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Kaum ein Halter weiß, was sein Tier wirklich bewegt.

Kaum ein Halter weiß, was sein Tier wirklich bewegt. - Foto © picture alliance / Arco Images

Signale richtig deuten

Hunde verstehen

Kaum ein Halter weiß, was sein Tier wirklich bewegt. Wie Sie Signale richtig deuten.

"Plötzlich hat er zugebissen" – wie oft hat Astrid Nestler diesen Satz jetzt schon gehört. "Aus heiterem Himmel passiert das jedoch äußerst selten", sagt die Hundetrainerin. Meist habe das Tier vorher Drohgebärden gezeigt, die dem Halter aus Unkenntnis entgangen seien. Um solche Kommunikationsfehler zu vermeiden, hat Nestler ein Buch geschrieben (siehe Buch-Tipp). Mit vielen Bildern führt es die "Sprache der Hunde" auch optisch anschaulich vor Augen.

Botschaften und Signale, die jeder Halter kennen sollte:

Augenstellung
Beiläufiger Blick So schaut ein Hund, der freundlich gestimmt und entspannt ist. Jetzt können Sie gefahrlos mit ihm spielen.
Starren Ein solcher Blick verheißt nichts Gutes: Anstarren ist eine Drohgebärde. Der Hund kann zuschnappen.
Abgewandter Blick Signalisiert Unterwürfigkeit. Herrchen oder Artgenossen sagt er so: "Ich erkenne dich als Chef an."

Kopfhaltung
Das Schieflegen des Kopfes Es ist ein Zeichen von Neugier und Interesse. Oft sieht der Hund dabei aus, als bemühe er sich, besonders aufmerksam zuzuhören.
Das Auflegen des Kopfes, etwa auf Herrchens Knie, bedeutet Dominanz, denn: Der Bewegungsspielraum des "Opfers" wird so eingeschränkt. Mit derselben Geste umwerben Rüden auch Hündinnen.

Hunde Kopfhaltung
Legt ein Hund seinen Kopf schief, signalisiert er Neugier - Foto © picture alliance / Arco Images

Maul und Zähne Zähne zeigen Hunde können nicht "Hör auf!" rufen. Stattdessen zeigen sie ihre Zähne oder knurren. Wirkt das nicht, können sie zubeißen.
Grooming So nennt man es, wenn Hunde sich gegenseitig beknabbern. Haut und Fell werden dabei mit den Schneidezähnen angezupft. Viele Tierarten zeigen dieses Verhalten. Es fördert den Zusammenhalt.

Bellen
Töne werden schnell wiederholt Der Hund ist gerade aufgeregt. Die Gründe können sehr vielfältig sein: Der Hund hat Angst, freut sich über das Wiedersehen mit einem alten Bekannten oder warnt vor Gefahr.
Bellt in tieferer Tonlage Damit drückt der Hund Verteidigungsbereitschaft aus. Durch die tiefen Töne will er mächtiger wirken.

Ohrenstellung
Aufgerichtet Je weiter die Ohren nach vorn gedreht werden, desto neugieriger ist der Hund. Wie er sich insgesamt fühlt, verrät diese Stellung aber nicht. Nur wenn andere Signalgeber wie Kopf oder Rute einbezogen werden, ergibt sich die Botschaft.
Zurückgelegt Er fühlt sich bedroht. Oft knurrt er gleichzeitig oder zeigt die Zähne.

Stellung der Rute
Wedelnde Rute Steht, anders als Kindern früher oft beigebracht, nicht nur für Freude, sondern generell für Erregung. Eine wedelnde Rute kann deshalb auch Aggression, Angst oder Unsicherheit bedeuten.
Hoch erhobene Rute Bedeutet genau das, wonach es aussieht: pure Angeberei. Ja, dieser Hund will imponieren und Eindruck schinden.

Autor: Stefan Vogt