HÖRZU Android Logo
HÖRZU
TV-Programm
kostenlose App
Get it on Google Play
HÖRZU iOS Logo
HÖRZU
TV-Programm
kostenlose App
Get it on Google Play
HÖRZU Logo
Unterhaltung Filter
Kategorie einstellen
Hurrikan - Im Auge des Sturms

"Hurrikan – Im Auge des Sturms" ist eine dreiteilige Dokumentation über das gewaltige
Naturphänomen - Foto © Saint Thomas Productions

Arte Dokumentation

"Hurrikan – Im Auge des Sturms"

Sie verwüsten ganze Landstriche und löschen Menschenleben aus: Hurrikane zählen zu den gewaltigsten Naturphänomenen überhaupt. Sie können innerhalb weniger Stunden enorme Zerstörungskräfte entwickeln– und niemand weiß genau, warum. Die dreiteilige Doku-Reihe "Hurrikan – im Auge des Sturms“ (Fr., 3.10., 21.45 Uhr, ARTE, s. auch TV-Tipps rechts) zeigt jetzt, wie Wissenschaftler versuchen, die Rätsel dieser Naturkraft zu entschlüsseln. Ihr Ziel: eine präzisere Vorhersage der Stürme.

Owen Kelley, Hurrikan-Forscher der NASA, erklärt: "Um Hurrikane vorhersagen zu können, müssen wir verstehen, wie sie sich bilden und intensivieren, damit wir konkrete Prognosewerkzeuge entwickeln können." Mittels Wettersatelliten lässt sich lokalisieren, wo ein Hurrikan entsteht. Computermodelle können relativ genau berechnen, welche Richtung er einschlägt. Was die Modelle aber nicht können: vorhersagen, wie und ob sich ein Hurrikan verstärkt.

Hurrikane sind unberechenbar

Das macht dieWirbelstürme so gefährlich. Binnen weniger Stunden können sie sich von einem schwachen Hurrikan der Stufe eins zum Megasturm entwickeln. Um die Naturgewalten zu untersuchen, schickt die Nationale Ozean undAtmosphärenverwaltung (NOAA) der USA bemannte Flugzeuge direkt in die Stürme hinein. Der Hurrikan-Jäger Carl Newman erklärt: "Unsere Aufgabe besteht darin, im Inneren des Sturms Messungen vorzunehmen." Mit einer umgerüsteten Propellermaschine fliegt die Crew durch denSturm – und wirft mehrere Hundert Sonden ab. Die messen Temperatur, Windgeschwindigkeit und Feuchtigkeit, übersenden den Wissenschaftlern ihre Daten und versinken anschließend im Meer. Aus den gesammelten Messwerten erstellen Meteorologen eine Art Befund bericht über den Hurrikan.

Entstehung der Hurrikane

Wie die Wirbelstürme entstehen, wissen die Forscher mittlerweile sehr genau. Sie können sich nur in bestimmten Regionen der Erde entwickeln, weil das Wasser mindestens 26 Grad Celsius warm sein muss. Deshalb kommen vor allem Gewässer in Äquatornähe infrage. Wenn das aufgeheizte Meerwasser verdunstet, erzeugt die heiße Luft Gewitterfronten, ein Tiefdruckgebiet entsteht. Sobald das Zentrum des Tiefs, das Auge, eine gewisse Größe erreicht hat, kommt die Erdrotation ins Spiel: Das Sturmsystem beginnt sich zu drehen – eine Spirale mit Spitzengeschwindigkeitenvon bis zu 300 Stundenkilometern entfesselt sich über dem Meer. Trifft der Wirbelsturm auf Land, geht ihm die Puste aus. Ihm fehlt dort die feuchtwarme Luft als Nachschub. Doch bis es so weit ist, kann er unzählige Menschen in den Tod gerissen haben. Angesichts des Klimawandels sehen Forscher stürmische Zeiten auf uns zukommen: Das Wasser in den Ozeanen erwärmt sich – und das macht die Hurrikane der Zukunft noch gefährlicher.


So gefährlich ist ein Hurrikan

Von abgeknickten Ästen bis zu verwüsteten Landstrichen: Hurrikane nehmen ganz unterschiedliche Ausmaße an und werden in fünf Kategorien eingeteilt.

Schwacher Hurrikan Ein Wirbelsturmgilt erst dann als Hurrikan, wenn er Windgeschwindigkeiten von mindestens 119 Stundenkilometern erreicht.

Supersturm Ein Hurrikan der Kategorie fünf peitscht mit 252 bis 300 km/h über Meer und Küste und reißt alles mit sich. Gleichzeitig steigt der Meeresspiegel um mehr als 5,5 Meter.

Autor: Manuel Opitz