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Ein Traum in Rosa: die Kirschblüte im Mai

Ein Traum in Rosa: die Kirschblüte im Mai / Foto: © picture-alliance/chromorange

Jetzt blüht es überall

Wonnemonat Mai: die schönste Zeit des Jahres

Ein so kleines Wort – ein so großes Versprechen: Mai. Es öffnet ein lange verschlossenes Tor in unserem Herzen. Dahinter ist die Welt hell und licht, voller Farben, Blüten, Heiterkeit. Der Mai macht alles bunt, auch den Alltag. Er erweckt uns aus dem Winterschlaf, der in diesem Jahr fast unerträglich lange gedauert hat. Er lässt uns wieder aufatmen. Auf dem Mai ruhen unsere Hoffnungen – immer schon. Weil er die Vorzeichen unseres Lebens ändert, aus Kalt endlich Warm macht, aus Grau so herrliches Grün.

"Blumenmond" nannten ihn unsere Vorfahren. Wie recht sie hatten: Der Mai ist die Hauptblütezeit vieler Pflanzen: Klatschmohn, Margeriten, Vergissmeinnicht, Maiglöckchen, Pfingstrosen, Flieder – alle entfalten ihre volle Schönheit. Der Mai ist der Monat der bunten Töne, die unsere Seele munter machen: Gelb gibt uns Kraft und Energie, Rot kurbelt beim bloßen Betrachten unseren Stoffwechsel um 13,4 Prozent an, Orange lässt uns sinnlicher werden, Grün verbinden wir mit Wachstum und
eubeginn. Ein Feuerwerk der Farben als Signal: Jetzt geht’s los!

Und ist nicht jeder Neubeginn auch eine Chance? Auf neue Versuche, neues Gelingen. Die Energie dafür liefert der Mai gleich mit. Wir ziehen den Grauschleier von unserem Leben, packen an, was liegen blieb, misten dunkle Ecken aus, in unseren Wohnungen, unseren Gedanken. Wir wagen manchmal sogar einen Neustart: Im Mai heiraten viele Paare, verlieben sich viele Menschen. Sagen Ja zueinander, zum Glück.

Neubeginn für Leib und Seele

Die Welt wird wieder größer. Endlich. Von wenigen beheizten Quadratmetern zieht es uns hinaus in die Weite, auf die Wiesen, in die Wälder, in die Straßencafés. Wir feiern Premieren, überall: das erste Eis, die erste Fahrradtour. Wir haben sie so vermisst: die Ausflüge ins Grüne, die Vogelstimmen, die lauen Stunden auf der Terrasse. Und, jawohl, die Gartenarbeit: 9,6 Millionen Deutsche beginnen jetzt zu jäten, umzugraben, zu säen. Säen – was für eine Symbolik! Für Hoffnung, Zuversicht, Freude auf das, was kommt.

Tanz in den Mai

Zwei Kinder in Trachten beim Tanz in den Mai / Foto: © dpa - Report

Der Volksmund hat eben recht: Der Mai macht alles neu. Seine Namensgeberin, die römische Göttin Maia, galt als Göttin der Magie. Und tatsächlich gleicht der Auftakt ihres Monats einer spritzigen Zaubershow. Mit der Walpurgisnacht zum 1. Mai werden dem Winter Beine gemacht, Hexenfeuer treiben die bösen Geister trüber Tage aus, beim Tanz in den Mai feiern wir die pure Lebenslust.

Genießen wir diesen Start in eine leichtere Zeit. Freuen wir uns auf das Vorspiel des Sommers. Tänzeln wir beseelt von Frühlingsgefühlen durch die nächsten Wochen. Lieber Mai, wir haben auf dich gewartet. Dieses Jahr mehr denn je.


So feiern wir den Mai:

Tänze, Bäume, Birkenzweige: Einige Bräuche sind erst 100 Jahre alt, andere gibt es schon sehr viel länger.

Tanz in den Mai Er geht zurück auf die Heiligsprechung der Äbtissin und Missionarin Walburga, die man im Mittelalter am 1. Mai feierte. Die Nacht vom 30.4. auf den 1.5. heißt auch Walpurgisnacht: Angeblich versammeln sich dann die Hexen auf dem Brocken im Harz.

Maibaum

Ein weißblauer Maibaum aus Oberbayern / Foto: © picture alliance

Maibaum Rund 55.000 bunt geschmückte Bäume werden alljährlich zum 1. Mai in den Dörfern aufgestellt. Ein Brauch aus dem 16. Jahrhundert. Seiner Angebeteten stellt man vielerorts Birkenzweige vor die Haustür.

Maifeiertag Der Tag der Arbeit erinnert an den Generalstreik nordamerikanischer Arbeiter am 1. Mai 1886.

Autor: Silke Pfersdorf