrage peinlich wäre, vermeidet man die Anrede – was es nicht besser macht.
Wichtig: Bei der Vorstellung den Namen des Gegenübers wiederholen und ihn öfter als Anrede ins Gespräch einbauen – schon prägt er sich besser ein. Falls der Name eine Assoziation weckt (etwa die Taube bei Herrn Tauber) oder einen Reim (das Moor bei Frau Loor), dieses Bild zum Gesicht abspeichern. Auch die Namensgleichheit mit einer anderen Person kann hilfreich sein.

2. Typ Daten
Hochzeitstag, Geburtstag des Kollegen, Urlaubszeiten, die nächste Geschäftsreise – nicht parat? Manche Termine sollte man im Kopf haben, nicht nur im Kalender.
Wichtig: Viele Daten behält man besser, wenn man sie mit persönlichen Dingen verbindet. Vielleicht haben Sie oder ein Angehöriger an dem betroffenen Datum Geburtstag, vielleicht eine Woche oder einen Monat früher oder später. Setzen Sie die Termine in Beziehung dazu. Ein Beispiel: Die Geschäftsreise findet genau einen Monat nach dem Geburtstag des Bruders statt.

3. Typ Orientierung
Erfolgreich durch die Umgebung zu navigieren ist für unser Leben wichtig. Menschen mit schlechtem Orientierungssinn verlieren dabei leicht den Überblick.
Wichtig: Hilfreich sind Entscheidungspunkte wie etwa ein blaues Haus oder ein Baum an einer Kreuzung. Unser Gehirn speichert sie leichter als abstrakte Angaben (etwa links, rechts, südlich). Merken Sie sich möglichst viele dieser Punkte, verbinden Sie sie zu einer Geschichte – Sie werden sich besser zurechtfinden.

4. Typ Zahlen
Telefonnummer weg, Pin-Code vergessen. Und welche Hausnummer war’s noch mal? Ein schlechtes Zahlengedächtnis kann im Alltag zu Problemen führen.
Wichtig: Experten empfehlen ein System, bei dem jede Ziffer einem Bild zugeordnet wird: Die Null etwa steht für Ei, die Zwei für Schwan, die Acht für Eieruhr. Jede Zahlenkombination wird so zu einer Geschichte aus diesen Bildern. 208 wäre: Der Schwan legt ein Ei, das mithilfe der Eieruhr gekocht wird. Ein Bild, das man kaum vergessen wird.

Autor: Judith Heisig