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Der Wettlauf zum Südpol

"Der Wettlauf zum Südpol": Markus Lanz, Claudia Beitsch, Dennis Lehnert und Joey Kelly im norwegischen Trainingscamp / Foto: © ZDF und Annette Tewes

100 Jahre nach Scott und Amundsen

ZDF-Doku-Reihe "Der Wettlauf zum Südpol"

Der Sturm peitscht. Eisig und erbarmungslos. In der Ferne sind vier Menschen auszumachen, mit Schlitten und rotem Gepäck. Sie kämpfen sich über das endlose Weiß, stemmen sich mit aller Kraft gegen den Wind, unterwegs in einem der größten Fernseh-Abenteuer unserer Zeit. Ihr Ziel ist der Südpol. .

100 Jahre ist es her, dass zum ersten Mal ein Mensch diesen lebensfeindlichen Punkt erreichte. Es war der Norweger Roald Amundsen. 1911 gewann er den historischen "Wettlauf" gegen den Briten Robert Falcon Scott

100 Jahre nach Amundsen und Scott ein neuer Wettlauf zum Südpol

Bis heute gilt die risikoreiche Expedition als extreme Herausforderung. Im Jubiläumsjahr lassen ZDF und ORF zwei Viererteams aus Deutschland und Österreich gegeneinander antreten. Mit dabei: Moderator Markus Lanz und Extremsportler Joey Kelly. Die mehrteilige Dokumentation über ihren "Wettlauf zum Südpol" (8.3., 15.3. und 22.3. um 20.15 Uhr) ist im ZDF zu sehen.

"Die weiße Eiswüste ist einmalig auf unserer Erde. Ich glaube, viel einsamer kannst du nicht sein", sagt Markus Lanz. "Wenn du dort bist, fühlst du dich zuerst unendlich verloren. Und wenn du dann auch nur einen Moment lang denkst, du könntest einen Pakt mit der Landschaft schließen, spürst du wieder, wie sie dich beherrscht."

Südpol im Sommer: Minus 40 Grad und eine Windgeschwindigkeit von 300 Kilometer pro Stunde

Der Südpol liegt auf einem fast 3000 Meter hohen Polarplateau. In dieser dünnen, sauerstoffarmen Luft wird jede Aktivität zur Tortur. Minus 40 Grad, Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Kilometer pro Stunde. "Und dann noch diese extreme Trockenheit. Das hatte ich so nicht erwartet, das hat uns sehr zu schaffen gemacht", verrät Lanz. "Ich musste lernen, dass ich nicht durch die Nase atmen darf, weil sie sonst ständig blutet." Der Moderator war bereits am Nordpol und kennt die Gefahren in Eis und Schnee. Er sagt: "Der Wettlauf zum Südpol ist das Härteste, was ich je gemacht habe."

Die Bedingungen so kurz vor dem südlichen Ende der Welt sind brutal: In diesem Klima überleben nicht einmal Bakterien. Der gesamte Kontinent Antarktika ist anderthalb Mal so groß wie Europa, die Buchten und einige eisfreie Zonen am Rand sind trotz allem von Pflanzen und Tieren besiedelt. Zum Beispiel von Pinguinen. Oder von Blauwalen, jenen 30 Meter langen, über 150 Tonnen schweren Giganten.

Die Nerven liegen blank

Während des Winters auf der Südhalbkugel herrscht Dunkelheit, im Sommer, also in unserem Winter und zum Zeitpunkt des Rennens, ist die Sonne ununterbrochen am Horizont, auch wenn sie niedrig steht. Das Klima, der psychische Druck, die Diskussionen in der Gruppe, die Einsamkeit, der Schlafmangel, die extreme körperliche Anstrengung – es ist eine Expedition, die Menschen an ihre Grenzen treibt. "In solchen Situationen lässt jeder die Maske fallen", sagt Markus Lanz. "Da zeigt sich der wahre Charakter."

Autor: Mirja Rumpf