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Der Rotschenklige Kleideraffe ist farbenfroh, friedfertig und verspielt.

Der Rotschenklige Kleideraffe ist selbst in seiner Heimat Vietnam nahezu unbekannt. - Foto © picture alliance / Arco Images GmbH

Die buntesten Tiere der Welt

Farbrausch im Tierreich

Freie Kunst aus dem Regenbogenspektrum: Der Farbrausch der Tiere ist keine Laune der Natur, sondern knallharter Überlebenskampf. Ihre Farben helfen Fischen, Vögeln oder Echsen beim ständigen Kampf ums Überleben.

TV-Tipp

Sonntag, 04.08., 20:15 Uhr, 3sat
Doku "Täuschen und Tarnen": Über Lebenskünstler der Natur, etwa Frösche und Chamäelons.


Sie leuchten und schillern, was Haut, Federn und Fell hergeben. Die Farbenpracht etlicher Tierarten ist faszinierend. Besonders Vögel, Schmetterlinge und die Bewohner von Korallenriffen tragen bei ihrem Make-up dick auf. Meist als Botschaft an Freund oder Feind: Geh weg, ich bin giftig! Hau ab, das ist mein Revier! Oh, Geliebte, sieh mein schönes Federkleid!

Die bunte Robe tarnt, warnt oder lockt. Die Farben entstehen durch eingelagerte Pigmente, die bestimmte Wellenlängen des Lichts absorbieren und andere zurückwerfen. Zusätzlich gibt es Strukturfarben, abhängig von der Beschaffenheit einer Oberfläche. So erscheinen die Flügel eines Schmetterlings unter dem Mikroskop schuppig, Pfauenfedern ähneln Lamellen. In solchen Strukturen werden Lichtwellen aufgespalten und überlagern sich – die Flügel schimmern.

1. Die Pyjamaschnecke

Tarnung Pyjamaschnecke
Foto © picture alliance / WILDLIFE

Die Pyjamaschnecke braucht kein Gehäuse zu ihrem Schutz. Ich bin ungenießbar! Diese Warnung verkünden ihre strengen Streifen in Weiß, Schwarz und Orange der Fischwelt im Roten Meer. Tatsächlich speichert das Wassertier die Fraßgifte von Feuerschwämmen.

2. Der Allfarblori

Tarnung Allfarbloris
Foto © picture alliance / WILDLIFE

Die Vogelwelt greift oft in den Farbtopf, denn schöne Federn kommen gut an auf dem Heiratsmarkt. Bei den blau-gelb-rot-grünen Allfarbloris taugt der clownsbunte Putz auch als Schutz. Die Nektarfresser aus Indonesien und Australien wirken von Weitem wie exotische Blüten.

3. Der Mandarinfisch

Tarnung Mandarinfisch
Foto © picture alliance / Arco Images GmbH

Schlangenlinien in Türkis, gelbe Tupfen, blaue Flossen: Der Mandarinfisch ist kaum länger als ein Streichholz, gilt aber als Schmuckstück indopazifischer Lagunen und Riffe. Raubfische verschmähen den Schönling, weil er sich mit einer Schleimschicht bedeckt.

4. Der Rotschenklige Kleideraffe

Tarnung Rotschenkliger Kleideraffe
Foto © picture alliance / Arco Images GmbH

Rote Strümpfe, schwarze Hose, graues Hemd, weißer Zutzelbart: In Vietnam wird der Rotschenklige Kleideraffe mit den hübschen Mandelaugen auch Fünf-Farben-Langur genannt. Der Primat zählt zu den buntesten Säugetieren.

5. Der südamerikanische Pfeilgiftfrosch

Tarnung Südamerikanischer Pfeilgiftfrosch
Foto © picture alliance / Arco Images GmbH

Der knallblaue Körper des südamerikanischen Pfeilgiftfroschs schreit Feinde förmlich an: Achtung, Gift! Die Botschaft ist kein Bluff. Der Frosch frisst Ameisen, die giftige Alkaloide enthalten, gegen die er immun ist.

6. Das Pantherchamäleon

Tarnung madagassisches Pantherchamäleon
Foto © picture alliance / Arco Images GmbH

Das madagassische Pantherchamäleon und seine Vettern sind Meister des Farbwechsels, wobei sich die Pigmente in den Farbzellen ihrer Haut schlagartig ballen oder ausbreiten. Besonders intensiv ist das Farbspiel bei großen Gefühlen wie Aggression oder Lust.

7. Der Kometenfalter

Tarnung Kometenfalter
Foto © picture alliance / Bildagentur-o

Eine Schönheit, eleganter als viele Tagfalter: Der sonnengelbe Kometenfalter misst bis zu 20 Zentimeter und flattert nur fünf Tage am Nachthimmel von Madagaskar – flüchtig und eindrucksvoll wie eine Sternschnuppe.

Autor: Dagmar Weychardt