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Unsere Welt – Stars schlagen Alarm

"Unsere Welt - Stars schlagen Alarm": Harrison Ford erkundet in Indonesien das Ausmaß
der Waldrodung. Foto: © TheYearsProject/Courtesy Showtime

Hollywood zeigt Einsatz

TV-Doku "Unsere Welt – Stars schlagen Alarm"

Mit grimmiger Miene steigt Harrison Ford in einen Kampfjet der Nasa – obwohl er diesmal in friedlicher Mission unterwegs ist: Der 73-Jährige zählt zu jenen Stars aus Hollywood, die in der neunteiligen Doku "Unsere Welt" (ab 23.8., 20.15 Uhr, Servus TV) auf die verheerenden Folgen des Klimawandels aufmerksam machen.

Fords Einsatz gilt dabei den gefährlichen Emissionen von Kohlenstoffdioxid (CO2). 20 Prozent werden durch Abholzung freigesetzt. Bäume speichern und verarbeiten Kohlenstoff. Sterben sie, geben sie ihn in die Atmosphäre ab. Fords Reiseziel ist Indonesien. In dem Inselstaat hat Brandrodung drastisch zugenommen, denn sie ist die günstigste Methode, Land zu gewinnen. Beim Anflug auf das einstige Paradies Sumatra sieht der Umweltbotschafter aus Hollywood schwarz: verbrannte Erde! Auch im Nationalpark Tesso Nilo. Offiziell steht das Gebiet unter Schutz, doch der Staat tut nichts gegen die "Feuerteufel", die Hektar um Hektar Wald illegal abbrennen.

Don Cheadle zeigt die Folgen der Dürre in Texas

Wie immer geht’s um Geld: Der Dschungel muss Palmenplantagen weichen, denn die Nachfrage nach Palmöl steigt. Vom Schokoriegel bis zum Shampoo steckt es in vielen Waren. An sich ist es unbedenklich, seine Gewinnung aber hat katastrophale Folgen. Fords Kollegen besuchen derweil Krisenherde in den USA. Don Cheadle ("Ocean’s Eleven", "House of Lies") zeigt, wie sich die Trockenperiode im Cowboystaat Texas auf Rinderzucht und Fleischindustrie auswirkt. Zehn Prozent der Bürger haben bereits ihren Job verloren. Sie sehen die Dürre aber als höhere Gewalt oder biblische Plage. Dass der Mensch für die globale Erwärmung und daraus folgende Wetterextreme verantwortlich ist, davon will keiner etwas wissen.

"Unsere Welt": Fakten packend aufbereitet

Arnold Schwarzenegger begleitet eine Eliteeinheit der Feuerwehr bei ihrem lebensgefährlichen Einsatz gegen die Flammen. In Kalifornien brannten allein während seiner Amtszeit als Gouverneur 20.000 Quadratkilometer Wald ab. In den letzten 20 Jahren kamen 350 Feuerwehrmänner um, die Kosten für die Waldbrandbekämpfung gehen in die Milliarden Dollar. Unsummen, die in anderen Etats fehlen, etwa im Sozialen.

Treibhauseffekt, Steuerverschwendung, Korruption: Bei so schweren Themen schalten viele sonst ab. Dieses Dokuformat aber zeigt, wie packend man harte Fakten aufbereiten kann. Komplexe wissenschaftliche und politische Zusammenhänge werden anschaulich und sehr persönlich beschrieben. Neben den Stars kommen auch Forscher, Aktivisten, ja sogar Präsident Barack Obama zu Wort – und viele Betroffene. Die Botschaft lautet: Umweltschutz geht uns alle an. Auch für dieses Verdienst gewann "Unsere Welt" den US-Fernsehpreis Emmy. Schwarzenegger, der zu den Produzenten der Reihe zählt, jubelte: "Ich kann Staffel zwei kaum erwarten!"




Video: Arnold Schwarzenegger besucht in "Unsere Welt" (Originaltitel: "Years of living dangerously") die Waldbrand-Hotspots in Kalifornien.
(Quelle: Youtube)


Autor: Ulrike Schröder