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Schwaene

m Frühsommer sieht man überall auf der Alster Schwanenküken in den Nestern. Im
Spätherbst werden sie so groß sein wie ihre Eltern. - Foto: ARTE / © MedienKontor/Oliver Kratz

"360° Geo Reportage"

Hamburg, die Stadt der Schwäne

Zur Balzzeit vollführen Schwäne zärtliche Rituale auf Teichen und Seen. Aus den eleganten Vögeln können aber auch rabiate Kämpfer werden.

Ein Herz - und eine Seele: Als würden sie Zärtlichkeiten austauschen, neigen die Schwäne einander die Köpfe zu, schlingen die langen Hälse umeinander, schwimmen gemeinsam im Kreis und stoßen leise Rufe aus, die ein wenig an Trompeten erinnern.

Die Balzrituale der Schwäne

Die eleganten Vögel haben für ihre Balz eine Reihe von Ritualen entwickelt. Gerade im April kann man sie gut auf Seen und Teichen beobachten. Markus Erlwein vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) erklärt: "Darüber hinaus möchte der männliche Schwan dem Weibchen imponieren, indem er sich selbst größer macht und seine Federpracht zeigt." Schließlich bleiben Pärchen in der Regel das ganze Leben lang zusammen, da will der Partner gut gewählt sein. Erlwein: "Während der Brutzeit beschützt das Männchen das Weibchen." Es verteidigt das Revier - gegen alles und jeden. Mit hochgestellten Flügeln und Zischlauten versucht es, Rivalen einzuschüchtern. Wenn das nicht hilft, können die Auseinandersetzungen zu erbitterten Attacken führen, die im Einzelfall sogar tödlich enden.


"360° Geo Reportage" im TV-Programm

Sa., 2.5.: "Hamburg, die Stadt der Schwäne", Dokumentation, Arte, 19.30 Uhr (s. auch TV-Tipps rechts und in unserem TV-Programm)


Symbol der Reinheit

Die meisten Schwäne, die in unseren Breiten leben, sind Höckerschwäne. Ihr Kennzeichen ist ein schwarzer Wulst an der Schnabelwurzel. Experten schätzen, dass es bei uns zwischen 11.500 und 16.000 Brutpaare gibt. Tendenz steigend. Ursprünglich kommen sie aber aus Nordosteuropa. "Sie wurden im 15. und 16. Jahrhundert als Teichvögel eingeführt und haben sich dann gut eingelebt", sagt Erlwein. Seitdem hält sich ihr positives Image beharrlich: Kein anderer Vogel wurde so oft künstlerisch verewigt - vom Ballett "Schwanensee" bis zur Wagner-Oper "Lohengrin".

"Der Schwan hat die Menschen wegen seiner Grazie schon immer fasziniert", so der Experte. "Er gilt als Symbol der Anmut, des Lichts, der Reinheit, der Vollkommenheit." Und das, obwohl er wissenschaftlich betrachtet nur eine große Gans ist. Und sich an Land eher mühsam als anmutig bewegt. Genauer gesagt: watschelt.

Autor: Manuel Opitz