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Der Chinesische Garten im Erholungspark Marzahn lädt zum Entspannen ein.

Fernweh: Der Chinesische Garten im Erholungspark Marzahn in Berlin lädt zum Entspannen ein. - Foto © picture alliance / ZB

Viele Geheimtipps

Deutschlands schönste Gärten

Private Paradiese und königliche Parks: HÖRZU stellt zehn wunderbare Ziele für Ausflüge ins Grüne vor - jedes ein kleines Stück von Eden.


TV-Tipp

Sa., 18.05., 16:15 Uhr, BR
Blaues Blut und grüner Daumen
Reihe: Uschi Dämmrich von Luttitz besucht Adelsgärten


So sehen Träume aus: Im Teich spiegelt sich das Grün der Bäume, der Duft von Blüten schwebt in der Luft. Kein Wunder, dass uns Gärten magisch anziehen. Mehr als 20 Millionen Besucher bestaunen jedes Jahr allein die botanischen Gärten Deutschlands. Hier werden 50.000 verschiedene Blütenpflanzen gehegt, gepflegt und dokumentiert. Sogar unsere Großstädte bieten bis zu 12 Prozent Grünflächen – zum Durchatmen und Entspannen. Zehn der schönsten deutschen Gärten präsentiert HÖRZU hier stellvertretend für die große grüne Vielfalt.

Wie wichtig die Begegnung mit der Natur ist, zeigt eine aktuelle Umfrage: 91 Prozent der Menschen glauben, dass sich Grünflächen wie Gärten, Parkanlagen und Wälder positiv auf das Wohlbefinden auswirken. 81 Prozent sind sogar überzeugt, dass sie gegen Stress und Sorgen helfen. Dabei müssen es nicht immer üppige Landschaftsparks sein. Gerade die privaten Oasen laden zum Träumen ein. Denn jede Gartenpforte ist wie ein Tor zum Paradies.

1. Erholungspark Marzahn (Berlin)

Erholungspark Marzahn
Foto © picture-alliance / ZB

Die Hauptstadt ist grün: Allein der Erholungspark Marzahn, 1987 im Ostteil der Metropole eröffnet, umfasst mit seinen angrenzenden Grünflächen mehr als 100 Hektar. Vor allem die seit Oktober 2000 schrittweise angelegten "Gärten der Welt" verführen mit exotischen Reizen. Der "Garten des wiedergewonnenen Mondes" gilt als größter chinesischer Park Europas. Der "Garten der vier Ströme" bietet eine Reise in den Orient – wie ein Spiegelbild des Paradieses.
Eintritt in die Gärten der Welt: 4 Euro, Kinder 1,50 Euro.
Weitere Infos unter www.gruen-berlin.de

2. Herrenhäuser Gärten (Hannover)

Herrenhäuser Gärten
Foto © picture alliance / dpa

Mehr als nur barocke Pracht: Neben dem Großen Garten, im 17. Jahrhundert als fürstlicher Schlosspark im italienischen Stil angelegt und fast unverändert erhalten, können Besucher drei weitere Anlagen bestaunen. Im Berggarten wuchsen einst Gemüse, Maulbeerbäume und sogar Tabak. Seit 1750 dient er als botanischer Garten. Mehr als 12.000 Pflanzen wachsen hier rund um den Schmuckhof, etwa Lakritzstrohblumen oder Neuseelandflachs. Georgen- und Welfengarten verblüffen als typisch englische Landschaftsparks mit Teichen und Tempeln.
Eintritt 5 Euro, Kinder frei.
Weitere Infos unter www.hannover.de/herrenhausen

3. Ilmpark Weimar (Thüringen)

Ilmpark Weimar
Foto © picture alliance / dpa

Wo die großen Dichter wandelten: Johann Wolfgang von Goethe plante ab 1776 an der Gestaltung mit und hatte dort sogar ein Häuschen – heute als "Goethes Gartenhaus" eine der Attraktionen. Als charakteristisch gelten die Sichtachsen, die markante Punkte des Parks verbinden. Alles hat die Jahrhunderte fast unverändert überdauert. Deshalb zählt der Ilmpark auch zu den am besten erhaltenen Gartenanlagen aus Klassizismus und Romantik.
Eintritt frei.
Weitere Infos unter www.klassikstiftung.de (Stichwort: Park an der Ilm)

4. Hobbie Rhododendron Park (Niedersachsen)

Hobbie Rhododendron Park
Foto © picture-alliance / JTimage.de

Traumland der Blüten: Alles begann 1928. Damals säte Dietrich Gerhard Hobbie in Westerstede die ersten Rhododendronsamen aus und machte Zucht und Pflege zur Lebensaufgabe. 85 Jahre später hegt die Familie Hobbie schon in dritter Generation den größten Rhododendrongarten Deutschlands. Ein zehn Kilometer langes Wegenetz führt vorbei an mehr als 1250 Wildarten und Zuchtsorten, an Feuchtbiotopen und Azaleenfeldern.
Eintritt zur Hauptblüte (bis 16.6.) 6 Euro, danach frei.
Weitere Infos unter www.hobbie-rhodo.de

5. Arboretum Ellerhoop-Thiensen (Schleswig-Holstein)

Arboretum Ellerhoop-Thiensen
Foto © picture-alliance / Klaus Nowottn

Versteckte Wunderwelt: Nur über Seitenstraßen erreichen Besucher einen der farbenprächtigsten Parks. Rote und blaue Rabatten wechseln sich ab, der Sonnenweg leuchtet gelb. Ein Wald aus Sumpfzypressen bittet zur Reise in die Urzeit. Infotafeln bieten überall wertvolles Hintergrundwissen.
Eintritt: 7 Euro, Kinder 2 Euro.
Weitere Infos unter www.arboretumellerhoopthiensen.de


Privatgärten

Willkommen in kleinen Paradiesen

Privatgarten Besichtigung
Foto © picture alliance / VISIONSPICTUR

Viele Gartenbesitzer öffnen ihre grüne Oase auch für Besucher, meist zu bestimmten Terminen. Im Rheinland (Infos unter: www.offene-gartenpforte.de) findet die Aktion etwa an den Wochenenden 22./23. Juni und 20./21. Juli statt.
In Norddeutschland (www.offenergarten.de) können Naturfreunde rund 260 Privatparks am 15./16. Juni sowie zur "Langen Nacht der Gärten" am 3. August besichtigen. In anderen Regionen gibt es ähnliche Aktionen. Der Eintritt ist meist frei oder wird gegen Spende gewährt.

6. Woidroserl (Regen)

Privatgarten Rosen
Foto © picture alliance / botanikfoto

Der naturnahe Rosengarten von Claudia Wolf steht stellvertretend für viele kleine private Paradiese. Wer dem Duft der üppig blühenden Rosen folgt, soll Sehnsucht spüren nach einem Leben im Einklang mit der Natur. Mächtige Bäume spenden Schatten, schmale Pfade führen unter Bögen für Kletterpflanzen hindurch und vorbei an Hortensien, Dahlien und Pfingstrosen.
Geöffnet: Montag bis Freitag 13 – 18 Uhr (bis 31.8.)
Weitere Infos unter www.woidroserl.de


7. Insel Mainau (Baden-Württemberg)

Insel Mainau
Foto © picture-alliance / Friedel Giert

Südländischer Zauber: Das spezielle Bodenseeklima mit seinen milden Wintern sorgt für mediterrane und subtropische Vegetation. 1853 erwarb Großherzog Friedrich I. die Mainau als Sommerresidenz. Er legte die einzigartige Parklandschaft an, brachte von seinen Reisen seltene Pflanzen mit, baute eine Orangerie für Zitronenbäume. Heute lockt auch ein Staudengarten mit mehr als 20.000 Pflanzen.
Eintritt: 17,50 Euro, Kinder frei.
Weitere Infos unter www.mainau.de

8. Muskauer Park (Sachsen)

Muskauer Park
Foto © picture-alliance / ZB

Doppelt verwurzelt: Ein Teil liegt in Deutschland, der andere in Polen. Hermann Fürst von Pückler-Muskau schuf den 830 Hektar großen Landschaftspark in den Jahren 1815 bis 1844. Er träumte von einem Gartenkunstwerk im englischen Stil. Statt mit Farben malte er mit Natur: Wiesen, Bäume, Seen, Flüsse – alles perfekt arrangiert.
Eintritt frei.
Weitere Infos unter www.muskauer-park.de

9. Schlosspark Dennenlohe (Mittelfranken)

Schlosspark Dennenlohe
Foto © picture-alliance/ dpa

Ein Hobby wird zur Passion: Seit 1990 arbeitet Baron Süsskind fast jeden Tag in seinem Garten. 99 Prozent des Grüns wurden von ihm selbst gepflanzt. Heute umfasst der Park in Unterschwaningen rund 16 Hektar, weitere 20 Hektar sollen in den nächsten Jahren folgen. Die kunstvolle Anlage besteht aus drei Teilen: dem Rhododendronpark, dem stetig wachsenden Landschaftsgarten mit Prärie, Wiesenbiotop und Wollgrastümpel sowie dem Privatgarten des Schlosses, der nur an bestimmten Tagen geöffnet ist.
Eintritt: 7 Euro, Kinder frei.
Weitere Infos unter www.dennenlohe.de

10. Schlosspark Nymphenburg (München)

Schlosspark Nymphenburg
Foto © picture-alliance/ dpa

Bayerische Harmonie: Bis 1823 gestaltete der Gartenarchitekt Friedrich Ludwig Sckell die Anlage komplett um – und schuf ein beispielloses Nebeneinander von französischem Barockgarten und englischem Landschaftspark. Heute wandelt man auf 229 Hektar Fläche vorbei an kunstvollen Beeten, Kanälen, Fontänen, Statuen.
Eintritt frei.
Weitere Infos unter www.schloss-nymphenburg.de


Gartenschau 2013

Hamburg-Wilhelmsburg blüht auf: Noch bis zum 13. Oktober 2013 lädt die Internationale Gartenschau 2013 zu einer Reise "In 80 Gärten um die Welt" (Infos: www.igs-hamburg.de). Besucher wandeln durch Teeplantagen und Tropenwald, durch Weltstädte wie London und New York. Jeder Garten auf der 100 Hektar großen Fläche stellt ein anderes Reiseziel, eine andere Region der Erde dar. Eingebettet sind die 80 Gärten in sieben Welten – von der Vielfalt der "Wasserwelten" bis zur "Welt der Bewegung" mit Yoga-Walking.

Autor: Kai Riedemann