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Eine der besten Möglichkeiten, Erlebtes festzuhalten, ist ein Tagebuch.

Ob Alltagserfahrungen, Liebe, Unerfreuliches oder Geheimes: Das Tagebuch kann zu einem sehr engen Freund und einer Kraftquelle werden. - Foto © picture alliance / dpa Themendienst

Große Postkarten-Aktion

Schreiben für die Seele

Glück, Sorgen, Freude: Wer mit der Hand schreibt, gibt Gedanken und Gefühlen eine viel persönlichere Form. Machen Sie mit und werden Sie Mitglied der weltweiten Postcrossing-Gemeinschaft.

"Schreiben ist das Dampfventil der Seele."
Hermann Lahm (* 1948), Schriftsteller

Ein Stift und etwas Papier – das reicht schon aus, um mehr über sich, seine Ziele, Ängste und seine Mitmenschen zu erfahren. Mit dem Stift in der Hand verleihen wir unserer Seele eine Stimme. Das klingt sehr abstrakt, wird aber schnell konkret: Etwas in Worte zu fassen und niederzuschreiben kann Bedrohlichem den Schrecken nehmen und bringt Ordnung in die Gedankenflut, denn jeder Satz will überlegt sein. Und kreativ gestaltet.


Große Postkarten-Aktion

Postcrossing Postkarte schreiben
Foto © picture alliance / Ralf Gerard/J

Mit Worten kann man Freude schenken und gleichzeitig Gutes tun. Wie das funktioniert? Ganz einfach: Anmelden und losschreiben!

So machen Sie mit

Werden Sie Mitglied der weltweiten Postcrossing-Gemeinschaft. Melden Sie sich online auf www.postcrossing.com/about/DE an. Die Seite wird auf Deutsch vorgestellt, der Postkartenaustausch funktioniert dann überwiegend in Englisch.
1. Melden Sie sich mit Ihrer Anschrift an.
2. Fordern Sie eine Adresse von der Webseite an.
3. Schicken Sie eine Postkarte an diese Adresse.
4. Warten Sie, bis der Empfänger die Postkarte erhält und im System registriert.
5. Bald finden Sie in Ihrem Briefkasten Postkarten von anderen Mitgliedern aus aller Welt.

Worum geht es? Am 1. Advent starteten Postcrossing und die Deutsche Post die Aktion "Postkarten für den guten Zweck": Für jede Postkarte, die zwischen dem 1. und 31. Dezember über www.postcrossing.com aus Deutschland versendet wird, spendet die Deutsche Post 10 Cent an die Stiftung Lesen (www.stiftunglesen.de).

Was ist Postcrossing? Eine kostenlose Internetseite mit Mitgliedern in über 200 Ländern: Wenn man sich anmeldet, kann man mit anderen Mitgliedern Postkarten austauschen. Über 20 Millionen Postkarten wurden bereits verschickt, und viele neue Freundschaften sind so entstanden.

Was können Sie gewinnen? Unter allen Absendern verlost die Deutsche Post

• 50 Freitickets für den ADAC Postbus
Infos unter www.adac-postbus.de

• 20 Bögen (je 15 Briefmarken) mit Postcrossing-Logo von Marke Individuell


Schreiben als Therapie

Eine der besten Möglichkeiten, Erlebtes festzuhalten, ist ein Tagebuch. Ob Alltagserfahrungen, Liebe, Unerfreuliches oder Geheimes: Das Tagebuch kann zu einem sehr engen Freund und einer Kraftquelle werden. Wer sich darauf einlässt, muss allerdings bereit sein, sich selbst zu lesen. Das ist nicht immer angenehm. Doch nur Menschen, die Tagebuch führen, können später daran ablesen, wie sie sich verändert haben und wo sie heute stehen.

Auch in der Behandlung von Krankheiten hat Schreiben sich bewährt. So setzen Therapeuten die heilsamen Effekte etwa bei magersüchtigen Patienten ein: Diese sollen dann aus dem Blickwinkel eines Körperteils oder einer anderen Person erzählen, um neue Perspektiven auf sich und ihre Probleme zu entdecken. US-Studien bestätigen zudem, dass viele Brustkrebspatientinnen, die regelmäßig positive wie negative Ereignisse und Gefühle niederschrieben, besser auf Therapien ansprachen.

Schreiben für die Seele

Schreiben kann auch wichtige Weichenstellungen im Leben beeinflussen. Ohne dabei eigene Entscheidungen zu ersetzen, kann es etwa belastende Situationen erleichtern: Soll man die Mutter ins Pflegeheim geben? Muss man für einen neuen Job in die Großstadt ziehen? Eine Pro-und- Kontra-Liste sortiert die Überlegungen und stellt die Vor- und Nachteile neutraler dar.

Durch Schreiben entstehen mehr Klarheit und Tiefe. Das gilt auch für Briefe. Egal ob ein Liebes-, Trennungs- oder Geburtstagsbrief: Mit jedem Wort, das man fixiert und an ein Gegenüber adressiert, setzt man sich mit ihm auseinander. Man fragt sich beispielsweise, wie der andere reagieren wird. Der Prozess des Schreibens verdeutlicht häufig erst, warum man jemanden liebt – oder nicht. Was einen trennt – oder ganz eng miteinander verbindet.

Autor: Jan Bockholt