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Bei Alkoholismus setzt ein Gewöhnungseffekt ein

Hilfe für Betroffene und Angehörige

Alkoholsucht bekämpfen

Alkoholsucht ist eine Krankheit. Wie sie diagnostiert und therapiert werden kann und wo Betroffene und Angehörige Hilfe bekommen, erfahren Sie hier.

Anzeichen einer Alkoholsucht erkennen

Alkoholsucht entwickelt sich in mehreren Schritten. Am Anfang trinkt man nur ab und zu Alkohol. Dann trinkt man, um bestimmte Situationen erträglicher zu machen, z. B. Stress, oder Probleme zu bewältigen, z.B. Trauer. In einer nächsten Stufe setzt eine Gewöhnung ein, sodass man immer mehr und härteren Alkohol trinkt. Schließlich wird Alkohol immer wichtiger und das Verlangen danach so stark, dass man einen Zwang entwickelt.

Die Weltgesundheitsorganisation hat 8 Symptome der Anzeichen einer Alkoholsucht erarbeitet. Wenn 3 Kriterien davon zutreffen, leidet der Betroffene unter Alkoholismus.

1. Suchtdruck

Betroffene haben einen unwiderstehliches Verlangen, Alkohol zu konsumieren.

2. Kontrollverlust

Betroffene haben keine Kontrolle mehr darüber wann und wie viel sie trinken.

3. Körperliche Entzugserscheinungen

Hören Betroffen auf Alkohol zu trinken, leiden sie unter Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen, Unruhe, Übelkeit, Zittern oder erhöhte Reizbarkeit.

4. Zwang

Um nicht mehr unter den Entzugserscheinungen zu leiden, muss der Betroffene wieder Alkohol konsumieren - egal, wo er sich gerade befindet oder was er gerade tut.

5. Gewöhnungseffekt

Um eine vergleichbare Wirkung wie zu Beginn der Alkoholsucht zu erzielen, benötigen Betroffene eine immer höhere Dosis.

6. Nur der Alkohol zählt

Fast alle Gedanken kreisen um Alkohol.

7. Vernachlässigung von Interessen

Was Betroffene früher gerne gemacht haben, z. B. Hobbies, wird bedeutungslos für sie. Das kann bis zur Verwahrlosung führen.

8. Kein Aufhören möglich

Obwohl es dem Betroffenen körperlich und seelisch immer schlechter geht, kann er nicht mit dem Trinken aufhören.

Wenn 3 dieser Kriterien zutreffen, sollten Betroffene bei einem Arzt Hilfe und Rat suchen, denn das sind die Anzeichen einer Alkoholsucht.

Die Alkoholsucht bekämpfen

Vorherzusagen, wie die Chancen auf eine endgültige Heilung stehen, ist schwierig, denn jeder Fall ist individuell. Rückfälle sind nicht selten. Gerade in Krisensituationen ist die Rückfallgefahr für die Betroffenen groß. Der Kampf gegen den Wunsch nach Alkohol bleibt für viele Betroffenen deshalb eine lebenslange Herausforderung.

Eine Therapie hilft

Die erforderlichen Therapiemaßnahmen erfolgen im allgemeinen entweder ambulant oder stationär. Schwerpunkt der Therapie von Alkoholabhängigen ist es, dass sie dauerhaft Abstinenz bleiben.

Der Alkoholentzug findet meist im Krankenhaus statt. Bei sehr starken Entzugserscheinungen können die Ärzte sofort eingreifen und z. B. Störungen des Herz-Kreislauf-Systems verhindern.

Hilfe von den Anonymen Alkoholikern

Beratung und Therapie können auch durch Selbsthilfeeinrichtungen oder Beratungsstellen unterstützt werden. Denn der Betroffene muss lernen, den Alltag auch ohne Alkohol wieder zu meistern. In Krisensituationen ist es besonders wichtig Unterstützung zu suchen, da die Gefahr eines Rückfalls droht.

Die Anonymen Alkoholiker bieten ihre Hilfe zu jeder Tages- und Nachtzeit für Betroffene und Angehörige an. Durch die Aussprache in der Gruppe bei Meetings, dem Austausch von Problemen und gemeinsamen Erfahrungen mit anderen Alkoholabhängigen wird ihre Nüchternheit gestärkt. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.anonyme-alkoholiker.de

Autor: Tanja Beeskow