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Der Fisch in uns auf Servus TV

Sucht den "Missing Link": Wissenschaftler Neil Shubin. Foto: Tangled Bank Studios

Dreiteilige Doku

"Der Fisch in uns – Wie der Mensch zu seinem Körper kam"

Neil Shubin ist Paläontologe, genauer gesagt Fisch-Paläontologe. Außerdem unterrichtet er an der Chicago University Anatomie. Das macht ihn zum perfekten Experten für die Entwicklung des Menschen und der kleinen Sonderbarkeiten in uns, an denen wir noch heute sehen können: Der Homo sapiens stammt vom Fisch ab.

Auf äußerst unterhaltsame Weise erklärt Shubin in "Der Fisch in uns" (ab 23. November immer sonntags ab 20:15 Uhr, Servus TV, s. auch TV-Tipps rechts), wie der Mensch zu seinem Körper kam, wie er sich zu dem entwickelte, was er heute ist und wie viel seiner Vorfahren und Verwandten noch heute in ihm steckt.

Urfunde zeigen: Fische waren die ersten Tiere mit Skelett, Rückenwirbeln, Schädelknochen. Diese Urfische sind der Ursprung aller Säugetiere, Reptilien und Vögel und damit auch der Ursprung des Menschen: Jeder von uns trägt auch die Entwicklungsgeschichte vom Fisch, der an Land ging bis hin zum Homo sapiens in sich.

Suche nach dem "Missing Link"

Die Dokumentation begleitet Neil Shubin auf der Suche nach einem der berühmten "Missing Links" in Darwins Argumentationskette zur Evolutionstheorie. Spannend wird es, wenn er mit Hilfe beeindruckender Animationen und Grafiken zeigt, wie ähnlich sich die Embryonen von Fisch und Mensch noch heute sind. So liegen die Keimdrüsen beim menschlichen, männlichen Embryo, wie beim Fisch noch in der Nähe des Herzens. Sie wandern erst während der Entwicklung im Mutterleib, analog zur menschlichen Evolution, durch die Bauchdecke nach draußen. Hierbei entsteht die Schwachstelle, die bei Männern zum Leistenbruch führen kann.

Der Mensch: nur ein schlechter Nachbau?

Schwachstellen des menschlichen Körpers sind laut Shubin der Beweis dafür, dass der Mensch nur die Adaption seiner Vorfahren ist – "schlechte Nachbauten eines Fischs". Auch Abnormitäten wie kleine Löcher in den Ohren mancher Menschen, die sich als nicht ausgebildete Kiemen entpuppen oder der Schluckauf und die Gänsehaut lassen sich eindrucksvoll erklären, wenn man die gesamte Entwicklung des Menschen betrachtet. In Teil zwei und drei erklärt Shubin dann das Erbe der Reptilien in uns, und das unserer nächsten Verwandten, der Affen.

Autor: Antje Heidböhmer / Pressematerial