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Glueck

Aktiv sein und dem Lebensglück selbst auf die Sprünge helfen.
Foto: © picture alliance / Bildagentur-online

Glück kann man lernen

So leben Sie glücklich

Was macht uns glücklich? Jeder Mensch hat es selbst in der Hand, wie zufrieden er lebt.

Die einen erwarten, dass der perfekte Traumpartner auf sie zukommt – die anderen überlegen sich, wie sie selbst zu einem Traumpartner werden können. Der eine fordert Respekt und Anerkennung ein – der andere lebt diese Werte und erfährt sie dadurch selbst.

Der eigene Glückslehrer werden

Glück erfordert eine bestimmte Geisteshaltung. Das behauptet zumindest Boris Grundl, einer der populärsten Managementtrainer Deutschlands und Autor des neuen Buches "Mach mich glücklich". Weiter erklärt er: "Wer von außen nach innen denkt, kann Glück nicht lernen. Wer von innen nach außen denkt, wird sein eigener Glückslehrer."

"Glück" als Schulfach

Glückscoaching, Glücksforschung, Ratgeber, Seminare: Wir werden überflutet von Anleitungen zu mehr Lebensfreude. Seit einigen Jahren veranstaltet das "Ministerium für Glück", ein Kunstprojekt, regelmäßig Mitmachaktionen für bewusstes Leben. An immer mehr deutschen Schulen wird das Fach "Glück" unterrichtet. Erfunden hat es 2007 Ernst Fritz-Schubert, der es als Oberstufenleiter an einer Heidelberger Schule einführte. "Glück fällt nicht nur vom Himmel, wir dürfen ihm auch auf die Sprünge helfen", sagt der pensionierte Pädagoge, der Lehrer ausbildet, wie sie Schülern Gelassenheit und Freude beibringen können. "Wir müssen lernen, die vielen Gesichter des Glücks zu deuten und herauszufinden, was uns wirklich glücklich macht." Statt unentwegt nach Fehlern zu fahnden und neidvolle Vergleiche zu ziehen, sollte man lieber auf der Suche nach den eigenen Stärken und denen der Mitmenschen sein.

Was macht uns glücklich?

"Man kann lernen, glücklicher zu werden, indem man sich selbst stärker beobachtet: Wie fühle ich mich, wenn ich dies oder das tue? Was macht mich froh, was nicht?", rät auch Prof. Ruut Veenhoven, Glücksforscher vom Expertenbeirat des Coca-Cola Happiness Instituts. Es gebe Strategien, die man sich antrainieren könne: etwa Beharrlichkeit, Gelassenheit, Aktivität, Achtsamkeit.

Anspruchshaltung überdenken

Dass heute so viel über Glück geredet wird, führt bei vielen übrigens dazu, dass sie eine Anspruchshaltung entwickeln: Das Leben, der Partner, die Kinder, der Chef, die Arbeit – alles soll einen glücklich machen. Doch Coach Boris Grundl warnt: "Menschen, die das Glück vom Leben fordern, können Glück nicht lernen und werden in einer Sackgasse enden."

Autor: Anja Matthies