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Nostalgische Rosenblüten liegen voll im Trend.
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Nostalgische Rosen liegen voll im Trend. Sie haben einen traumhaften Blütenduft und romantisch gefüllte Blüten. - Foto © picture-alliance / Thomas Kottal

TV-Tipp: Englands schönste Gärten

Zeit für Rosen

Eine wahre Majestät braucht keinen Schlosspark. Sie adelt auch kleinste Gärten. Damit uns die Rose im Sommer betören kann, müssen wir ihr allerdings jetzt den Hof machen: neue Pflanzen in die Erde bringen, alte Triebe zurückschneiden. Alles voller Vorfreude auf den Moment, wenn sie ihre Knospen öffnet.

1. Wie finde ich den besten Standort?
Rosen haben ganz ähnliche Vorlieben wie wir: laue Lüftchen, aber keine Zugluft, schön warm, aber nicht zu heiß. Staunässe mögen die stacheligen Schönheiten gar nicht. Töpfe und Kübel sollten daher kleine Füße haben, damit das Wasser ablaufen kann.

2. Welche Rose eignet sich für meinen Garten?
Erst wählt man den Zweck, dann die dazu passende Sorte (siehe unten), schließlich die Form: "Im Frühling lassen sich am besten Containerrosen pflanzen, die komplett mit Erdballen verkauft werden", sagt Thomas Hawel, Leiter des Europa-Rosariums Sangerhausen. Traditionelle Zeit für sogenannte wurzelnackte Rosen ist dagegen der Herbst. Hawel: "Wer sie jetzt pflanzt, sollte sie gut anhäufeln als Schutz vor Sonne und Wind." Junge Triebe trocknen sonst schnell aus.

3. Wie bereite ich die Pflanzen vor?
"Wurzelnackte Rosen sollten etwa 24 Stunden gründlich gewässert werden", empfiehlt Experte Hawel. "Dafür am besten die ganze Pflanze ins Wasser legen. Bei Containerrosen reichen dagegen zwei bis drei Stunden." Wichtig: Die Wurzeln und die Triebe wurzelnackter Rosen etwa ein Viertel kürzen, um sie zum Wachstum anzuregen.

4. Wie bereite ich den Boden vor?
Er muss frostfrei und vor allem gut gelockert sein. Es reicht nicht, nur ein kleines Loch auszuheben (siehe Pflanztipps weiter unten). "Rosen sind Tiefwurzler, die schnell bis 70 Zentimeter in die Erde vordringen", sagt Thomas Hawel. "In trockenen Perioden müssen sie sich dort genug Wasser holen können." Möglichst nur Plätze wählen, an denen vorher noch keine Rosen standen, und genügend Abstand zu Sträuchern und Stauden halten.

5. Wann muss ich düngen?
Thomas Hawel: "Keinesfalls gleich nach dem Pflanzen. Normalerweise wird bei Rosen, die schon länger im Garten stehen, gleich beim Schnitt im Frühjahr gedüngt. Bei frisch gepflanzten Rosen reicht es aus, wenn nach der ersten Blüte ein Mehrnährstoffdünger ausgebracht wird." Das ist ungefähr Ende Juni der Fall, später sollte man nicht mehr düngen. Noch ein Tipp: Die Veredelungsstelle muss drei bis fünf Zentimeter tief in der Erde liegen.

Veredelungsstelle? Dieser Knubbel verrät ein Geheimnis: Die meisten gezüchteten Rosen wachsen aus den robusten Wurzeln einer Wildrose. Hinter dem betörenden Blütenrausch steckt also die Macht von gleich zwei Königinnen!


Rosen - Prinzessinnen und Pflegeleichte: die wichtigsten Sorten

1. Bodendeckerrose
Niedrig und flächig, pflegeleicht, meist reich in Büscheln blühend.

2. Edelrose
Einzelne große Blüten auf langen Stängeln, öfterblühend, große Farbauswahl.

3. Strauchrose
Dicht gefüllte Blüten, pflegeleicht, hoch wachsend, für Parks geeignet.

4. Kletterrose
Dünne, biegsame Triebe, aufrecht, braucht eine Rankhilfe, reich blühend.

5. Wildrose
Ursprünglich, meist einfache, ungefüllte Blüten, duftend, mit Hagebutten.

6. Beetrose
Kompakter buschiger Wuchs, öfterblühend in Büscheln, viele Farben.


Rosen: kleiner Pflanz-Knigge

Wer Rosen fachgerecht pflanzt, erfreut sich jahrelang an üppigen Blüten. Wichtig: Der Boden darf nicht zu fest und lehmig sein.

1. Das Pflanzloch
Dieses sollte mindestens eineinhalbmal so tief sein wie der Wurzelballen. An den Seiten und an der Pflanzsohle die Erde mit dem Spaten noch mal tiefgründig lockern.

2. Rosenballen
Den Ballen einsetzen, bei wurzelnackten Rosen darauf achten, dass die Wurzeln nicht abgeknickt werden. Oberste Schicht mit Muttererde oder gut abgelagertem Kompost bedecken.

3. Erde
Diese um die frisch gepflanzte Rose sanft festdrücken. Dann gut wässern. In der nächsten Zeit nur so lange gießen, bis sich die Wurzeln das Wasser selbst aus der Erde holen.

Autor: Kai Riedemann